Der wohl vollständigste ETF-Rechner für Kinder

Letztes Update: 13. Januar 2026

✓ Vollständige Planung: ETF-Sparen, z.B. von Geburt bis Volljährigkeit und Entnahmephase für Studium, Ausbildung oder ersten eigenen Haushalt.

✓ Reale Zahlen statt Fantasiewerte: Alle Kosten, deutsche Fondsbesteuerung (Abgeltungsteuer, Vorabpauschale) und Inflation eingerechnet – Ergebnisse in heutiger Kaufkraft. Du siehst sofort, was sich Dein Kind später wirklich vom Ersparten leisten kannst.

✓ Volle Transparenz: Detaillierte Jahresübersicht statt einem einzigen Endwert – mit allen Einzahlungen, Steuern und Entnahmen. Du erkennst genau, wie sich das Vermögen entwickelt – Jahr für Jahr nachvollziehbar.

✓ Ehrliche Einordnung: Wir erklären die Grenzen des Rechners und Marktrisiken. Du weißt, was der Rechner zeigen kann – und was nicht.

Speichern und teilen: Jede Berechnung als Link sichern und weitergeben.

ETF-Workshop: Das musst Du wissen, bevor Du in ETFs investierst

Jetzt kostenlos teilnehmen

Wie gefällt Dir der ETF-Rechner für Kinder?

Jetzt an 1-Minute-Blitzumfrage teilnehmen

Wie funktioniert der ETF-Rechner für Kinder?

Ansparphase: Vermögensaufbau für Dein Kind

In der Ansparphase investierst Du monatlich einen festen Betrag in einen thesaurierenden Aktien-ETF. Thesaurierend bedeutet: Die Erträge werden automatisch wieder angelegt. So profitiert ihr vom Zinseszinseffekt.

Deine Einzahlungen erfolgen zu Beginn jedes Monats (vorschüssig). Das ist der Standard bei den meisten Sparplänen und bringt einen kleinen Vorteil, weil Dein Geld sofort arbeitet. Die meisten Sparpläne buchen zu Monatsbeginn ab, Dein Geld arbeitet also den ganzen Monat. Das bringt über die Jahre einen messbaren Vorteil gegenüber Zahlungen am Monatsende.

Die Rendite legst Du selbst fest. Als Beispiel nutzen wir 8% pro Jahr – das entspricht der historischen Durchschnittsrendite globaler Aktien über die letzten Jahrzehnte.

Wichtig: Wir rechnen mit konstanten Durchschnittsrenditen. In der Realität schwanken Aktienkurse stark – mal steigen sie, mal fallen sie. Für eine langfristige Planung über 20-30 Jahre ist die Durchschnittsrendite ein guter Anhaltspunkt, um zu sehen, was mit einer disziplinierten Geldanlage möglich ist.

Natürlich gibt es auch komplexere Methoden wie die Normalverteilung oder Monte-Carlo-Simulationen, aber auch sie können keine Sicherheit bieten. Ihre Aussagekraft ist ebenfalls begrenzt, denn solche Analysen stützen sich auch auf vergangene Daten und können daher nur Entwicklungen in die Zukunft fortschreiben, aber genau so wenig Garantien liefern.

Bedenke also, dass die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Durchschnittswerten abweichen werden. Historische Werte sind immer nur ein Anhaltspunkt und keine Garantie. Wir empfehlen daher, verschiedene Szenarien zu rechnen - auch mal mit niedrigeren Renditen - damit Du ein Gefühl für einen realistischen "Korridor" bekommst.

Wir rechnen weiterhin mit täglicher Verzinsung (365 Tage). Das ist genauer und entspricht besser der Realität an der Börse, wo Kurse täglich schwanken.

Die Kosten (TER) ziehen wir von der Rendite ab. Wir empfehlen als Beispiel 0,1% – das ist typisch für günstige, breit gestreute ETFs auf weltweite Aktienindizes. Die TER wird monatlich abgezogen (1/12 pro Monat).

Zusätzlich solltest Du bedenken, dass ETFs intern noch Steuerbeträge auf Dividenden zahlen müssen (z. B. ausländische Quellensteuern). Diese siehst Du nicht in der TER, sie wirken aber wie zusätzliche Produktkosten, weil sie die Rendite reduzieren, bevor irgendetwas bei uns Anlegern ankommt.

Für globale Aktien-ETFs ist dieser interne Steuerabzug gut erforscht:
• Weltweit liegt die durchschnittliche Dividendenrendite bei etwa 2 %.
• Davon behalten viele Staaten rund 15 % Quellensteuer ein.
• Effektiv verliert ein ETF dadurch etwa 0,25–0,35 % Rendite pro Jahr.

Damit Deine Rechnung realistisch bleibt, empfehlen wir deshalb, in diesem Feld etwa 0,3 % zusätzlich einzuplanen. Dieser Wert ist ein guter Durchschnitt für ein weltweites Aktienportfolio.

Während der Ansparphase rechnen wir nominal; die Inflation fließt nicht in die Berechnungen ein. Am Ende zeigen wir aber zusätzlich, was Dein angespartes Kapital in heutiger Kaufkraft wert ist. Wir empfehlen als Beispiel 2%; das ist die langfristige Zielinflation der Europäischen Zentralbank.

Steuern während der Ansparphase

Hier berücksichtigen wir die sogenannte Vorabpauschale. Das ist eine jährliche pauschale Besteuerung auf Buchgewinne. Die gute Nachricht: Aktien-ETFs haben eine 30% Teilfreistellung – nur 70% der Erträge müssen versteuert werden.

Die Vorabpauschale wird anhand des sogenannten „Basiszinses“ berechnet, der jährlich vom Bundesfinanzministerium veröffentlicht wird. In unserem Rechner verwenden wir pauschal 2,0 %, da er zeitlos und langfristig funktionieren soll. Der Basiszins schwankt je nach Zinsumfeld von Jahr zu Jahr teils stark. Mit einer geglätteten Annahme vermeiden wir, dass einzelne Jahre (z. B. gerade sehr hohe oder sehr niedrige Basiszinsen) die Ergebnisse unnötig verzerren.

Besteuert werden die Erträge mit 25% Abgeltungssteuer + 5,5% Solidaritätszuschlag. Kinder zahlen keine Kirchensteuer, deshalb berücksichtigen wir sie hier nicht.

Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Jahr wird automatisch genutzt. Falls Dein Kind keine eigenen Einkünfte hat und eine NV-Bescheinigung (oder später eine Steuererklärung) genutzt wird, können noch deutlich höhere Steuerfreibeträge gelten! Wenn diese Option aktiviert wird, rechnen wir mit einer vollständigen Steuerfreistellung bis zu diesem höheren Betrag.

Entnahmephase: Auszahlungen aus dem Kinder-Depot

Wenn das Kind eigenes Vermögen angespart hat, kann später monatlich Geld entnommen werden – zum Beispiel für ein Studium, eine Ausbildung, ein Auslandsjahr oder die erste Wohnung. Während dieser Zeit verkaufen wir Schritt für Schritt ETF-Anteile.

Genau so sind aber auch größere Einmalauszahlungen möglich! Der Rechner zeigt Dir daher auch, was bei einer kompletten Einmalentnahme netto übrig bleibt – nach Abzug aller Steuern auf die aufgelaufenen Gewinne.

Steuern bei Entnahmen

Steuern bei Entnahmen: Bei jeder Entnahme verkauft Dein Kind ETF-Anteile. Das löst Veräußerungssteuer (Abgeltungssteuer) aus. Wir berechnen den Gewinn (Verkaufspreis minus Anschaffungskosten) und versteuern ihn. Auch hier gilt die 30% Teilfreistellung für Aktien-ETFs, sowie der eingestellte Steuerfreibetrag.

Die bereits gezahlte Vorabpauschale wird angerechnet, damit Dein Kind nicht doppelt zahlt. Technisch müsste die Vorabpauschale für jeden einzelnen ETF-Anteil berechnet werden – je nachdem, wann Du ihn gekauft hast. Wir vereinfachen das und rechnen auf das Gesamt-Depot. Der Unterschied ist minimal und für eine Planung völlig vernachlässigbar.

Hinweis für bestehendes Depot: Der Rechner geht davon aus, dass Anfangskapital JETZT frisch investiert wird – die Anschaffungskosten entsprechen also dem eingegebenen Betrag. Wenn Du stattdessen ein bereits vorhandenes Depot eingibst, werden die Steuern in der Entnahmephase unterschätzt, weil das echte Depot bereits Buchgewinne enthält.

Beispiel: Das Kinderdepot ist heute 50.000€ wert, Du hast aber nur 40.000€ eingezahlt (10.000€ sind Gewinn). Der Rechner nimmt an, Du hättest 50.000€ Anschaffungskosten. Bei einer Entnahme von 10.000€ rechnet er mit 0€ Gewinn (und 0€ Steuern), obwohl real 2.000€ Gewinnanteil enthalten wären.

Wie damit umgehen? Für eine grobe Orientierung kannst Du trotzdem Deinen Depotwert eingeben – die Abweichung ist meist überschaubar.

Kennzahlen einfach erklärt

Effektive Rendite (IRR)

Der Rechner zeigt dir am Ende die "Netto-Realrendite (IRR)" – das ist der Internal Rate of Return (IRR), also die tatsächliche jährliche Rendite nach allen Abzügen:

  • Kosten (TER)
  • Steuern (Vorabpauschale + Veräußerungssteuer)
  • Inflation

Das ist die "echte" Rendite in Kaufkraft – die Kennzahl, die wirklich zählt.

Beispiel: Bei 8% Bruttorendite (vor Kosten), 0,1% TER, 2% Inflation und Steuern bleiben real oft nur 4-5% p.a. übrig. Die IRR zeigt Dir genau, wie viel Dein Geld tatsächlich für Dein Kind gearbeitet hat.

Wie berechnen wir die IRR? Wir schauen uns alle Deine Ein- und Auszahlungen über die gesamte Laufzeit an (inkl. Anfangskapital) und berechnen die interne Verzinsung. Dann ziehen wir die Inflation ab mit der Fisher-Formel: Real IRR = (1 + Nominal IRR) / (1 + Inflation) - 1. Das ist die
mathematisch korrekteste Methode.

Kaufkraft vs. Nominal

  • Nominal bedeutet: Euro-Beträge in der Zukunft, ohne Berücksichtigung der Inflation.
  • Kaufkraft (oder "real") bedeutet: Was kannst sich Dein Kind davon in heutigen Preisen leisten?

Beispiel: 100.000€ in 30 Jahren sind nominal 100.000€. Bei 2% Inflation haben sie aber nur noch die Kaufkraft von ca. 55.000€ heute. Wir zeigen beides – damit Ihr ein realistisches Bild bekommt.

Wichtig zu wissen

Das können wir für dich tun

✓ Orientierung geben: Der Rechner zeigt Dir, was mit langfristigem, diszipliniertem Sparen möglich ist.
✓ Szenarien vergleichen: Was passiert, wenn ich mehr spare? Länger spare?
✓ Realistische Schätzung: Wir berücksichtigen Steuern, Kosten und Inflation – das unterscheidet
uns von vielen vereinfachten Rechnern.
✓ Transparenz: Wir zeigen Dir genau, was wir vereinfachen und warum.

Das können wir NICHT für dich tun

✗ Die Zukunft vorhersagen: Niemand weiß, wie sich Märkte entwickeln werden.
✗ Garantien geben: Historische Renditen sind ein Anhaltspunkt, aber keine Garantie. Plane immer einen ordentlichen Puffer ein.
✗ Individuelle Beratung: Dieser Rechner ersetzt keine persönliche Finanzberatung.
✗ Alle Details abbilden: Für absolute Genauigkeit müsstest Du Deine echten Käufe, Verkäufe und Steuerbescheide nehmen.

Disclaimer

Dieser Rechner dient ausschließlich zu Informations- und Planungszwecken. Er ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren. Die Berechnungen basieren auf der aktuellen Rechtslage (Stand 2026) – Steuergesetze können sich ändern.

Historische Werte sind ein Anhaltspunkt, aber keine Garantie für die Zukunft. Die tatsächlichen Ergebnisse werden von den berechneten Durchschnittswerten abweichen. Lass Dich von diesen Zahlen inspirieren, aber plane immer mit einem Puffer, um flexibel auf unerwartete Ereignisse und Entwicklungen reagieren zu können.

ETF-Workshop: Das musst Du wissen, bevor Du in ETFs investierst

✓ Teure ETF-Fehler, die (fast) jeder macht

✓ Von welchen ETFs Du die Finger lassen solltest

✓ Warum der MSCI World nicht reicht!

✓ Wie Du die richtigen ETFs für Dich findest 

Über 50.000 Menschen treffen heute bessere Finanzentscheidungen.

Unsere wöchentlichen Momentaufnahmen. Über 80% empfehlen sie weiter.

>