Heute geht es darum, wie man langfristig investiert, wenn es eine Rezession gibt oder es zumindest immer wieder an der Börse wackelt. Und wie viel sollte man dann investieren?
„Hallo, meine Frage ist, welche Investments sind sinnvoll, um langfristig Geld anzulegen, gerade wenn derzeitige Tiefs entstehen. Wie viel Geld sollte dabei monatlich investiert werden? Und kann man Steuervorteile nutzen? Lg Sarah“
Am sinnvollsten für die langfristige Geldanlage, da sind sich die seriösen Experten einig, sind globale Aktien-ETFs. Ein ETF ist ein „Exchange Traded Fund“, also ein börsengehandelter Fonds. Aktien-ETFs bilden die Entwicklung eines Aktienindex (zum Beispiel MSCI World) ab.
Einfach ausgedrückt handelt es sich um die besten Unternehmen von einem Markt, einer Region oder einer Branche, vergleichbar mit der ersten Bundesliga beim Fußball. Globale ETFs bestehen aus mehreren hundert oder tausend Aktien. Man kauft also nicht einzelne Unternehmen, sondern ein dickes Paket, das vollautomatisch mit den erfolgreichsten Unternehmen eines Marktes zusammengestellt wird.
Für globale Aktien bedeutet das: Die besten Aktien weltweit spiegeln die Entwicklung der Weltwirtschaft wider und erzielen durchschnittliche Gewinne von 7-8% bzw. nach Inflation 5-6% pro Jahr. Das sind viel höhere Renditen als bei Tagesgeld, Versicherungen oder Anleihen – historisch klar belegt über Jahrzehnte.
Ein weiterer Vorteil sind die geringen Kosten, da man keinen Berater oder keine Versicherung bezahlen muss, was über die Anlagedauer gerne mal fünf- oder sechsstellige Beträge ausmacht. ETFs sind einfach zugänglich – ETF-Sparpläne sind schon ab 1 Euro möglich. Sie sind super einfach in der Handhabung: Einmal einstellen und langfristig laufen lassen, also automatisierbar durch Sparpläne.
Das Fazit lautet: ETFs sind ideal für den langfristigen Vermögensaufbau.
Übrigens, wenn Du wissen willst, wie Du wissenschaftlich fundiert in globale ETFs investierst, dann schau Dir mal unser kostenloses Webinar dazu an.
Warum ist langfristiges Anlegen so wichtig?
Rendite kommt ja von Risiko. Ohne Risiko keine Rendite, wie es beim Tagesgeld der Fall ist.
Jetzt wollen wir aber trotzdem vernünftig sein und keine schlechten Risiken eingehen, denn es geht ja meist um die Altersvorsorge! Wie können wir also das Risiko reduzieren? Es gibt zwei Faktoren: Erstens reduziert eine breite Streuung das Risiko massiv im Vergleich zu den Risiken bei einzelnen Aktien. Global ist man super breit gestreut. Zweitens ist es wichtig, lange anzulegen, besonders wenn es an der Börse bergab geht.
Was passiert mit ETFs während einer Wirtschaftskrise?
Aktienmärkte schwanken immer – das ist völlig normal. Auch Crashs sind normal, kommen immer wieder vor, und auch Rezessionen sind ein normaler Teil unseres Wirtschaftszyklus.
Wer langfristig investiert (10-15 Jahre), hat historisch immer positive Renditen erzielt – trotz Krisen.
Denn Kurse fallen nie dauerhaft, sondern erholen sich langfristig immer wieder. Das gilt aber natürlich nur für eine globale Streuung, nicht für einzelne Aktien. Verluste werden nur real, wenn man verkauft.
Also: Nicht anfassen, wenn es mal runtergeht, sondern abwarten! Rückgänge sind sogar eine Chance zum günstigen Nachkaufen. Das kannst Du in unserem Artikel Warum Krisen GUT für Geldanlage sind nachlesen.
Wie viel Geld sollte man monatlich in ETFs investieren?
Man sollte so viel investieren, dass es später reicht. Keine Sorge, das ist gar nicht schwer herauszufinden: Nutze einfach unseren ETF-Rechner, denn das ist ja eine absolut persönliche Sache. Im Rechner kannst Du Deine eigenen Angaben machen und schauen, welche Sparrate nötig ist.
Welche Steuervorteile bieten ETFs bei langfristiger Anlage?
Die eigene langfristige Anlage in ETFs ist ein massives Steuersparmodell, was die meisten gar nicht auf dem Schirm haben. Durch das langfristige Halten von ETFs sinkt die effektive, also tatsächliche, Steuerbelastung durch die Steuerstundung.
Wenn man hingegen ständig irgendwas kauft und verkauft, wie es aktive Anleger oder aktive Fonds machen, dann zahlt man viel höhere Steuern und nutzt den Zinseszins nicht richtig aus, da andauernd Steuern anfallen. Warren Buffett nennt das langfristige Halten von ETFs daher auch ein „zinsloses Darlehen vom Staat“, weil wir erst später Steuern zahlen müssen und uns somit mehr Geld zur Verfügung steht, das wir anlegen können. Mehr konkrete Möglichkeiten, um Steuern zu sparen, kannst Du in unserem Video Steuern sparen mit ETFs? 90% machen diesen Fehler! erfahren.
Vielleicht fragst Du Dich – genau wie Sarah – wie viel Du im Monat für Deine Altersvorsorge sparen solltest? Und wie sich die Summe ändert, falls Du erst später im Leben damit anfängst? Dann lies unbedingt unseren Artikel Wie viel solltest Du im Monat sparen? (in jedem Alter).
Dieser Artikel basiert auf einer Folge unseres Podcasts. Da wir den gesprochenen Inhalt für Dich verschriftlicht haben, kann es an manchen Stellen etwas umgangssprachlicher zugehen als in einem klassischen Blogartikel.
