Momentaufnahmen vom 3. Oktober 2026
Hier kommen unsere neuesten Momentaufnahmen – mit kurzen Punkten zu ausgewählten Themen, über die wir in den letzten Tagen gestolpert sind bzw. die uns bewegt haben.
🧪 Die beste Zeit für Fehler
Viele Berufseinsteiger suchen direkt nach der Ausbildung den sichersten Job, den sie kriegen können. Am liebsten gleich verbeamtet.
Wir halten nicht viel davon, so früh im Leben alles auf Sicherheit zu setzen oder einfach den Job mit dem höchsten Gehalt zu nehmen. Besser ist es, erstmal eine Arbeit zu finden, wo wir am meisten lernen können.
In den Zwanzigern und Dreißigern kostet ein Fehler wenig. Meistens hängt noch niemand finanziell von uns ab, und selbst ein Rückschlag lässt sich über die vielen Jahre, die noch vor uns liegen, wieder aufholen.
Gerade wenn später Kinder geplant sind, sollten wir unsere jungen Jahre nutzen und Risiken eingehen, bevor wir für andere verantwortlich sind.
Vielleicht arbeiten wir eine Zeit lang im Ausland. Vielleicht landen wir bei einem Start-up, das es nach drei Jahren nicht mehr gibt.
Solche „Experimente“ bringen uns Erfahrungen, die kein sicherer Arbeitsplatz liefert, und sie machen uns widerstandsfähiger: Wer früh gemerkt hat, dass er nach einem Rückschlag wieder auf die Beine kommt, lässt sich später so leicht nichts mehr anhaben. Wer dagegen zu früh auf Nummer sicher geht, wird mehr und mehr Risiken meiden.
Richtung Vierzig ändert sich das Spiel. Dann sollten wir langsam einen Plan davon haben, was uns im Leben wirklich wichtig ist und wie viel Geld es dafür braucht.
Am meisten helfen dabei ein paar ehrliche Fragen:
- Mit welchem Alter möchte ich so viel Vermögen haben, dass ich aufhören kann zu arbeiten?
- Bin ich mit meiner Sparrate und meinen Investments auf dem Weg dahin?
- Welche Träume habe ich noch, für die ich Geld zurücklegen sollte?
Die erste und zweite Frage lassen sich ziemlich einfach beantworten: In unserem Rechner für finanzielle Freiheit trägst Du Deine Sparrate und Deine Ausgaben ein, und er zeigt Dir, ab welchem Alter Dein Vermögen zum Aufhören reicht.
🙀 Woher weiß ich, ob ich es wagen soll?
Jeder große Schritt im Leben kommt mit Angst. Wer wirklich etwas verändern will, muss ins Unbekannte: einen neuen Job annehmen, in eine andere Stadt ziehen oder ein eigenes Projekt starten.
Vor Unbekanntem haben wir nun mal Bammel. Das kennen wir selbst zur Genüge.
Darum gibt es ja Sprüche nach dem Motto „Angst ist ein Zeichen dafür, dass Du auf dem richtigen Weg bist“. Aber ganz so einfach ist das nicht. Wenn wir an einer Klippe stehen und Angst haben, wäre es ziemlich dumm, die Angst als grünes Licht zu deuten und zu springen.
Der Haken an der Angst: Sie meldet sich bei allem Unbekannten, bei dem, was uns guttut, genauso wie bei dem, was wir besser lassen sollten. Sie ist wie eine Türklingel, die bei jedem Besucher läutet, egal ob Freund oder Staubsauger-Vertreter. Aus der Angst allein lässt sich also gar nicht ablesen, ob ein Schritt der richtige ist.
Den Unterschied macht ein zweites Gefühl. Zur Angst vor einer Veränderung sollten sich echte Vorfreude und Begeisterung mischen. Wenn Du Dich auf das freust, was am anderen Ende wartet, ist die Angst nur der Begleiter und nicht der Wegweiser.
Fehlt diese Vorfreude aber, oder sind die guten Gründe für Dich gar nicht richtig greifbar, ist das ein starkes Warnsignal. Dann lohnt sich die ehrliche Frage, ob die Motivation überhaupt Deine eigene ist. Vielleicht willst Du Dich ja auf einen Weg machen, den Du in Wahrheit gar nicht gehen möchtest.
🎙️Neue Podcastfolge: ETF für 5 € statt 30 €: 6x mehr Dividende?
Sollten wir bei der Auswahl von ETFs ihre Preise bzw. Kurse miteinander vergleichen? Für 600 Euro bekommst Du von einem ETF, der 5 Euro kostet, 120 Anteile – von einem für 30 Euro nur 20.
Und weil Ausschüttungen pro Anteil gezahlt werden, sieht der günstige nach dem klaren Sieger aus.
Ob das wirklich stimmt und worauf Du schauen solltest, wenn zwei ETFs denselben Index abbilden, erfährst Du in dieser Folge:
🎥 Neues Video: Lohnen sich Small Caps im Weltportfolio wirklich?
In einem normalen Welt-ETF fehlen über 5.000 kleine Firmen, sogenannte Small Caps. Viele fragen sich deshalb, ob sie sich die noch zusätzlich ins Depot holen sollten.
Wir haben durchgerechnet, was Small Caps am Ende wirklich bringen – und das Ergebnis hat uns selbst überrascht:

Dieses Video ist bereits am 14.09.26 als Podcast erschienen.
⁉️ 💬 Was blockiert Dich gerade bei Deinen Finanzen?
Gibt es etwas bei Deinen Finanzen, das Dich innerlich bremst – obwohl Du eigentlich weißt, was zu tun wäre?
Wenn Du magst, schick uns Deine Frage oder Situation (anonym) über dieses Formular und wir beantworten sie in einer der nächsten Community-Folgen in unserem Podcast.
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📣 Zitat des Tages
„Uncertainty itself is neither sweet nor sour; rather, it intensifies the flavor that’s already there.“ – aus Happy Money von Elizabeth Dunn und Michael Norton
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Hab ein super Wochenende, viele Grüße,
Anna & Eddy
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