Momentaufnahmen vom 17. Oktober 2026
Hier kommen unsere neuesten Momentaufnahmen – mit kurzen Punkten zu ausgewählten Themen, über die wir in den letzten Tagen gestolpert sind bzw. die uns bewegt haben.
👴👵 Das Gespräch, das Du nicht aufschieben darfst
Zu geordneten Finanzen gehört ein Gespräch, das viele ewig vor sich herschieben: das mit den eigenen Eltern über Geld. Es fühlt sich unangenehm an, weil es leider nicht „normal“ ist (obwohl es das sein sollte), nimmt aber erstmal den größten Druck raus.
Drei Fragen nimmst Du am besten mit:
- Sind Deine Eltern bis an ihr Lebensende finanziell abgesichert, oder kann es sein, dass Du sie eines Tages unterstützen musst?
- Gibt es ein Erbe, das sich schon zu Lebzeiten verschenken lässt, um Steuern zu sparen? Und käme über eine geerbte Immobilie eine Steuerzahlung auf Dich zu?
- Oder wollt Ihr ein mögliches Erbe lieber gemeinsam „erleben“, solange Ihr das noch zusammen könnt?
Bei der Unterstützung ist die Sorge meist größer als die Pflicht sozusagen: Für die Pflege ihrer Eltern zahlen erwachsene Kinder erst mit, wenn ihr Bruttoeinkommen über 100.000 Euro im Jahr liegt. Das kann sich aber auch wieder ändern.
Beim Erbe zählt der frühe Start. Bis zu 400.000 Euro darf jedes Kind steuerfrei geschenkt bekommen, und dieser Freibetrag lässt sich alle zehn Jahre neu nutzen.
Wer wartet, verschenkt genau diese Jahre. Und bei einer geerbten Immobilie über dem Freibetrag wird am Ende womöglich ein Verkauf nötig, nur um die Steuer zu zahlen.
Das sollte also dringend bekannt sein.
Die dritte Frage hat mit Steuern nichts zu tun und ist vielleicht die wichtigste. Eine gemeinsame Reise heute kann mehr wert sein als eine größere Zahl auf dem Konto irgendwann. Es geht daher auch nicht darum, beim Erbe das Maximum rauszuholen, sondern früh genug Klarheit zu haben.
Dieses Gespräch ist nur eine von mehreren Aufgaben, die spätestens in der Lebensmitte auf Deine Finanz-Liste gehören. Welche noch dazugehören, zeigen wir Dir in diesem Video.
🧛 Wenn ein Freund zum Vampir wird
Es gibt Menschen, nach deren Besuch wir uns nicht entspannt fühlen, sondern ausgelaugt und leer. Schon Tage vorher graut es Dir vor dem nächsten Treffen, und wenn ihr dann zusammensitzt, bist Du vor allem eins: der Mülleimer für alles, was bei der anderen Person gerade schiefläuft.
In unserem Blogartikel „Wie man Freunde findet“ nennen wir solche Leute Vampire. Denn wer Dir dauerhaft Energie zieht, statt Dir welche zu geben, kostet Dich genau das, was gute Freundschaften eigentlich schenken.
Meistens ist es nicht ein einzelnes anstrengendes Gespräch, sondern die Wiederholung, die einen zermürbt. Die Kommunikation dreht sich immer nur um die Krisen des Freundes, die Treffen sagst Du aus Pflichtgefühl zu, und hinterher fühlst Du Dich jedes Mal leerer als vorher.
Für uns selbst können wir die volle Verantwortung übernehmen. Aber wir können niemanden zwingen, sich zu ändern. Eine Freundschaft zu beenden, die dauerhaft an die Substanz geht, ist deshalb erlaubt.
Leicht ist das trotzdem nie, gerade bei den alten Verbindungen, die man nur noch aus Gewohnheit pflegt. „Eigentlich haben wir uns nichts mehr zu sagen, aber wir kennen uns halt schon ewig.“
Was dann hilft, ist eine ehrliche zeitliche Einordnung. Steckt die Person gerade in einer schwierigen Phase und braucht einfach mal Deine Unterstützung?
Dann bist Du für sie da.
Ist es dagegen längst der Dauerzustand und Du weißt kaum noch, wann Du das letzte Mal gerne Zeit mit ihr verbracht hast, dann darfst Du die Konsequenz ziehen: den Kontakt zurückfahren oder ganz beenden.
Wir müssen das selbst immer wieder neu lernen, und leicht fällt es uns bis heute nicht. Aber einen in Ruhe entschiedenen Abschied haben wir noch nie bereut.
🎙️Neue Podcastfolge: Neue Zwangsrente: Steckt uns der Staat jetzt in teure Produkte?
Knapp 18 Prozent Deines Bruttogehalts gehen jeden Monat in die Rentenkasse. Bald sollen zwei Prozent dazukommen, die der Staat verpflichtend für Dich am Kapitalmarkt anlegt – die sogenannte Kapitalrente.
Weil das an das Riester-Versprechen von damals erinnert, fragen sich gerade viele, ob sie da in ein teures Produkt gedrängt werden.
Ob daraus wirklich ein zweiter Riester wird, was der Unterschied zum Altersvorsorgedepot ist und was das alles für Dich bedeutet, erfährst Du in dieser Folge:
🎥 Neues Video: 3 gefährliche ETF-Fehler, die fast jeder Ü50 macht
Es gibt drei gefährliche ETF-Fehler, die fast jeder Über-50-Jährige macht. Und die gelten sowohl für die, die sich schon ein ordentliches Vermögen aufgebaut haben und es jetzt vor allem nicht mehr VERLIEREN wollen.
Als auch für die, die das Gefühl haben, ziemlich spät dran zu sein, und ihre Rentenlücke noch schließen müssen.
Welche Fehler das sind und wie Du Dich davor schützen kannst, darum geht es in diesem Video.

⁉️ 💬 Was blockiert Dich gerade bei Deinen Finanzen?
Gibt es etwas bei Deinen Finanzen, das Dich innerlich bremst – obwohl Du eigentlich weißt, was zu tun wäre?
Wenn Du magst, schick uns Deine Frage oder Situation (anonym) über dieses Formular und wir beantworten sie in einer der nächsten Community-Folgen in unserem Podcast.
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📣 Zitat des Tages
„When we forget our ability to choose, we learn to be helpless. Drip by drip we allow our power to be taken away until we end up becoming a function of other people’s choices – or even a function of our own past choices.“ – aus Essentialism von Greg McKeown
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Hab ein super Wochenende, viele Grüße,
Anna & Eddy
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