Das kannst Du gegen Staus und inkompetente Politiker machen • LazyInvestors

Das kannst Du gegen Staus und inkompetente Politiker machen

Bestimmt kennst Du das: Du sitzt im Auto oder Zug auf dem Weg zu einem wichtigen Termin und auf einmal geht es nicht mehr voran. Staus oder Gleisstörungen haben dazu geführt, dass Dein Fortbewegungsmittel im Stillstand verharrt. Und Du weißt: Den Termin schaff ich kaum noch. Dabei ist er doch so wichtig für mich!

Du fängst an zu schwitzen, Panik macht sich breit. “Wenn ich nicht rechtzeitig ankomme, wird das mit dem Vorstellungsgespräch / der Präsentation beim Kunden nichts mehr.” Nun kannst Du keinen klaren Gedanken mehr fassen. Dein Kopf ist völlig fremdbestimmt und Sorgen haben ihn in Geiselhaft.

Neben solchen Extremsituationen machen wir uns im Alltag andauernd über Dinge Gedanken, die ohne unser Zutun vonstatten gehen, aber stark unsere Stimmung beeinflussen: “Es regnet, dabei wollte ich doch heute Abend joggen gehen und jetzt fallen auch noch die Aktienkurse, wo ich doch gerade erst in Adidas und die Deutsche Telekom investiert habe. Ich bin wütend, weil die Bundesregierung immer noch nichts gegen die wachsende Rentenlücke tut und außerdem nervt es mich, dass sich da oben niemand um eine gerechte Sozialpolitik kümmert!”

Viele dieser Gedanken laufen recht unbewusst ab und verursachen schlechte Stimmung. Aber sind sie auch zuträglich zur Verbesserung der Situation? Führen sie Dich in die Handlungsfähigkeit? Denkst Du Dir: “Ok, mir reichts, ich geh in die Politik?” Meist nicht wirklich, oder?

Aber es gibt Möglichkeiten, Einfluss auf das Ungemach des Alltags zu nehmen und wirklich etwas zu verändern. Um aus dem Gedankensumpf herauszukommen und Dein Leben selbst in die Hand zu nehmen, hilft es erst einmal, die folgenden Konzepte kennenzulernen. Vorhang auf für den

“Circle of Concern” und “Circle of Influence”

Circle of Concern

Der Circle of Concern beinhaltet das, womit wir viel Zeit im Gedankenkarussell verbringen. Was verbindet all seine Themen? Wir empfangen sie ausschließlich – also wir lesen, hören, reden darüber. Was noch? Sie sind ganz schön düster. Noch was? Sie sind der absolute Kernbestandteil der breiten Berichterstattung. Und was anderes? Jap, Du kannst nicht so richtig viel machen. Diese Dinge passieren (Dir).

Circle of InfluenceKommen wir nun zum Circle of Influence. Hier sehen wir die Themen, die sich in unserem Einfluss befinden. Wenn wir uns diesen Dingen widmen, können wir etwas in unserem eigenen Leben verändern und (sinnvolle) Beiträge für die Gesellschaft und Co. leisten.

Shiftet man also seinen Fokus weg von den Dingen außerhalb des eigenen Einflussbereiches hin zu den Themen, mit denen man arbeiten kann, passieren ganz wunderbare Dinge:

  1. Du gehörst auf einmal zu den Leuten, die agieren und nicht reagieren. Du hast die Kontrolle und bestimmst aktiv die Richtung, in die Dein Leben geht, anstelle Dich von anderen dirigieren zu lassen. Damit machst Du Dich unabhängig und frei. Du kommst raus aus der Opferposition.
  2. Du sparst Energie. Darüber zu lamentieren, was in der Welt alles falsch läuft, raubt Dir viel Kraft, denn die Konzentration auf negative Dinge ist wahnsinnig erschöpfend.

Klingt erstmal gut, ne? Aber seien wir mal ehrlich: Es gibt wirklich viele Probleme da draußen. Kriege, Korruption, Klimawandel. Was ist damit? Soll ich das alles ignorieren? Es gehört ja wohl zu meiner Bürgerpflicht, im Bilde über die Geschehnisse zu sein und nicht die Augen zu verschließen!

Eine Gegenfrage hierzu: Was hast Du bislang mit all Deinem Wissen über das Ungemach in der Welt angefangen? Hm? Nicht so viel, oder?

Warum Nachrichten nichts bringen

An dieser Stelle steigt wahrscheinlich bei einigen Lesern der Puls. Aber machen wir uns nichts vor: Die wenigsten, die immer up to date sind, weil sie die Tagesschau-Eilmeldungen als Push-Notification bekommen, fangen mit diesen Informationen auch etwas an und handeln! Kann es da nicht Sinn machen, sich beim Konsum von Nachrichten zurückzuhalten und sich vermehrt damit zu beschäftigen, was man beeinflussen kann?

Nachrichten helfen selten dabei, qualifizierte Entscheidungen zu treffen und unser Leben zu meistern. Ganz im Gegenteil: Die gängige Berichterstattung hat nichts mit den alltäglichen Herausforderungen zu tun. Die meisten Medien fabrizieren vielmehr ein Bild von der Welt, das nicht der Realität entspricht, da fast nur negative Meldungen Platz finden. So bekommt man z.B. den Eindruck, dass die Welt im völligen Kriegszustand liegt. Doch war es nie friedlicher als heutzutage.

Und die schlimmen Nachrichten helfen auch nicht bei einer realistischen Gefahreneinschätzung oder -warnung: Es geht um Terrorismus und Flugzeugabstürze. Statistisch gesehen sind aber Luft- und Lärmverschmutzung, schlechte Ernährung oder der Straßenverkehr wirklich gefährlich. Der Rest wird die meisten von uns glücklicherweise nicht einmal ansatzweise tangieren.

Eddy selbst hat die Wirkung, die Nachrichten auf einen haben, ziemlich extrem erfahren. Wie ihr vielleicht wisst, hat er jahrelang bei der Tagesschau als Produktionsingenieur gearbeitet. Er hatte z.B. während des Amoklaufs in München Dienst. Das bedeutete, dass er über neun Stunden lang konstant die Berichterstattung verfolgen musste.

Die ganze Zeit gab es keine Neuigkeiten, sondern nur wilde Spekulationen, die einzig dem Zweck der Quote dienten und den Leuten nur Angst gemacht haben. Ein Informationsgehalt war darin Null zu erkennen. Nach dem Dienst hatte Eddy Angstgefühle wie schon lange nicht mehr.

Klar, mit Sicherheit ist das extrem und niemand schaut wahrscheinlich neun Stunden am Stück Berichterstattungen über Amokläufe. Dennoch zeigt es, welchen Einfluss solche Sachen auf einen Menschen haben. Und diese Auswirkungen hat man auch durch das regelmäßige, punktuelle Konsumieren solcher Nachrichten, nur – und das ist fast noch schlimmer – unterschwelliger.

Was hat das Ganze Eddy gebracht? Außer Angst nicht viel: Seinen Bekannten in München konnte er dadurch auch nicht helfen und den Opfern schon dreimal nicht. Ganz ehrlich: Wer hört denn von Kriegen oder Schicksalsschlägen und unternimmt dann etwas? Vielmehr dienen Nachrichten der Unterhaltung und lenken von wichtigen Dingen ab.

Unserer Auffassung nach sind die Medien eigentlich insbesondere dazu da, Regierungen zu kontrollieren sowie Korruption und Machtmissbrauch aufzudecken. Aber der größte Teil der Berichterstattung hat damit nichts zu tun.

Ok, das musste raus.

Es geht uns in keiner Weise darum, ein ignoranter Mensch zu werden, der sich nicht für sein Umfeld interessiert. Das komplette Gegenteil ist der Fall: Werde aktiv, indem Du Dich auf Deinen Circle of Influence konzentrierst und mach die Erde wirklich ein bisschen besser!

Das gelingt nicht, wenn Du alles über die irren Aktivitäten diverser Politiker weißt. Das gelingt eher, wenn Du ein Business gründest, das Menschen wirklich hilft. Es ist auch besser, sich mit seinen Nachbarn zusammenzutun und eine Grünfläche in der Stadt anzulegen oder jemandem zu helfen, den Kinderwagen die Stufen runterzutragen. Oder Sachen nicht zu kaufen, also dem Konsum von Dingen, die einen selbst und andere nicht glücklich machen, zu widersagen.

Selbst zuzupacken ist natürlich wesentlich anstrengender, als sich die Nachrichten reinzupfeifen. Aber auch viel erfüllender und hilfreicher für die Menschen.

Außerdem lohnt es sich eher, sich in Themen einzugraben, die einen wirklich interessieren und für die man sich engagieren will. Und da tief einzusteigen, Blogs und Bücher zu lesen und dann – Ihr ahnt es – etwas zu tun.

Über alles Bescheid zu wissen, wird nichts verändern. Übrigens: beides geht auch schlecht parallel. Unsere Zeit ist begrenzt, wissen wir. 24 Stunden und so. Es gibt also immer einen Trade-off zwischen Rezipieren und Agieren. Daher: Je weniger Du Nachrichten konsumierst und je mehr Du selbst an etwas arbeitest oder Dich für etwas einsetzt, desto besser.

Werde proaktiv und starte damit, Dinge zu ignorieren, die auf Dich einprasseln, Dich aber nicht befähigen, etwas zu tun. Die neu frei gewordene Power kannst Du dann auf das richten, was Du beeinflussen kannst: Deine Lebensziele, Deine Umgebung und insbesondere, anderen zu helfen.

Zusammengefasst: So kannst Du die Welt ein bisschen besser machen

  • Höre auf, täglich Nachrichten zu konsumieren
    Der ständige Nachrichtenkonsum ist das Antidot zum Weltverbessern. Möchtest Du wirklich, dass mehr Leute Zugang zu sauberem Wasser haben, dann engagiere Dich dafür! Nutze Deine Zeit schlau, indem Du agierst und nicht konsumierst.
  • Kenne Deinen Circle of Concern und Circle of Influence
    Mach Dir einmal bewusst, worüber Du Dir am meisten Gedanken machst und was Du (davon) beeinflussen kannst. Shifte Deinen Fokus auf die Themen, die in Deinem Handlungsbereich liegen.
  • Bestimme den ersten Schritt und lege los!
    Wofür brennst Du? Was macht Dir Freude und hilft auch anderen? Fange an – und wenn es nur eine klitzekleine Sache ist. Halte das Ganze machbar und in Deinen Alltag integrierbar, ohne dass Du Dein Leben komplett umbauen musst. Die Summe vieler kleiner Schritte ist wesentlich wirkungsvoller, als an einem edlen, jedoch nicht realistisch umsetzbaren Ziel zu scheitern.

Drehen sich Deine Gedanken eher um den Circle of Influence oder Circle of Concern? Und wie gehst Du mit der täglichen Nachrichtenflut um? Hinterlasse uns einen Kommentar!






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