Vier Lügen über Geld die JEDER glaubt

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Lügen über Geld

Diese vier Lügen über Geld glaubt fast jeder. Sie sind auch der Grund, warum manche für immer ackern müssen, während andere sich schon früher zur Ruhe setzen oder einfach ihr Leben mehr genießen können, weil sie die finanzielle Möglichkeit dafür haben.

Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video zum Thema an:

1. „Geld macht nicht glücklich“

Wir hören und lesen immer wieder, dass Geld nicht glücklich macht. Die wirklich wichtigen Dinge des Lebens hätten nichts mit Geld zu tun und Glück können wir uns nunmal nicht kaufen.

Das Ganze ist ein heiß diskutiertes Thema, zu dem im Laufe der Zeit viele Studien gemacht wurden. Und ich kann Dir sagen: Es ist alles nicht so einfach. Darum ist es auch nicht verwunderlich, dass sich der Glaubenssatz hartnäckig hält. Dennoch macht Geld zumindest bis zu einem gewissen Grad wesentlich glücklicher.

Wie Du Dir sicher vorstellen kannst, wäre es nicht cool, wenn Du massiv darum kämpfen müsstest, Deine Grundbedürfnisse nach Nahrung, Unterkunft, Kleidung und medizinischer Versorgung zu befriedigen. Zum Glück ist es in Deutschland sehr selten, dass wir überhaupt in eine solche Situation kommen können.

Aber es besteht wohl kein Zweifel daran, dass mehr Geld erstmal definitiv den Überlebensstress verringert und Dich somit glücklicher macht.

Während ältere Studien, zum Beispiel eine sehr bekannte der Princeton University, noch zu dem Schluss kamen, dass ab einem gewissen Netto-Einkommen mehr Geld nicht glücklicher macht, kommt eine neuere zu dem Schluss, dass dies sehr wohl der Fall ist, wenn auch mit abnehmendem Grenznutzen.

Also, für jemanden, der nur 20.000 Euro verdient sind 10.000 Euro mehr im Jahr deutlich glücksspendender als für jemanden, der bereits 100.000 Euro verdient. Dennoch steigt im Schnitt das Glücksempfinden weiter mit dem Einkommen.

Enorm wichtig für die Zufriedenheit ist jedoch, wie wir unser Geld ausgeben.

Wenn Menschen Dinge kaufen, ist ein Glücksschub oft nur von kurzer Dauer. Denk mal daran, wie lange Du Dich zuletzt über ein neues Kleidungsstück gefreut hast. Am Anfang warst Du vermutlich noch ziemlich happy, aber nach ein paar Tagen war diese Freude auch wieder verflogen.

Geld, das wir hingegen für Erfahrungen ausgeben – zum Beispiel, um etwas Neues auszuprobieren, wie Segeln oder Klettern gehen, für ein romantisches Essen mit dem Partner oder einen schönen Urlaub mit unseren Liebsten – kann uns lang anhaltende Freude in Form von Erinnerungen oder innerem Wachstum bescheren.

Eine weitere Möglichkeit, wie mehr Geld Dein Glück steigern kann, besteht darin, sich Zeit zu kaufen, damit Du Sachen machen kannst, die Du als schön oder sinnstiftend empfindest.

Das kann die Beschäftigung mit einem Hobby sein, das Du schon immer machen wolltest oder einen Roman zu schreiben oder Zeit mit Deinen Freunden oder Kindern zu verbringen.

Wenn Du Geld ausgibst, um Zeit für das, was Du liebst, zu gewinnen, kann das Dein Glück enorm steigern.

Und mehr Zeit hilft dabei, Dich mehr mit Dir selbst auseinanderzusetzen. Du kannst so herauszufinden, was Dir wirklich wichtig ist, wo Du noch Blockaden hast, die Dich zurückhalten und so weiter. So kannst Du Deine allgemeine Zufriedenheit auf ein völlig neues Level heben.

Wenn Du hingegen ständig gestresst auf Autopilot läufst und keine Zeit zur Reflexion hast, wirst Du kaum glücklicher werden, denn Du hast ja wenig Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung.

Also zusammengefasst: Ein großer Haufen Geld wird nicht plötzlich Dein Leben verändern und Dich glücklich machen. Die innere Arbeit musst Du am Ende immer noch Du selbst machen, so viel ist klar.

Aber Geld richtig einzusetzen kann unsere Lebenszufriedenheit massiv verbessern.

2. „Geld ist die Wurzel allen Übels“

Das ist übrigens ein sehr berühmtes, allerdings falsches Bibelzitat. Der richtige Anfang des Verses lautet: „Denn die Liebe zum Geld ist eine Wurzel alles Bösen“ (1. Timotheus 6:10.)

Das vermittelt eine ganz andere Botschaft. Die erste macht das Geld selbst für das Übel in der Welt verantwortlich, die zweite beschuldigt Menschen mit Habgier. Subtile Nuancen wie diese können einen enormen Unterschied in der Art und Weise ausmachen, wie wir die Welt sehen.

Aber wir Menschen lieben einfach die Einteilung in gut und schlecht. In Geschichten von der Antike bis heute begegnen wir immer wieder den selben Figuren. Dagobert Duck, Mr. Burns und Mr. Krabs sind ein und dieselbe recycelte Figur.

Sie verkörpern die Person, deren Leben sich in erster Linie um Geld dreht. Ob seelenlos oder einfach nur fehlgeleitet, auf jeden Fall ist sie kein Vorbild, denn ihr Geld hat sie zu bösen Wesen gemacht.

Und so kennen wir viele Leute, die sich richtig schlecht fühlen, wenn sie zum Beispiel viel Geld verdienen.

Auf der anderen Seite sind die Geschichten über Menschen, die in armen Verhältnissen ein reines Herz bewahren und von den Göttern oder dem Schicksal unterstützt werden, sehr beliebt.

Oliver Twist, Aladdin, Aschenputtel und Charlie Bucket (aus Charlie und die Schokoladenfabrik) sind allesamt Verkörperungen der bescheidenen Person, die vom Schicksal gerettet wird.

Und wie rettet das Schicksal die Person? Indem es sie wohlhabend macht. Das ist doch pure Ironie! Aber wir lieben einfach die „Vom Tellerwäscher zum Millionär“-Stories.

Die Sache ist die: Wenn wir Reichtum mit Gier und Armut mit Güte gleichsetzen, werden wir glauben, dass die einzige Möglichkeit, ein guter Mensch zu sein und trotzdem Reichtum zu haben, darin besteht, ein Geschenk des Schicksals zu erhalten, wie es diesen Figuren zuteil wurde.

Die Fabel der guten Menschen, die das Geld meiden, denen aber das Schicksal Reichtum und Wohlstand beschert, ist in unserer Kultur allgegenwärtig.

Ja, es stimmt, dass diese Geschichten oft die Ungerechtigkeit des wirtschaftlichen Status quo beleuchten, aber sie vermitteln auch eine Botschaft, die unserer Meinung nach sehr gefährlich ist.

Denn sie suggerieren auf subtile Weise, dass wir uns entweder um die Menschen oder um das Geld kümmern können. Sie haben einen finanzmoralischen Appell, dass wir uns für die gute Seite und somit gegen Geld entscheiden sollten.

Aber wie sagt ein Freund von uns immer: „Du kannst auch BEIDES haben“ 😉

Überlege mal, ob Du nicht nur eine reiche Person kennst, die durch ihr Geld großen Nutzen für die Menschen liefert?! Musste auch gar nicht persönlich kennen, mir fallen da auf jeden Fall gleich diverse ein.

Also, hast Du erstmal den Switch gemacht, dass Geld weder gut noch schlecht ist, sondern einfach ein Werkzeug oder gar ein Multiplikator Deiner Tätigkeiten, werden sich für Dich ganz neue Möglichkeiten eröffnen und Du kannst – ohne angezogene Handbremse – volle Kraft Dein Leben leben.

3. „Investieren ist gefährlich und riskant“

Das ist ein sehr schwieriger Mythos, der in erster Linie dazu dient, uns klein zu halten. Die Vermittler von Finanzprodukten propagieren diesen Satz und profitieren natürlich massiv von unserer Angst und unserem mangelnden Selbstvertrauen, wenn es um Investitionen geht.

Denn so können sie uns vermeintlich „sichere“ Anlageprodukte verkaufen, die jedoch zu einem ganz anderen Risiko führen: Nach den ganzen Kosten und schlechten Renditen wird nämlich unser Geld oft weniger und nicht mehr!

Klar, investieren ist auch riskant, wenn wir es falsch angehen. Beachten wir jedoch die wichtigsten Grundsätze, ist investieren sogar deutlich weniger riskant, als sein Geld auf der Bank liegen zu lassen. Denn dort wird es von der Inflation aufgefressen.

Wenn wir in die Berichterstattung um Investments schauen, geht es meistens um das Risiko, dass einzelne Unternehmen pleite gehen und somit zu einem Totalverlust beim Anleger führen. Wirecard, Enron oder Lehman Brothers – diese Pleiten gingen durch die Presse wie nix Gutes, weil hier übrigens auch meist Lug und Betrug im Spiel war und auch der normale Privatanleger richtig viel Asche verloren hat, wenn er in die Firmen investiert hatte.

Allerdings können wir diese Gefahr tatsächlich bannen! Wie? Es ist eigentlich total simpel und logisch: Indem wir in sehr viele Firmen investieren. Am besten eignen sich Fonds dafür, da diese Tausende von Aktien beinhalten können.

Unter den Fonds wiederum sind die ETFs die Könige, weil sie am breitesten aufgestellt und gleichzeitig am kostengünstigsten sind. Hiermit kannst Du quasi die ganze Welt abbilden.

Die große Gefahr beim Investieren ist also, nicht breit genug anzulegen. Greifen wir jedoch auf globale ETFs zurück, können wir diese Gefahr komplett bannen.

Damit uns auch große Krisen am Finanzmarkt nichts anhaben können, ist es außerdem super wichtig, lange genug anzulegen. Das ist der zweite Punkt, um möglichst risikoarm unterwegs zu sein. Denn hätten wir beispielsweise unser gesamtes Vermögen 15 Jahre vor der letzten großen Bankenkrise investiert, hätten wir mitten in der Krise verkaufen können, ohne Verluste zu machen.

Also, möglichst breit gesteuert anlegen, Krisen aushalten und langfristig anlegen bannen 99% vom Risiko. Stellen wir uns so auf, brauchen wir auch keine Angst zu haben und können unseren Vermögensaufbau entspannt angehen.

4. „Geldanlage ist zu schwer und kompliziert zum selber machen“

Auch von diesem Argument profitiert die Banken- und Versicherungsindustrie. Es ist quasi ihr Fundament, um uns ihre Produkte zu verkaufen; damit erklärt sie ja, warum wir unbedingt „Experten“ brauchen.

Doch diese ETFs, von denen ich gerade gesprochen habe, ermöglichen uns, ohne jeglichen Vermittler direkt zu investieren. Das geht super easy und ist innerhalb kürzester Zeit aufgesetzt.

Mit Hilfe von kostenlosen Sparplänen können wir außerdem regelmäßig investieren, ohne uns um das Thema kümmern zu müssen. Wir brauchen nur einmal die Grundlagen zu verstehen und das wars auch schon.

Und nur, wenn Du Dich selbst kümmerst, bist Du unabhängig und flexibel und verstehst, was eigentlich mit Deinem Geld passiert. Außerdem kannst Du nur so die ruinösen Kosten sparen, die Du sonst Versicherungen und Banken in den Rachen wirfst. Und so hast Du die Möglichkeit, richtig gute Renditen zu bekommen und alles wissenschaftlich fundiert aufzubauen – ohne auf irgendeine Entwicklung spekulieren zu müssen.

So kann sich endlich ein Gefühl der Klarheit und inneren Ruhe einstellen. Dafür musst Du auch kein Experte werden, versprochen. Das ist wirklich alles für jeden mühelos & einfach erlernbar und ist in keinster Weise vergleichbar damit, sich auf einmal selbst zu operieren 😉

Verfasst von Dr. Anna Terschüren
Veröffentlichung: 16. Dezember, 2022
LETZTE AKTUALISIERUNG: 11. Dezember, 2023
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