Die fünf größten Finanzfehler der Mittelschicht

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Die folgenden Finanzfehler werden leider von der Mittelschicht ziemlich häufig begangen und so verbauen sich viele ihre finanzielle Zukunft.

Schonmal vorab: Sich nur auf die Einkünfte zu fokussieren, ist auch ein Fehler, der oft passiert.

Viele glauben ja, mehr zu verdienen sei die Lösung für alles.

„All meine Probleme lösen sich in Luft auf, sobald ich ein bisschen mehr Cash auf dem Konto habe!“

Sorry, aber wir müssen Dich enttäuschen, das wird nie passieren. Wenn Dein Bankkonto wächst, wachsen nämlich auch Deine Probleme.

Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video zum Thema an:

Klar, mehr Geld verdienen ist auf jeden Fall wichtig, aber das alleine ist nicht die Lösung. Du bist viel besser aufgestellt, wenn Du lernst, das vorhandene Geld besser zu managen. Das alleine wird Dir dabei helfen, weit besser als der Durchschnitt zu sein.

Darum kommen hier die Fehler, die Du unbedingt vermeiden solltest:

Fehler Nummer 1: Geld falsch ausgeben

Eins ist klar: Es dauert länger, Geld zu verdienen als es auszugeben. Du arbeitest Tausende von Stunden, um einen bestimmten Geldbetrag zu verdienen. Und dann haust Du alles für ein neues Auto, einen Luxusurlaub, das neuste Smartphone oder etwas anderes raus, was Du gerade unbedingt haben willst.

Aber zum Frugalisten zu werden ist auch keine Lösung. Wenn Du sparst, wo es nur geht und Dir alles verkneiftst, hast Du auch kein dolles Leben.

Vielmehr solltest Du herauszufinden, welche Ausgaben Dir wirklichen einen fetten Mehrwert bringen und auf der anderen Seite die eliminieren, die Dir nur kurz Freude bereiten. Ganz simpel.

Entscheidend ist dabei, zu differenzieren, was Dich wirklich langfristig glücklich macht und nicht auf Dein Ego zu hören, was immer Sachen haben will, damit es vor anderen gut dasteht.

Dazu gehört natürlich erst einmal etwas Achtsamkeit, wenn Du anfängst, Dich zu beobachten, wie es Dir nach einer Ausgabe geht. Aber das ist echt ein super wichtiger Schlüssel.

Also, wer wohlhabend ist, braucht weniger bzw. will weniger, als er einnimmt. Das ist total logisch.

Das haben die Stoiker schon vor Tausenden von Jahren gesagt: Wahre Freiheit kommt davon, weniger zu wollen.

Fehler Nummer 2: Keine Ahnung von der Wirtschaft haben

Wann gehen die Zinsen hoch? Wann gehen sie runter? Was hat das mit der Inflation zu tun? Wie hängen Risiko und Rendite zusammen? Was sind Anleihen, was sind Aktien? Wie sehen Marktzyklen aus?

Warum kollabiert die Wirtschaft in der Regel immer wieder? Was sind Schulden? Wer druckt Geld und warum?

Wir könnten die Liste noch ewig fortführen, aber Du siehst schon, was ich meine.

Die Grundlagen finanzieller Bildung solltest Du drauf haben. Du musst kein Experte werden und wirst das nie hundert Prozent durchblicken, das kann eh keiner.

Aber die Zusammenhänge grundlegend zu verstehen, hilft Dir dabei, Ereignisse richtig einzuschätzen und schützt Dich insbesondere davor, in Panik zu verfallen, wenn die Leute in den Nachrichten oder Deine Nachbarin wieder den Weltuntergang prophezeien.

Panik vermeiden zu können ist wirklich wichtig, damit man rational handeln kann. Immer wieder in die Vogelperspektive zu gehen und sich nicht in Momentaufnahmen zu verlieren ist eine absolute Grundvoraussetzung, um überhaupt wohlhabend werden zu können.

Lad Dir als Einstiegshilfe sozusagen am besten unseren Finanzfahrplan runter, der die wichtigsten Aspekte erklärt und mit vielen Mythen aufräumt.

Fehler Nummer 3: Konsumschulden machen

Konsumschulden zerstören Deine Finanzen wie nichts anderes.

Leih Dir niemals Geld, um ein Auto, irgendwelche technischen Spielereien oder irgendwas anderes, das kontinuierlich an Wert verliert, zu kaufen.

Das ist nämlich genau das, was die Millionäre von der Mittelschicht unterscheidet.

Schulden sind an sich nicht immer schlecht. Wenn Du damit Deine Ausbildung finanzierst oder vielleicht ein Business startest, kann das Sinn machen, aber dafür gibt es Regeln, die es einzuhalten gilt. Überlege auch dann wirklich sorgfältig, bevor Du Dich verschuldest.

Geld leihen ist nie kostenlos.

Fehler Nummer 4: Nichts investieren

Je mehr Du sparen kannst, desto früher hast Du ein finanziell freies Leben. Wenn Du mit wenig glücklich bist, bist Du schneller am Ziel, als die Leute, die hauptsächlich konsumieren.

Das liegt an zwei Dingen: Zum einen kannst Du viel leichter sparen, weil Du eben nicht so viel ausgibst, zum anderen brauchst Du aber auch gar nicht so viel auf der Seite zu haben, um Deinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Falle dabei aber bitte nicht in die oben schon erwähnte Frugalisten-Falle und spar an allen Ecken und Enden. Du sollst Dein Leben genießen! Dazu gehört auch, Geld sinnvoll für Dich zu nutzen.

Erinnere Dich daran, dass Du herausfinden musst, welche Ausgaben Dich glücklich machen und bei den anderen Sachen sparst Du, was das Zeug hält.

Das Geld, was Du sparst, legst Du am besten in global gestreute ETFs an. Das ist ein simple, wissenschaftlich fundierte Strategie, die sich seit Jahrzehnten am besten bewährt hat, um sein Vermögen aufzubauen.

Hast Du viel Zeit, bis Du das Geld brauchst, hilft Dir der Zinseszins außerdem enorm und Du musst viel weniger für Deinen Wohlstand tun als andere.

Wartest Du jedoch immer nur auf den idealen Einstiegszeitpunkt, den man eh immer erst hinterher kennt, entgeht Dir komplett die Power des Zinseszins und Du bleibst viel länger im Hamsterrad als nötig.

Fehler Nummer 5: Keine langfristige Strategie verfolgen

Dieser Blogbeitrag ist nicht für DayTrader. Wir investieren langfristig – nicht um heute oder morgen oder in einem Jahr viel Geld zu machen (das geht eh nicht ohne enorm viel Risiko einzugehen), sondern über Jahrzehnte ein solides Vermögen aufzubauen.

Damit am Ende aber auch ordentlich was da ist, müssen wir natürlich Geld verdienen. Denn allein durch die beste Investmentstrategie ist noch niemand reich geworden, man muss auch ordentlich was verdienen und zur Seite legen können.

Wir persönlich fokussieren uns darauf, unsere Fähigkeiten zu verbessern und verschiedene Einkommensströme zu generieren. Wir geben am meisten Geld für unsere Bildung aus, weil wir glauben, dass bessere Fähigkeiten zu mehr Einkommen führen. Ist ja logisch: Sind wir in der Lage, einen größeren Wert für die Gesellschaft zu liefern, werden wir auch mehr verdienen.

Mehrere Einkommenströme helfen uns auch, Risiken zu minimieren. Fällt mal ein Einkommensstrom weg, schockt uns das nicht so.

Die beste Frage, die Du Dir also heute stellen kannst, lautet: „Bin ich in der Lage, Werte zu schaffen?“

Wenn Deine Antwort „Nein“ lautet, ist Deine erste Aufgabe die Antwort in ein „Ja“ zu verwandeln. Lass Dich da von erfolgreichen Leuten inspirieren. Lies Bücher und setz die Dinge darin um. Probier Sachen aus und finde heraus, was zu Dir passt, was richtig für Dich ist. Sprich mit Leuten, die da sind, wo Du hinwillst.

Bonus-Fehler: Abwarten

„Okehhh, nächste Woche fang ich an“ – gibts bei uns nicht. Dein Leben ist die Summe aus den Tagen wie heute. „Morgen fang ich an“ ist wie die Schilder „Morgen gibt’s Freibier“ in so mancher Kneipe.

Das wird nie passieren.

Jeden Tag einen kleinen Schritt zu machen wird dazu führen, dass Du in ein paar Jahren zurückschaust und denkst: “ Krass, was alles passiert ist“.

Wenn Du jeden Tag nichts machst, denkst Du: „Mist, hätte ich mal damals angefangen“.

Du siehst, die bisherigen Fehler gehen kaum ums mehr Verdienen. Einkommensströme sind super wichtig. Aber bevor Du Dich auf diese fokussierst, schau, dass Du die eben genannten Fallstricke verinnerlicht hast und sie vermeidest, in dem Du lernst, wie Du mit Deinem vorhandenen Geld am besten umgehst.

Verfasst von Dr. Anna Terschüren
Veröffentlichung: 01. Oktober, 2022
LETZTE AKTUALISIERUNG: 15. November, 2022
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