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	<title>Altersvorsorge Archives &#8226; LazyInvestors</title>
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	<title>Altersvorsorge Archives &#8226; LazyInvestors</title>
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		<title>Staatliche ETF-Förderung für Selbstständige &#8211; DAS musst Du jetzt wissen</title>
		<link>https://lazyinvestors.de/etf-foerderung-selbststaendige/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2026 09:47:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge-Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt demnächst eine neue, staatliche ETF-Förderung für Selbstständige: Du legst 150 Euro im Monat privat in ETFs an und der Staat schiebt Dir nochmal 45 Euro dazu. In manchen Berichten und Rechnern sieht das nach einem richtig guten Deal aus. Aber die Realität zeigt: Wer hier nicht richtig hinguckt, kriegt nicht nur weniger Geld [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Es gibt demnächst eine neue, staatliche ETF-Förderung für Selbstständige: Du legst 150 Euro im Monat privat in ETFs an und der Staat schiebt Dir nochmal 45 Euro dazu. In manchen Berichten und Rechnern sieht das nach einem richtig guten Deal aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Aber</em> die Realität zeigt: Wer hier nicht richtig hinguckt, kriegt nicht nur weniger Geld als gedacht, sondern zahlt sogar kräftig drauf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Du das Meiste aus der neuen staatlichen Förderung rausholst und worauf Du unbedingt achten musst, schauen wir uns jetzt genauer an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video oder hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an:</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Was ist das Altersvorsorgedepot?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Konkret geht es um das neue Altersvorsorgedepot der Bundesregierung. Das ist ein spezielles Depot, in das Du monatlich einzahlen kannst – zum Beispiel in einen Welt-ETF auf den MSCI ACWI oder FTSE All-World. Der Staat legt was dazu, Du kannst die Einzahlungen von der Steuer absetzen und während der gesamten Ansparphase fallen keine Steuern an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird drei Varianten geben: Garantieprodukte mit einer Beitragsgarantie, ein Standardprodukt für Einsteiger und eben das Altersvorsorgedepot ohne Garantie, in dem Du selbst in ETFs und Fonds investieren kannst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Letzteres ist das einzige, was aus unserer Sicht Sinn macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn die Geschichte hat immer wieder gezeigt: Garantien sind nicht nur komplett unnötig, wenn man lang genug anlegt, sondern kosten massiv Rendite. Bei Riester hat die Beitragsgarantie dazu geführt, dass das Geld großteils in „sichere“ Anlagen statt in Aktien floss – mit dem Ergebnis, dass <a href="https://www.finanzwende.de/themen/verbraucherschutz/riester-rente/riester-und-rueruprenten-leider-teuer">Riester-Verträge laut einer Finanzwende-Untersuchung</a> im Schnitt nur 1,1 bis 1,7 Prozent Rendite bringen. Nach Inflation bleibt davon real also <em>nichts</em> übrig!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und beim Standardprodukt hat der Anbieter einen großen Teil der Anlageentscheidung in der Hand. Du hast viel weniger Kontrolle darüber, was da eigentlich in Deinem Depot landet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also bleibt nur das Altersvorsorgedepot ohne Garantie als sinnvolle Variante, da Du selbst entscheidest, was reinkommt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum gerade Selbstständige diese Förderung brauchen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ok, los geht es am 1. Januar 2027. Und im ursprünglichen Gesetzentwurf war das Ganze nur für Angestellte und Co. vorgesehen – also vor allem für Pflichtversicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung. Wir Selbstständigen waren raus. Ausgerechnet die Gruppe, die private Altersvorsorge am dringendsten braucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn Angestellte müssen sich um die <em>Basis</em> ihrer Altersvorsorge nicht kümmern. Nehmen wir eine Angestellte, 35 Jahre alt, 55.000 Euro brutto im Jahr. Für sie gehen jeden Monat 852 Euro in die gesetzliche Rentenversicherung. Die Hälfte davon, also 426 Euro, zahlt ihr Arbeitgeber. Sie muss dafür nichts tun und nichts entscheiden. Das läuft einfach.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/01-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du.png" alt="Beispiel Angestellte: 35 Jahre, 55.000 € Einkommen, 852 € Rentenbeitrag im Monat, davon 426 € vom Arbeitgeber und 426 € Eigenanteil" class="wp-image-23445" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/01-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/01-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du-300x169.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/01-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du-768x432.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/01-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du-1536x864.png 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bei uns Selbstständigen läuft gar nichts von alleine. Die meisten von uns müssen nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Da ist auch kein Arbeitgeber, der die Hälfte drauflegt, und niemand zweigt automatisch etwas von unseren Einnahmen ab. Wenn Du in diesem Monat nichts zurücklegst, dann fehlt Dir dieser Monat im Alter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt kommt aber der Teil, der in der Debatte fast immer untergeht. Von den 852 Euro der Angestellten wird kein einziger Cent angelegt. Was diesen Monat in die Rentenkasse reinkommt, geht direkt wieder raus an die heutigen Rentner. Dafür bekommt man als Angestellter Rentenpunkte, also das Versprechen, dass die nächste Generation später auch für einen selbst zahlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rechnen wir mal aus, was dieses Versprechen wert ist. Zahlt die Angestellte 32 Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung ein, mit Gehaltssteigerungen von zwei Prozent pro Jahr, kommt sie später auf rund 960 Euro Netto-Rente, also nach Sozialabgaben und Steuern und – ganz wichtig – nach Inflation! Denn nur, wenn wir die abziehen, können wir auch beurteilen, was die Rente künftig wirklich wert sein wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So, in die Rentenkasse sind dann in dieser Zeit rund 327.000 Euro geflossen, wenn wir hier ebenfalls die Inflation abziehen, also das in heutiger Kaufkraft betrachten. Daraus folgt, dass die Person selbst mit Blick auf die Brutto-Rente etwa 90 Jahre alt werden muss, um überhaupt erstmal das rauszubekommen, was für sie eingezahlt wurde!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und jetzt stecken wir dieselben 852 Euro jeden Monat in einen weltweiten Aktien-ETF, ebenfalls über 32 Jahre. Daraus werden rund 830.000 Euro in heutiger Kaufkraft. Wenn Du davon 23 Jahre lang lebst, also bis 90, und in der Rente sogar die Hälfte in risikoarme Bausteine anlegst, bekommst Du rund 3.400 Euro im Monat raus – und zwar ebenfalls netto und inflationsbereinigt. Das ist fast das Vierfache der Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung!</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/02-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du.png" alt="Gesetzliche Rente vs. Welt-ETF: bei 852 € im Monat über 32 Jahre 960 € gegenüber 3.400 € Netto-Rente im Monat" class="wp-image-23446" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/02-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/02-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du-300x169.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/02-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du-768x432.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/02-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du-1536x864.png 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Klar, ganz fair ist der Vergleich nicht. Die gesetzliche Rente läuft nämlich sicher bis zum Tod. Beim ETF hingegen ist nichts davon garantiert, <em>aber</em> Du kannst dafür sorgen, dass Dir das Geld <em>trotzdem</em> nicht ausgeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erklär mal, wie. Also, wenn zu Beginn der Entnahme ein paar schlechte Börsenjahre kommen und Du nur Aktien hättest, müsstest Du viele Anteile zu niedrigen Kursen verkaufen. Die würden Dir später fehlen, selbst wenn sich der Markt wieder erholt. Und das kann dazu führen, dass Dein Depot viel zu schnell aufgebraucht wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb empfehlen wir, in der Rente unbedingt einen ordentlichen Teil in risikoarmen Anlageklassen zu halten, also in Bankguthaben und sehr sicheren Staatsanleihen. In unserer Beispielrechnung stecken die bereits mit 50 Prozent drin. Aus dem Teil lebst Du in den schlechten Börsenjahren und lässt die Aktien in Ruhe. Damit sinkt das sogenannte Renditereihenfolgerisiko ganz erheblich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Worauf will ich eigentlich mit dem ganzen Gerechne hinaus? Für uns Selbstständige ist es ein absoluter <em>Segen</em>, dass wir nicht in die gesetzliche Rente einzahlen müssen. Wir können dasselbe Geld nämlich gescheit <em>anlegen</em>, damit es für uns arbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber es gibt niemanden, der Dich dazu zwingt, also musst Du Dich jeden Monat selbst zwingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Private Altersvorsorge ist für uns deshalb auch kein nettes Extra, sondern das <em>Fundament</em>. Umso bitterer, dass der Staat uns beim Fördern bisher weitgehend allein gelassen hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rürup: So lief staatliche Förderung bisher</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Angestellte ersetzt das neue Depot übrigens die Riester-Rente – ab 2027 gibt es keine neuen Riester-Verträge mehr. Für uns Selbstständige gibt es bisher nur Rürup, und das bleibt auch nach 2027 bestehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rürup funktioniert so: Ein Anbieter – wie eine Versicherung – legt Dein Geld am Kapitalmarkt an und packt einen Versicherungsmantel drumherum. Dafür kannst Du die Einzahlungen von der Steuer absetzen. Klingt erstmal vernünftig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse sind es aber so <em>gar</em> nicht. Finanzwende hat sich <a href="https://www.finanzwende.de/themen/verbraucherschutz/riester-rente/riester-und-rueruprenten-leider-teuer">78 Rürup-Tarife vorgenommen</a> und geprüft, was für die Sparer dabei herumkommt. Das Ergebnis ist wirklich krass: Um Deine Einzahlungen samt Inflationsausgleich überhaupt nur rauszubekommen, musst Du im Schnitt 96 Jahre alt werden. Der Hauptgrund sind die hohen Kosten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut der Studie landen im Schnitt 45 Prozent des eingezahlten Geldes beim Anbieter. Und der schöne Steuervorteil, mit dem Rürup immer beworben wird, nützt Dir nichts, wenn die Kosten vorher die Rendite auffressen. Es zählt einzig, was <em>netto</em> bei Dir ankommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau deshalb ist das Altersvorsorgedepot für uns Selbstständige tatsächlich ein Fortschritt: endlich echte ETFs mit Förderung, ohne teuren Versicherungsmantel. Aber ob es sich <em>wirklich</em> lohnt, das entscheiden ein paar Details. Fangen wir bei der Förderung an.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Förderung im Altersvorsorge-Depot</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du kannst bis zu 1.800 Euro im Jahr gefördert einzahlen, also 150 Euro pro Monat. Gefördert heißt: Darauf bekommst Du Zulagen vom Staat. Für jeden Euro auf die ersten 360 Euro gibt es 50 Cent dazu, das sind maximal 180 Euro. Auf die nächsten 1.440 Euro gibt es je 25 Cent, also nochmal bis zu 360 Euro. Macht zusammen 540 Euro Zulage pro Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du zahlst also 150 Euro im Monat ein und der Staat schiebt Dir 45 Euro pro Monat dazu. Insgesamt landen 195 Euro pro Monat in Deinem Depot. Hast Du Kinder, kommt obendrauf noch eine Kinderzulage: bis zu 300 Euro pro Kind und Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann gibt es während der Ansparzeit noch einen Steuervorteil: Du kannst Deine Einzahlung plus Zulage als Sonderausgaben in der Steuererklärung angeben. Gerade für Selbstständige mit schwankenden Gewinnen lohnt sich das: Je höher Dein Steuersatz in einem Jahr ist, desto mehr bringt Dir der Abzug in genau diesem Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt lautet aber die große Frage: Wie viel Rente kommt dabei am Ende raus?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vergleichsrechnung AV-Depot vs. eigenes ETF-Depot</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nehmen wir die gleichen Annahmen wie bei unserer Rechnung von eben. Unsere Beispielperson ist also 35 Jahre alt und macht heute 55.000 Euro Gewinn vor Steuern im Jahr – genauso viel wie die Angestellte von vorhin, nur eben selbstständig. Sie legt ab heute 32 Jahre lang 600 Euro pro Monat in ETFs an, also bis sie 67 ist. Danach wird das Kapital über 18 Jahre ausgezahlt, denn beim Auszahlplan im Altersvorsorgedepot muss das Geld bis mindestens 85 reichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schauen wir also erstmal, was dabei rauskommt, wenn die 600 Euro in Dein eigenes ETF-Depot gehen. Während der Haltedauer zahlst Du die Vorabpauschale – das ist eine kleine Steuer, die im Regelfall <em>auch</em> anfällt, wenn Du nichts verkaufst. Am Ende zahlst Du Abgeltungssteuer auf Deine Gewinne, allerdings mit 30% Teilfreistellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also 30% Deiner Gewinne bleiben von vornherein steuerfrei, so ist das für Aktien-ETFs vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wir rechnen mit 0,07% Kosten pro Jahr – dafür bekommst Du heute einen soliden Welt-ETF.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Ergebnis bekommst Du netto rund 3.380 Euro pro Monat – und zwar in heutiger Kaufkraft, also nach Abzug der Inflation. Das ist ja schonmal ordentlich!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und jetzt das Altersvorsorgedepot im Vergleich:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier zahlst Du 150 Euro ins Altersvorsorgedepot und die restlichen 450 Euro weiter ins eigene ETF-Depot. Der Unterschied hängt also allein an den geförderten 150 Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie viel von der Förderung bei Dir ankommt, entscheiden die Kosten Deines Anbieters. Und ganz wichtig: In den folgenden Zahlen ist die Steuererstattung mit drin! Wir gehen also davon aus, dass Du sie jedes Jahr in Dein ETF-Depot reinvestierst, statt sie auszugeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im besten Fall nimmt Dein Anbieter für Depot und Sparplan nichts, und Du zahlst nur die 0,07 Prozent für den Welt-ETF, genau wie in Deinem eigenen Depot. Dann kommst Du auf rund 3.540 Euro netto pro Monat. Das sind rund 160 Euro mehr als im eigenen Depot – und zwar jeden Monat, 18 Jahre lang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und so ein Angebot gibt es nicht nur in der Theorie. <a href="https://www.finanzen.net/zero/altersvorsorgedepot/">finanzen.net ZERO</a>, deren <a href="https://lazyinvestors.de/finanzennet" data-type="link" data-id="https://lazyinvestors.de/finanzennet" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">normales Depot wir ohnehin empfehlen</a>*, wirbt schon jetzt damit, das Altersvorsorgedepot gebührenfrei anzubieten. Bei <a href="https://de.scalable.capital/altersvorsorgedepot">Scalable Capital</a> und <a href="https://www.smartbrokerplus.de/de-de/altersvorsorgedepot/">Smartbroker+</a> sollen Depot, Sparplan und später auch der Auszahlplan nichts kosten. Dann zahlst Du nur noch den ETF selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So, und jetzt schauen wir mal, wie teuer es wird, wenn wir in den gleichen ETF investieren, aber über einen Versicherer oder „Berater“ mit 1,5 Prozent Kosten im Jahr. Die <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/altersvorsorge/neues-altersvorsorgedepot-rentenchance-oder-teure-verkaufsfalle-118178">Verbraucherzentrale</a> rechnet bei solchen „Premium“-Angeboten mit Garantie oder Betreuung sogar mit bis zu 2,5 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber selbst bei „lediglich“ 1,5 Prozent Kosten bleiben Dir nur etwa 3.270 Euro. Das sind gut 100 Euro <em>weniger</em> als im eigenen ETF-Depot ganz ohne Förderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also wurde die gesamte Zulage von den Kosten aufgefressen und Du zahlst quasi noch drauf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen dem gebührenfreien und dem teuren Anbieter liegen also rund 270 Euro mehr oder weniger Rente im Monat, bei derselben Förderung und demselben ETF. Der Kipppunkt liegt in unserem Beispiel bei knapp 0,9 Prozent Kosten. Darunter lohnt sich das Altersvorsorgedepot, darüber nicht.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/04-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du.png" alt="ETF-Depot vs. Altersvorsorgedepot mit angelegter Steuererstattung: 3.380 €, 3.540 € gebührenfrei und 3.270 € bei 1,5 % Kosten, Kipppunkt 0,9 %" class="wp-image-23447" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/04-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/04-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du-300x169.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/04-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du-768x432.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/04-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du-1536x864.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aber jetzt kommt der Haken: Diese Zahlen gelten nur, wenn Du die Steuererstattung jedes Jahr konsequent reinvestierst. Und wer macht das wirklich? Wer bekommt im Sommer seinen Steuerbescheid und schiebt die 200, 300 Euro sofort in den ETF? Die meisten Leute geben das Geld aus. Und dann sieht die Rechnung <em>ganz</em> anders aus:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim gebührenfreien Anbieter bleiben statt 160 nur noch knapp 60 Euro mehr übrig. Beim teuren fehlen Dir sogar über 200 Euro. Und der Kipppunkt rutscht von knapp 0,9 auf rund 0,3 Prozent. Dann lohnt sich das Altersvorsorgedepot nur noch, wenn außer den ETF-Kosten wirklich kaum etwas anfällt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/05-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du.png" alt="Was von der Förderung übrig bleibt: mit angelegter Erstattung +160 € bzw. −100 €, ohne Anlage +60 € bzw. −200 €, Kipppunkt sinkt von 0,9 % auf 0,3 %" class="wp-image-23448" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/05-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/05-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du-300x169.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/05-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du-768x432.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/10/05-staatliche-etf-foerderung-fuer-selbststaendige-das-musst-du-1536x864.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht fragst Du Dich jetzt: Warum ist da nicht <em>mehr</em> drin, bei der ganzen Förderung? Das liegt an der Deckelung. Zulagen gibt es nur auf 150 Euro im Monat. Die Förderung wirkt also nur auf einem Viertel Deiner Sparrate.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens, falls Du selbst mal rechnen willst, ob sich das Altersvorsorgedepot für Deine persönliche Situation und Sparraten lohnt, dann nutze unseren <a href="https://lazyinvestors.de/altersvorsorgedepot-rechner/">Rechner</a> hier.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weitere Nachteile des AV-Depots</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Kosten und Steuererstattung gibt es noch zwei weitere Haken, über die kaum jemand spricht. Bei beiden geht es um Deine Flexibilität:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erstens ist Dein Geld im Altersvorsorgedepot bis mindestens 65 quasi gesperrt. Es gibt keine vorzeitige Entnahme und keinen Zugriff in Notfällen – es sei denn, Du kaufst oder baust eine selbstgenutzte Immobilie. Wenn Du aus anderen Gründen vorher ranmusst, wird die Kündigung förderschädlich. Das bedeutet, Du zahlst alle Zulagen und Steuererstattungen zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau hier legst Du Dich als Selbstständiger völlig unnötig fest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben keinen Renteneintritt, der von außen vorgegeben ist. Viele wollen mit Ende 50 oder Anfang 60 kürzertreten, den Betrieb übergeben oder verkaufen und dann von ihrem Vermögen leben. Das Altersvorsorgedepot interessiert das nicht: Vor 65 kommst Du nicht ran, ohne die komplette Förderung zurückzuzahlen. Wann Du mit dem Entnehmen anfängst, entscheidest also nicht Du, sondern das Gesetz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweitens schreibt Dir das Altersvorsorgedepot vor, wie Du Dein Geld bekommst, also als Auszahlplan bis mindestens 85 oder als lebenslange Rente über eine Versicherung. Du kannst Dir zu Beginn maximal 30% auf einen Schlag auszahlen lassen. Wenn Du das machst, hat das aber einen riesigen Nachteil: Im Altersvorsorgedepot zahlst Du auf die <em>gesamte</em> Auszahlung Deinen persönlichen Steuersatz, also auf Einzahlungen, Zulagen und Gewinne. Im eigenen Depot wären es nur die Gewinne, und davon dank Teilfreistellung auch nur 70 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Dir nun 30 Prozent auf einen Schlag auszahlen lässt, landet das alles in einem einzigen Steuerjahr und kann Dich locker in den Spitzensteuersatz treiben. Je nach Höhe wird das also <em>richtig</em> teuer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Rest bekommst Du als monatliche Auszahlung – da hast Du keine Wahl. Im normalen ETF-Depot entscheidest <em>Du</em>, wann Du wie viel entnimmst, und die Steuer ist immer gleich: Abgeltungssteuer auf die Gewinne, fertig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was das Altersvorsorgedepot NICHT löst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tja. Über 100 Seiten Gesetz. Drei Produktvarianten mit unterschiedlichen Regeln. Zwei Zulagenstufen plus Kinderzulage plus Günstigerprüfung. Mehrere verschiedene Besteuerungen, je nachdem, ob Du gefördert oder ungefördert eingezahlt hast und ob Du Dir das Geld monatlich oder auf einen Schlag auszahlen lässt. Dazu eine Entnahmesperre bis 65 mit Ausnahme für Immobilien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das alles für einen ETF-Sparplan mit staatlicher Förderung. Willkommen in Deutschland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wie bei allen staatlich geförderten Produkten hierzulande: Es wird <em>so</em> kompliziert gemacht, dass Du nur schwer erkennen kannst, welche Nachteile entstehen. Und diese Intransparenz hat schon Riester, Rürup und die betriebliche Altersvorsorge zu Goldeseln für die Finanzindustrie gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was bei der ganzen Debatte aber am meisten untergeht: Das Altersvorsorgedepot beantwortet Dir kein bisschen die Fragen, auf die es wirklich ankommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In welche ETFs solltest Du eigentlich investieren? Solltest Du neben Aktien-ETFs auch in risikoarme Anlageklassen investieren – und wenn ja, wie gewichtet? Wie steht es um Deine Risikotragfähigkeit, also emotional und real? Hast Du genug Hintergrundwissen, um die nächste Krise auszuhalten, ohne panisch Dein Depot förderschädlich aufzulösen? Wie passt Du Dein Portfolio an, wenn die Rente naht? Und, das hatten wir ja gerade schon: Wie viel musst Du <em>insgesamt</em> investieren, damit es später reicht?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Fragen sind <em>viel</em> wichtiger als die Frage, ob Du 45 Euro Zulage im Monat mitnimmst oder nicht. Und die Antworten darauf findest Du in keinem Gesetzestext.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau für diese Fragen haben wir unser kostenloses <a href="https://lazyinvestors.de/webinar/">Webinar</a> gemacht. Danach hast Du ein umfassendes Verständnis davon, worauf es bei der Altersvorsorge wirklich ankommt. Schau es Dir mal an.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Also, wie solltest Du als Selbstständiger vorgehen, wenn das Altersvorsorgedepot im Januar startet?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erstens: Such Dir einen Anbieter, bei dem außer den ETF-Kosten nichts anfällt, fürs Ansparen <em>und</em> fürs Auszahlen. Und schieb die Steuererstattung jedes Jahr in Dein ETF-Depot. Nur dann kommen die rund 160 Euro mehr pro Monat aus unserem Beispiel auch bei Dir an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweitens: Zahl nicht mehr als die geförderten 150 Euro im Monat ins Altersvorsorgedepot ein. Alles über die geförderten 150 Euro gehört in Dein eigenes ETF-Depot. Da kommst Du jederzeit dran, und das ist für uns Selbstständige besonders wertvoll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Drittens, und das ist der wichtigste Rat von allen: Warte nicht auf den Staat. Jedes Jahr, das Du wartest, kostet Dich bares Geld. Und ob Du künftig zusätzlich 150 Euro in ein gefördertes Depot steckst, kannst Du dann immer noch entscheiden. Aber Dein eigenes ETF-Depot ist und bleibt die Basis – denn da bestimmst <em>Du</em>, was wann mit Deinem Geld passiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grundidee des Altersvorsorgedepots ist wirklich besser als alles, was der Staat uns Selbstständigen bisher angeboten hat. Aber wie so oft wird es so verkompliziert, dass am Ende kaum jemand durchblickt. Und genau das ist gefährlich, denn wer nicht durchblickt, kann auch nicht beurteilen, ob sich etwas lohnt oder zum Beispiel die Kosten zu hoch sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Apropos Kosten: Rund um das Altersvorsorgedepot werden sich garantiert wieder Versicherer und „Berater“ positionieren – die Dir übrigens auch heute schon teure Rürup-Produkte als „staatlich geförderten ETF-Sparplan“ verkaufen wollen. Warum das fast immer ein schlechter Deal ist und wie Du solche Angebote erkennst, liest Du in unserem Artikel <a href="https://lazyinvestors.de/staatliche-forderung-etf/">Steuern sparen bei der ETF-Anlage? Vermeide unbedingt diesen Fehler!</a>.</p>
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		<title>ETF für 5 € statt 30 €: 6x mehr Dividende?</title>
		<link>https://lazyinvestors.de/etf-hoher-oder-niedriger-kurs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2026 08:15:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge-Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lazyinvestors.de/?p=23310</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bekommst Du bei einem ETF für 5 Euro sechsmal so viele Dividenden wie bei einem ETF für 30 Euro? Schließlich gibt es beim günstigeren für dasselbe Geld sechsmal so viele Anteile. Und hast Du nicht sogar mehr von Kursgewinnen, wenn Du mehr Anteile hast? Was da dran ist, klären wir heute. Dazu haben wir eine [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bekommst Du bei einem ETF für 5 Euro sechsmal so viele Dividenden wie bei einem ETF für 30 Euro? Schließlich gibt es beim günstigeren für dasselbe Geld sechsmal so viele Anteile. Und hast Du nicht sogar mehr von Kursgewinnen, wenn Du mehr Anteile hast? Was da dran ist, klären wir heute.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu haben wir eine Frage von Nadia bekommen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Liebe Anna, lieber Eddy, meine Frage bezieht sich auf den Preis beziehungsweise Kurs eines ETFs. In eurer Schulung sagt ihr, dass der aktuelle Kurs für die Kaufentscheidung irrelevant ist. Einige ETFs kosten aber zum Beispiel 5 €, andere um die 30 €. Ich diskutiere im Bekanntenkreis immer wieder mit jemandem, der meint, der Preis sei doch relevant. Das Argument: Für das gleiche Geld kann man viel mehr Anteile an dem günstigeren ETF kaufen. Wenn beide ausschüttend sind, gewinnt man beim günstigeren mehr, weil man viel mehr Anteile hat. Angenommen, beide ETFs sind komplett gleich, wäre der Kurs dann nicht doch ein Kriterium?<br><br>– Nadia</p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den ersten Blick erscheint das logisch. Also für 600 Euro beispielsweise bekommst Du vom 5-Euro-ETF 120 Anteile. Vom 30-Euro-ETF nur 20. Und die Ausschüttungen gibt es ja pro Anteil. Also 120 Ausschüttungen statt 20, das klingt nach einem klaren Sieger…</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Keine Lust zu lesen? Hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an:</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Aber da klingt bei Dir ja schon ganz viel Skepsis durch. Sind 120 Anteile wirklich besser als 20? Und wenn nicht – wie kann das sein?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um das zu verstehen, müssen wir uns kurz anschauen, was so ein ETF-Anteil eigentlich ist. Ein ETF ist ja ein großer Topf voller Aktien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und damit man etwas von diesem Topf kaufen kann, wird er in Anteile aufgeteilt. In wie viele, das legt der Anbieter am Anfang einfach fest. Der eine teilt seinen Topf in 5-Euro-Stücke, der andere in 30-Euro-Stücke. Das ist eine reine „Verpackungsgröße“ und sagt nichts darüber aus, ob der ETF billig oder teuer ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist wie bei einer Pizza: Ob Du sie in 8 oder in 16 Stücke schneidest – es bleibt die gleich große Pizza. Mit 16 Stücken hast Du nicht mehr zu essen. Die Stücke sind nur kleiner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Machen wir das mal ganz konkret mit unseren 600 Euro. Egal welchen der beiden ETFs Du kaufst, danach gehören Dir Aktien im Wert von 600 Euro. Einmal verpackt in 120 kleine Stücke, einmal in 20 große. Jetzt haben die Aktien ein gutes Jahr und steigen um 10 Prozent. Dann ist auch Dein Depot ein Zehntel mehr wert, nämlich 660 Euro. Und zwar in beiden Fällen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim 5-Euro-ETF ist jedes Deiner 120 Stücke jetzt 5,50 Euro wert, beim 30-Euro-ETF jedes Deiner 20 Stücke 33 Euro. Rechne das gern nach; beides ergibt 660 Euro. Für Deinen Gewinn zählt also nur, wie viel <em>Geld</em> Du angelegt hast und um wie viel <em>Prozent</em> es gewachsen ist. In wie viele Stücke es dabei verpackt war, ist völlig egal.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ok, macht Sinn mit Blick auf die Kursgewinne. Aber wie verhält es sich bei den Ausschüttungen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz genauso, und das können wir ja auch einmal durchrechnen: Sagen wir, die Firmen im ETF zahlen dieses Jahr Dividenden, und insgesamt macht das 2 Prozent aus. 2 Prozent von Deinen 600 Euro sind 12 Euro. Beim 5-Euro-ETF verteilen sie sich auf Deine 120 Anteile, da bekommt also jeder Anteil 10 Cent. Beim 30-Euro-ETF verteilen sie sich auf Deine 20 Anteile, da bekommt jeder 60 Cent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und was landet am Ende bei Dir? 120 mal 10 Cent sind 12 Euro. 20 mal 60 Cent sind auch 12 Euro. Beim günstigen ETF bekommst Du also nicht mehr Geld. Dasselbe Geld wird nur in kleinere Häppchen aufgeteilt. Same same.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und der Anteilspreis ist längst nicht die einzige Denkfalle, in die man beim ETF-Kauf tappen kann. Falls Du schnellstmöglich Durchblick im ETF-Dschungel gewinnen willst, schau Dir mal unser kostenloses <a href="https://lazyinvestors.de/webinar-etf/">Webinar</a> hier an. Darin zeigen wir Dir, was Du alles wissen solltest, <em>bevor</em> Du in ETFs investierst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aber Moment mal, wir sagen doch selbst immer: Wenn die Kurse unten sind, bekommt man mehr Anteile fürs gleiche Geld – und das ist gut. Wie passt das jetzt zusammen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stimmt, das sagen wir, zum Beispiel im Crash, wenn die Kurse gerade gefallen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber da geht es um einen ganz anderen Vergleich. Im Crash schaust Du auf <em>denselben</em> ETF zu zwei <em>Zeitpunkten</em>: Die Aktien darin haben vor ein paar Wochen zum Beispiel noch 1.000 Euro gekostet, jetzt bekommst Du sie für 800. Die Anteile selbst sind also wirklich billiger geworden, so wie im Schlussverkauf, und genau deshalb lohnt sich das Kaufen da besonders.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Nadias Frage vergleichst Du dagegen zwei ETFs zum <em>selben</em> Zeitpunkt, mit denselben Aktien zum selben Preis darin. Da ist nichts im Angebot. Der eine ETF ist nur in kleinere Stücke aufgeteilt als der andere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um bei der Pizza zu bleiben: Im Crash ist die Pizza im Angebot. Dieselbe Pizza kostet heute weniger als letzte Woche, Du bekommst fürs gleiche Geld also wirklich mehr Pizza. Bei Nadias Frage stehen dagegen <em>heute</em> zwei gleich große Pizzen zum selben Preis nebeneinander, die eine in 8 Stücke geschnitten, die andere in 16.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und da gilt immernoch: Mehr Stücke heißt nicht mehr zu essen, die Stücke sind nur kleiner.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Worauf sollte man denn <em>dann</em> schauen, wenn man zwei ETFs auf denselben Index vergleicht?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Dinge, die wirklich einen Unterschied machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn wer auf den Anteilspreis schaut, übersieht schnell genau die Punkte, die ihn am Ende Geld kosten oder sogar echten Schaden anrichten können. Das sind vor allem die laufenden Kosten, also die TER, und die Fondsgröße. Dazu kommt das Fondsdomizil, also das Land, in dem der ETF aufgelegt ist. Bei ETFs mit viel USA drin macht das steuerlich einen Unterschied.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und natürlich ist auch die Frage wichtig, ob der ETF seine Dividenden ausschüttet oder gleich wieder anlegt, also thesauriert. Das sind die entscheidenden Unterschiede – der Anteilspreis gehört nicht dazu, der ist egal!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Und was heißt das jetzt für Nadia?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Also Nadia, Du hattest das schon richtig verstanden: Der Kurs ist <em>kein</em> Kaufkriterium. Er sagt Dir nicht, ob ein ETF billig oder teuer ist, sondern nur, in wie viele Stücke er aufgeteilt wurde. Fürs Depot zählt, wie viel <em>Geld</em> Du investierst und um wie viel <em>Prozent</em> es wächst. Auf wie viele Anteile es dabei verteilt ist, spielt keine Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht hilft Dir die Pizza ja bei der nächsten Runde im Bekanntenkreis 🙂 Und danke für die super Frage, Nadia!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und apropos zu viel bezahlen: Viele stellen ihren Sparplan auf den Monatsanfang und fragen sich dann, ob sie systematisch zu teuer kaufen, weil da alle gleichzeitig investieren. Ob an diesem Verdacht was dran ist, liest Du in unserem Artikel <a href="https://lazyinvestors.de/bester-tag-etf-sparplan/">ETF-Sparplan am Monatsanfang zu teuer?</a>.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Artikel basiert auf einer Folge unseres Podcasts. Da wir den gesprochenen Inhalt für Dich verschriftlicht haben, kann es an manchen Stellen etwas umgangssprachlicher zugehen als in einem klassischen Blogartikel.</em></p>
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		<title>Lohnen sich Small Caps im Weltportfolio wirklich?</title>
		<link>https://lazyinvestors.de/lohnen-sich-small-caps/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 11:06:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge-Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Risiko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sollte ich noch zusätzlich in Small Caps investieren? Die Frage kommt gerade ständig und scheint auch erstmal auf der Hand zu liegen: Ein weltweiter ETF auf den MSCI ACWI – also Industrie- und Schwellenländer zusammen – hat rund 2.500 Firmen drin. Das klingt nach viel, aber die ganzen kleinen Unternehmen, die sogenannten Small Caps, fehlen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Sollte ich noch zusätzlich in Small Caps investieren?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage kommt gerade ständig und scheint auch erstmal auf der Hand zu liegen: Ein weltweiter ETF auf den MSCI ACWI – also Industrie- und Schwellenländer zusammen – hat <a href="https://www.msci.com/documents/10199/255599/msci-acwi-net.pdf">rund 2.500 Firmen</a> drin. Das klingt nach viel, aber die ganzen kleinen Unternehmen, die sogenannten Small Caps, fehlen da <em>komplett</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das sind nicht ein paar hundert, sondern noch mal <a href="https://www.msci.com/documents/10199/255599/msci-acwi-imi-net.pdf">über 5.000 weitere Unternehmen</a> weltweit, also nochmal mehr als doppelt so viele.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und da denkt man sofort: „Moment, so viele Firmen lasse ich einfach aus? Die sollten doch eigentlich auch in meinem Weltportfolio sein!“ Das klingt total logisch. Aber das Thema ist kniffliger, als man denkt. Und das Ergebnis, inwieweit Small Caps Sinn machen, hat am Ende sogar uns echt überrascht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video oder hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an:</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Aber mal eins nach dem anderen, wir schauen erstmal: Was sind Small Caps denn genau?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Small Caps, auf Deutsch Nebenwerte, sind einfach die kleinen börsennotierten Firmen. Im normalen MSCI World sind die gar nicht drin und auch nicht im FTSE All-World oder MSCI ACWI, die ja noch die Schwellenländer mit dazunehmen. Die enthalten alle nur die großen und mittelgroßen Firmen. Und genau das sind tausende Firmen, die da fehlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber bei dem Thema gehen die Meinungen auseinander. Die einen sagen: „Ein Weltportfolio ist erst dann komplett, wenn auch die kleinen Firmen drin sind, sonst ignorierst Du einen ganzen Teil der Weltwirtschaft.“ Und die anderen sagen: „Mach&#8217;s Dir nicht so kompliziert, die letzten paar Prozent bringen kaum was und machen Dein Depot nur unübersichtlicher.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ich finde beide Punkte erstmal nachvollziehbar. Aber die spannende Frage ist jetzt: Was macht das eigentlich wirklich aus, wenn wir die Small Caps dazu nehmen oder weglassen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genau das rechnen wir jetzt mal aus. Dabei ist ganz wichtig: Wir arbeiten mit <em>langfristigen Durchschnittswerten</em>, nicht mit der Rendite der letzten paar Jahre. Denn was zuletzt gut oder schlecht lief, bringt uns für die nächsten 30 Jahre herzlich wenig, also hat das keine Aussagekraft für die Zukunft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gut, nehmen wir an, Du sparst 250 Euro im Monat, 30 Jahre lang, und rechnest mit einer langfristigen Rendite von 8 Prozent im Jahr. Das ist ein historischer Durchschnittswert für ein breites Weltportfolio. Ohne Small Caps landest Du damit am Ende bei rund 178.000 Euro Vermögen, und zwar in heutiger Kaufkraft, also in dem, was Du Dir davon <em>heute</em> kaufen könntest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt nehmen wir die Small Caps dazu. Die machen <a href="https://www.msci.com/documents/10199/255599/msci-world-small-cap-index.pdf">rund 14 Prozent vom ganzen Markt</a> aus, darum bekommen sie auch ein Gewicht von 14 Prozent in unserem Portfolio.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wir rechnen dabei bewusst wohlwollend: mit grob <a href="https://www.morningstar.com/alternative-investments/what-happened-size-premium">eineinhalb Prozentpunkten pro Jahr mehr Rendite</a>. Diese Zahl kommt aus den US-Börsendaten: Seit 1927 haben die kleinen Firmen dort im Schnitt 11,7 Prozent Rendite im Jahr gebracht, die großen 10,1 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur, ganz ehrlich: Dass dieser Vorsprung so in Zukunft nochmal kommt, ist ziemlich unwahrscheinlich, und zwar aus drei Gründen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erstens haben die alten Zahlen besser ausgesehen, als sie wirklich waren. Schuld sind die <a href="https://pwlcapital.com/devilish-details-can-derail-your-small-cap-stock-funds/">alten Börsen-Datenbanken</a>. Ist eine kleine Firma pleitegegangen, haben die Daten-Anbieter oft nur bis zum letzten normalen Handelstag aufgezeichnet – danach war die Aktie einfach aus der Datenbank raus. Ein Beispiel: Eine Aktie steht bei 10 Euro, dann geht die Firma pleite und die Aktie ist so gut wie nichts mehr wert. In der Datenbank steht aber weiter die 10 – der Absturz auf fast null taucht nirgendwo auf. Genau der <em>schlimmste</em> Teil des Verlusts fehlt also. Wer damit später die Small-Cap-Rendite berechnet hat, hat die dicksten Pleiten schlicht übersehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und weil fast immer <em>kleine</em> Firmen so von der Börse verschwinden, standen ausgerechnet die auf dem Papier zu <em>gut</em> da. Als Forscher diese Lücken später gestopft haben, war ein gutes Stück vom Vorsprung dadurch weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweitens kam ein großer Teil des Vorsprungs, der dann noch übrig war, aus einem einzigen Effekt: Übernahmen. Kleine Firmen werden viel häufiger von großen Konzernen aufgekauft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wer eine Firma übernehmen will, muss den Aktionären mehr bieten, als die Aktie gerade kostet, sonst verkauft ja keiner. Im Schnitt liegt darum so ein Übernahme-Angebot um die 30 Prozent über dem aktuellen Kurs. Sobald das Angebot auf dem Tisch liegt, springt der Aktienkurs ungefähr auf dieses Niveau, und alle, die die Aktie im Depot haben, machen auf einen Schlag ordentlich Gewinn. Genau diese Kurssprünge haben die Small-Cap-Rendite kräftig nach oben gezogen. <a href="https://www.morningstar.com/alternative-investments/what-happened-size-premium">Rechnet man sie raus</a>, bleibt vom Vorsprung fast nichts übrig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und drittens, ganz praktisch: Die schönen Small-Cap-Zahlen stammen aus Rechenmodellen von Forschern. Diese Modelle kaufen auf dem Papier einfach <em>alle</em> kleinen Aktien – auch die winzigen, bei denen manchmal tagelang niemand kauft oder verkauft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und jetzt kommt der Haken: Ausgerechnet in diesen winzigsten Aktien steckt der größte Teil des gemessenen Vorsprungs. Genau <em>die</em> sind aber in keinem echten Index drin, den Du als ETF kaufen kannst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn ein investierbarer Index lässt diese kaum handelbaren Winzlinge von vornherein weg. Damit fehlt ausgerechnet <em>das</em> Stück, das im Modell die größte Rendite bringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und für die kleinen Aktien, die er noch kauft, zahlt er beim Handeln drauf: Je seltener eine Aktie gehandelt wird, desto größer ist der Abstand zwischen dem Preis, zu dem man sie kaufen kann, und dem, zu dem man sie wieder loswird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann sind da noch die laufenden Gebühren des Fonds. Die zahlst Du zwar bei jedem ETF, bei Small-Cap-ETFs sind sie aber meist etwas höher, weil tausende kleine Aktien mehr Aufwand machen. Die Handels-Nachteile von eben entstehen beim Kaufen und Verkaufen der Aktien, die Gebühr geht jedes Jahr <em>zusätzlich</em> vom Fondsvermögen ab. Alles zusammen frisst einen guten Teil der „Theorie-Rendite“ auf. Deshalb kommt bei einem echten, breiten Small-Cap-ETF – also dem, was Du <em>tatsächlich</em> kaufen würdest – weniger an: <a href="https://pwlcapital.com/devilish-details-can-derail-your-small-cap-stock-funds/">Er hat den breiten Weltmarkt in der jüngeren Vergangenheit kaum geschlagen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Realistisch bleibt von dem Vorsprung für die Zukunft also wenig übrig, eher null. Die eineinhalb Prozentpunkte sind ja ein Durchschnitt über fast hundert Jahre – in den letzten zwanzig Jahren lagen die kleinen Firmen sogar <a href="https://www.morningstar.com/alternative-investments/what-happened-size-premium">gut einen Prozentpunkt hinter den großen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ja, eben haben wir noch gesagt, dass die letzten Jahre nichts über die Zukunft verraten – das gilt auch hier.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir schreiben die letzten Jahre also nicht einfach fort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wir haben ja gerade drei Gründe gesehen, warum der alte Vorsprung größer aussah, als er wirklich war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dazu passen die neueren Zahlen eben genau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt rechnen wir <em>trotzdem</em> mit den eineinhalb Prozentpunkten weiter, um mal zu zeigen, wie groß der Unterschied überhaupt <em>maximal</em> in der Theorie wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also, mit diesem <em>sehr</em> optimistischen Vorsprung landest Du am Ende bei rund 185.000 Euro Vermögen. Der Unterschied nach 30 Jahren liegt dann bei rund 7.000 Euro beziehungsweise rund 4 Prozent zwischen mit und ohne Small Caps.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und klar, 7.000 Euro sind viel Geld, das will ich gar nicht kleinreden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber das ist der absolute Best Case – gerechnet mit dem unrealistischen Vorsprung. Realistisch ist der Vorsprung eher <em>null</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann ziehen die etwas höheren Kosten eines Small-Cap-ETFs den Unterschied sogar leicht ins Minus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens, wenn Du mal mit Deinen eigenen Zahlen rechnen willst, dann nutze dafür unseren <a href="https://lazyinvestors.de/etf-rechner/">Rechner</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie kann es denn sein, dass tausende zusätzliche Firmen so wenig ausmachen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz einfach: weil die Anzahl der Firmen nichts über ihren Einfluss aussagt. Der hängt am Börsenwert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und alle kleinen Firmen zusammen sind eben nur rund ein Siebtel des Marktes. Sprich, ein ETF auf beispielsweise den MSCI ACWI ohne Small Caps deckt schon etwa <a href="https://www.msci.com/documents/10199/255599/msci-acwi-net.pdf">85 Prozent</a> ab, mit den Small Caps kommst Du dann auf rund <a href="https://www.msci.com/documents/10199/255599/msci-acwi-imi-net.pdf">99 Prozent</a>. Ein etwaiger Rendite-Vorsprung gilt also nur für dieses eine Siebtel. Aufs ganze Depot gerechnet bleiben davon gerade mal 0,2 Prozentpunkte übrig. Deshalb hast Du mit ihnen zwar tausende Firmen mehr im Depot, aber am Ergebnis ändert das erstaunlich wenig, wie Du gerade gesehen hast.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und hier wird&#8217;s fast lustig: Denselben Effekt wie diese viel zu optimistisch gerechnete Small-Cap-Prämie bekommst Du, wenn Du einfach 10 Euro mehr im Monat sparst. Wer 260 statt 250 Euro spart, landet nämlich bei rund 185.000 Euro, also praktisch genauso viel wie mit den Small Caps im Optimalfall, nur eben <em>garantiert</em> statt erhofft. Zehn Euro mehr im Monat schlagen die ganze Small-Cap-Action.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Grunde optimiert man mit der Frage „Small Caps ja oder nein?“ am falschen Ende.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://youtu.be/4v8Wf8w8Lac">Webinar ETFklar</a> Denn genau da verzetteln sich so viele: an Detailfragen wie dieser, statt an dem, was am Ende zählt. Wenn Du wissen willst, worauf es beim Weltportfolio <em>wirklich</em> ankommt, dann schau Dir mal unser kostenloses <a href="https://lazyinvestors.de/webinar-etf/">Webinar</a> an.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ok, aber helfen Small Caps nicht wenigstens dabei, den großen Anteil der Tech-Riesen etwas zu drücken? Die machen ja sonst einen riesigen Teil vom Weltportfolio aus…</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Naja, auch da sind Small Caps ein ziemlich schwacher Hebel. Wenn Du die Beimischung von rund 14 Prozent dazunimmst, bewegt sich das Gewicht der großen Tech-Konzerne kaum. Im ACWI liegen die zusammen bei <a href="https://www.msci.com/documents/10199/255599/msci-acwi-net.pdf">rund einem Fünftel</a>, und im ACWI IMI mit den Small Caps sind es <a href="https://www.msci.com/documents/10199/255599/msci-acwi-imi-net.pdf">nur ein kleines bisschen weniger</a>. Ein winziger Dämpfer, aber die Konzentration ist damit nicht weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ganz ehrlich: Diese Konzentration ist auch gar nicht so schlimm, wie sie immer in den Medien beschrieben wird. Ein globaler Index bildet nämlich einfach nur die tatsächliche Größe der Weltwirtschaft ab. Wenn die USA also irgendwann an Bedeutung verlieren würden, würden ganz automatisch andere Länder im Index mehr Gewicht bekommen und die USA abrutschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sowas passiert immer wieder. Das Paradebeispiel ist Japan. In den 80ern war Japan <em>die</em> große Nummer, am Höhepunkt <a href="https://www.moneymarketing.co.uk/analysis/tide-has-turned-for-japanese-equities/">fast die Hälfte des weltweiten Aktienmarktes</a>. Heute sind es noch <a href="https://www.moneymarketing.co.uk/analysis/tide-has-turned-for-japanese-equities/">rund 6 Prozent</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dieser Abstieg Japans wurde ja automatisch in den globalen Aktienindizes korrigiert. Man muss das eben nur aussitzen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Dir trotzdem der USA-Anteil zu hoch ist, senkt eine Small-Cap-Beimischung das Ganze auch nicht wirklich. Denn – das ist ganz wichtig, zu wissen – auch unter den kleinen Firmen sind <a href="https://www.msci.com/documents/10199/255599/msci-world-small-cap-index.pdf">die USA mit über 60 Prozent stark vertreten</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der wirksamere Hebel ist, die Schwellenländer höher zu gewichten. Mit einem 70/30-Portfolio, also 70 Prozent Industrieländer und 30 Prozent Schwellenländer, sinkt der USA-Anteil von <a href="https://www.msci.com/documents/10199/255599/msci-acwi-net.pdf">rund zwei Dritteln</a> auf etwa die Hälfte. Das ist eine ganz andere Größenordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und Du holst Dir damit echte andere Wirtschaftsräume und Währungen ins Depot, nicht nur kleinere Firmen aus denselben Ländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nochmal was anderes: Als Europäer musst Du den USA-Anteil auch nicht um jeden Preis so stark drücken. Dein Gehalt, Deine Rente, Dein ganzes wirtschaftliches Leben hängt ja ohnehin schon am Euro und an Europa. Ein ordentlicher Teil Deines Geldes in anderen Regionen und Währungen macht Dich unabhängiger von dem, was hier bei uns passiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Jo, also sollen wir jetzt Small Caps dazunehmen oder nicht?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kann man machen, muss man aber nicht. Was am Ende über Dein Vermögen entscheidet, ist nämlich nicht diese Frage, sondern wie viel Du sparst, dass Du <em>dranbleibst</em> und dass Du breit und günstig investierst. Der Rest ist echt Feinschliff und nicht so wichtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Welt-ETF auf den ACWI oder FTSE All-World reicht also völlig aus. Was ihm fehlt, sind zwar viele kleine Firmen, aber deren Effekt auf Dein Depot ist wirklich überschaubar. 10 Euro mehr sparen im Monat wäre deutlich hilfreicher…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr dazu liest Du in unserem Artikel <a href="https://lazyinvestors.de/hedged-etf/">Solltest Du Deinen ETF gegen den fallenden Dollar absichern?</a>. Eine Sache haben wir vorhin nur kurz angerissen: Beim globalen Investieren bist Du über den hohen USA-Anteil automatisch ziemlich stark vom Dollar abhängig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und da fragen sich gerade viele: Sollte ich dieses Währungsrisiko nicht lieber absichern, wo doch alle vom fallenden Dollar reden? Genau darum geht&#8217;s in unserer Folge „Solltest Du Deinen ETF gegen den fallenden Dollar absichern?“ – hör da mal rein, die Antwort ist echt spannend!</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Artikel basiert auf einer Folge unseres Podcasts. Da wir den gesprochenen Inhalt für Dich verschriftlicht haben, kann es an manchen Stellen etwas umgangssprachlicher zugehen als in einem klassischen Blogartikel.</em></p>
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		<title>Deshalb wirst Du keine Rente haben</title>
		<link>https://lazyinvestors.de/deshalb-wirst-du-keine-rente-haben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2026 12:47:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge-Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir haben ein riesiges Problem: Die gesetzliche Rente wird bei weitem nicht mehr ausreichen. Und viele, die mit ihrer Arbeit heute die Rentner finanzieren, werden selbst kaum noch etwas im Ruhestand bekommen. Was Du dagegen tun kannst, schauen wir uns jetzt an. Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video oder hör Dir unsere Podcastfolge [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wir haben ein riesiges Problem: Die gesetzliche Rente wird bei weitem nicht mehr ausreichen. Und viele, die mit ihrer Arbeit <em>heute</em> die Rentner finanzieren, werden selbst kaum noch etwas im Ruhestand bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was Du dagegen tun kannst, schauen wir uns jetzt an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video oder hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an:</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<h2 class="wp-block-heading">Warum Du keine Rente haben wirst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Erstmal zur Lage: Jemand in unserer Generation, der 3.000 netto verdient, wird im Alter – so ganz grob gerechnet – nur noch rund 1.200 Euro haben. Obwohl diese Person ihr Arbeitsleben lang in die gesetzliche Rente eingezahlt hat, kann sie unmöglich davon leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.demografie-portal.de/DE/Fakten/altersrentner-beitragszahler.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Während vor rund 60 Jahren in Westdeutschland auf einen Rentner noch sechs Beitragszahler kamen, waren es 1973 nur noch vier Erwerbstätige, 1988 dann drei und heute finanzieren zwei Arbeitende die Rente eines Rentners.</a> Und laut <a href="https://www.iwkoeln.de/themen/verteilung-und-oeffentliche-finanzen/rente-pflege-kranken-und-arbeitslosenversicherung.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Projektionen des Instituts der deutschen Wirtschaft</a> werden bis 2050 auf einen Rentner nur noch etwa 1,3 bis 1,5 Beitragszahler kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da bleibt dann natürlich nicht mehr viel an Rente übrig. <strong>Die Sache ist ja: Wenn wir <em>aktuell</em> mehr Geld haben wollen, als wir verdienen, sind wir ja noch handlungsfähig. Wir können schlichtweg mehr arbeiten oder uns einen neuen Job suchen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber später haben wir diese ganzen Handlungsmöglichkeiten nicht mehr! Da sind wir der Situation ausgeliefert. Wir können nicht den Job wechseln oder unser Gehalt neu verhandeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was können wir also tun, um auch später noch ein ordentliches Leben zu führen und zum Beispiel weiterhin entspannt Urlaub machen zu können, anstelle jeden Cent zweimal umdrehen zu müssen? Viele setzen ihre Hoffnung auf die Politik.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum der Staat Dich nicht retten wird</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die größte „Reform“ bislang war die Einführung von Riester. Da können wir zum Beispiel in Fonds investieren und das fördert der Staat mit Steuervorteilen und Zulagen. Und am Ende sollen wir daraus eine zusätzliche Rente kriegen, so ist zumindest die Idee.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tja, gut gemeint wars, aber das Ergebnis ist wirklich ein Totalausfall: Die Fonds, in die investiert werden, rentierten schlecht und sind viel zu teuer. Und Milliarden der staatlichen Zulagen fließen nicht in <em>unsere</em> Altersvorsorge, sondern davon werden die horrenden Gebühren der Riester-Anbieter und -Versicherer bezahlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer <a href="https://www.finanzwende-recherche.de/unsere-themen/riester/kundennutzen-bei-riester-und-ruerup-renten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Untersuchung von Finanzwende</a> schaffte die überwiegende Mehrzahl der untersuchten Riester- und Rürup-Verträge noch nicht mal einen Inflationsausgleich. So kam auch die <a href="https://www.vzbv.de/pressemitteilungen/die-riester-rente-muss-abgeloest-werden" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verbraucherzentrale Bundesverband</a> zu dem Schluss: „Die Riester-Rente muss abgelöst werden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt kommt das neue <a href="https://lazyinvestors.de/altersvorsorgedepot/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Altersvorsorgedepot</a>, das vieles besser machen soll. Und die Grundidee ist tatsächlich besser als das, was wir bisher hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Problem ist aber: Rund um das Altersvorsorgedepot werden sich wieder Versicherer und „Berater“ positionieren, die ihre Produkte verkaufen wollen.</strong> Die verdienen ihr Geld über Provisionen und haben damit <em>immer</em> einen Interessenkonflikt. Darum <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/altersvorsorge/neues-altersvorsorgedepot-rentenchance-oder-teure-verkaufsfalle-118178" target="_blank" rel="noreferrer noopener">warnt auch die Verbraucherzentrale</a> eindringlich: „Die Verbraucherzentralen gehen davon aus, dass eine nie da gewesene neue Verkaufswelle anrollen wird. Verbraucher:innen sollten Verkaufsgespräche auf Provisionsbasis am besten meiden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anstelle es einfach, günstig und renditestark für uns Bürger zu regeln, wird es verschiedene Produktvarianten geben – darunter auch welche mit Garantien und hohen Kosten, bei denen genau das Gleiche passieren wird wie bei Riester.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, es ist wie bei allen staatlich geförderten Produkten hierzulande: Es wird <em>so</em> kompliziert gemacht, dass Du nur schwer erkennen kannst, was für Nachteile beispielsweise entstehen. Und genau diese Intransparenz hat schon Riester, Rürup und die betriebliche Altersvorsorge zu Goldeseln für die Finanzindustrie gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem beantwortet Dir auch das Altersvorsorge-Depot nicht die wichtigsten Fragen: In was solltest Du überhaupt investieren? Wie viel Risiko kannst Du eingehen? Und wie viel musst Du <em>insgesamt</em> investieren, damit es später reicht? Diese Beratung bekommst Du leider nicht bei denen, die Dir Produkte verkaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn leider sind hierzulande 99% derjenigen, die „Beratung“ anbieten, in Wirklichkeit Verkäufer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch beim Altersvorsorgedepot allein bleibt es nicht! Mit der neuen Kapitalrente nach schwedischem Vorbild sollen 2% vom Gehalt künftig am Kapitalmarkt angelegt werden, die Hälfte davon zahlt der Arbeitgeber. Klingt erstmal gut und für die jüngere Generation ist das tatsächlich ein Schritt in die richtige Richtung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber schauen wir mal auf die Zahlen: Jemand, der mit 25 ins Berufsleben einsteigt, ein Einstiegsgehalt von 3.500 Euro brutto hat und jährliche Gehaltserhöhungen von 2% bekommt, kommt nach über 40 Jahren Einzahlung auf eine Zusatzrente von rund 500 Euro. Das hilft, aber die Rentenlücke schließt das alleine bei weitem nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für unsere Generation sieht es weiterhin mies aus: Wer jetzt Anfang 40 ist, hat noch rund 27 Jahre bis zur Rente. Da kommt mit der Kapitalrente kaum etwas Spürbares zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Also, eins ist klar: Wenn wir uns auf die Politik verlassen, sind wir verlassen. Egal, wer gerade regiert. Niemand hat ein so großes Interesse daran, dass es <em>Dir</em> später gut geht, wie Du selbst. Verlass Dich also niemals auf den Staat, sondern nimm das Ganze selbst in die Hand</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So rettest Du Deine Rente selbst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für jeden, der nicht reich geerbt hat oder mit seinem Unternehmen Millionen macht, ist die <em>einzige</em> Möglichkeit, sein Geld gescheit zu investieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wir <em>müssen</em> unser Geld so anlegen, dass es mehr wird. Nur so können wir spätestens im Alter finanziell unabhängig werden.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das ist kein nice to have, sondern ein Muss: Wir können ja nicht unser Leben lang unsere Zeit mit Arbeit gegen Geld tauschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wir können das Geld nicht auf unserem Konto lassen oder in irgendwelche Rentenversicherungen schieben, weil wir dort maximal einen Inflationsausgleich bekommen. Doch genau das machen wir Deutschen wie kaum eine andere Nation: <a href="https://www.bundesbank.de/de/presse/pressemitteilungen/geldvermoegensbildung-und-aussenfinanzierung-in-deutschland-im-vierten-quartal-2025-993572" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rund 65% des Vermögens der Deutschen liegen auf der Bank und in Versicherungen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der anderen Seite hochriskante oder spekulative Investments wie in Kryptowährungen oder einzelne Aktien einzugehen, ist auch keine gute Idee, weil das Geld auch hier mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger werden oder sogar ganz weg sein kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir brauchen also etwas, wo unser angelegtes Geld mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit <em>mehr</em> wird und wir gleichzeitig so wenig Risiko wie möglich eingehen. Aber wie sollen wir denn beurteilen, welches Investment dafür geeignet und welches zu risikoreich ist?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der einzige Weg, um Risiken und Renditen richtig einschätzen zu können, ist ein Blick auf sehr langfristige Datenreihen. Denn nur so können wir herausfinden, ob etwas dauerhaft funktioniert. Schauen wir nicht auf die Historie, können wir ja nur spekulieren, ob ein Investment „gut gehen“ wird oder nicht. Dann handelt es sich eher um eine Glaubensfrage als um eine rationale Entscheidung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also, was hat in den letzten Jahrzehnten funktioniert? Was hat die Wissenschaft herausgefunden und was bestätigt sich immer wieder in Studie um Studie?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konsens – zumindest bei allen verbrauchernahen Forschern – liegt bei einer Geldanlage in globale ETFs, die einfach nur die Entwicklung der Weltwirtschaft abbilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ETFs sind riesige Aktientöpfe, in denen Tausende von Aktien liegen. Verhältnismäßig risikoarm ist das, weil wir sehr breit anlegen können. Wir investieren weltweit und branchenweit in Tausende Aktien gleichzeitig und spekulieren nicht auf die Entwicklung von einzelnen Firmen oder Branchen. Und wir investieren langfristig, damit uns kurzfristige Kursschwankungen nichts anhaben können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit so einer Anlage nehmen wir einfach die globale Marktrendite mit. Die lag langfristig während der letzten 120 Jahre im Schnitt bei 7-8% bzw. inflationsbereinigt bei 5-6%.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das zugrundeliegende System blickt auf 120 Jahre Geschichte und somit Daten zurück. Es hat sich also über Jahrzehnte, trotz richtig schlimmer Krisen, immer wieder bewährt. Das ist kein neuer Trend, sondern eine recht stumpfe und langweilige, altbewährte Methode.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hiermit werden wir also finanziell <em>sehr sicher</em> langfristig erfolgreich. Und dann kann die Politik die Altersvorsorge reformieren, wie sie will oder eben auch nicht. Weil wir uns so unabhängig um unsere Rente kümmern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und das Gute ist: Wenn Du einmal verstanden hast, wie das mit den ETFs funktioniert, kannst Du auch das neue Altersvorsorgedepot perfekt für Dich nutzen, denn dort kannst Du ja ebenfalls in ETFs investieren – aber mit staatlicher Förderung obendrauf. Aber dafür musst Du eben erstmal wissen, was Du da tust.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du also keine weitere Zeit verlieren und <em>jetzt</em> wissen willst, wie Du spekulationsfrei mit globalen ETFs Deine Altersvorsorge regelst, schau Dir am besten unser kostenloses <a href="https://lazyinvestors.de/webinar/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Webinar</a> an.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ETFs konkret für Deine Rente bedeuten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Damit das mit dem Vermögensaufbau für später überhaupt funktionieren kann, ist es essentiell, dass Du so früh wie möglich mit der Anlage beginnst, denn nur so kann Dir der Zinseszins maximal unter die Arme greifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schauen wir mal auf konkrete Zahlen. Die folgenden Werte sind nach Kosten, Steuern und Inflation berechnet, also das, was wirklich bei Dir ankommt:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Startest Du mit 30 Jahren und investierst monatlich 200 Euro, kannst Du ab 67 mit einer ETF-Rente von rund 1.200 Euro rechnen. Das sollte bei den meisten Leuten reichen, um die Rentenlücke zu schließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du 500 Euro im Monat investieren kannst, sind es ganze 2.900 Euro an zusätzlicher Rente. Startest Du „erst“ mit 40, werden es bei 200 Euro monatlich nur noch 700 Euro und bei 500 Euro monatlich 1.600 Euro Zusatzrente.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nutzt Du für die gleichen 200 Euro zusätzlich das neue Altersvorsorgedepot, wo die staatliche Förderung obendrauf kommt, sind es sogar rund 800 Euro Rente, bei 500 Euro Sparrate 1.800 Euro Zusatzrente. Hier gilt aber: Nur, wenn die Kosten des Anbieters stimmen! In unserer Beispielrechnung haben wir 0,3% angenommen. Und Du die Steuererstattungen jedes Jahr selbst reinvestierst.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/01-–-Deshalb-wirst-du-keine-Rente-haben-.png" alt="" class="wp-image-23300" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/01-–-Deshalb-wirst-du-keine-Rente-haben-.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/01-–-Deshalb-wirst-du-keine-Rente-haben-300x169-1.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/01-–-Deshalb-wirst-du-keine-Rente-haben-768x432-1.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/01-–-Deshalb-wirst-du-keine-Rente-haben-1536x864-1.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit unserem Altersvorsorgedepot-Rechner kannst Du übrigens für Deine persönliche Situation vergleichen, ob sich das neue Depot lohnt, die eigene Anlage besser ist oder eine Kombination aus beidem am meisten bringt. Schau ihn Dir mal an auf <a href="https://lazyinvestors.de/altersvorsorgedepot-rechner/">https://lazyinvestors.de/altersvorsorgedepot-rechner/</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum jedes Jahr zählt</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Also, beim Vermögensaufbau ist es absolut entscheidend, dass wir so früh wie möglich damit starten. Der Zinseszins braucht Zeit, um in Schwung zu kommen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Solltest Du den frühen Start verpasst haben, aber dennoch eine ordentliche Zusatzrente später brauchen, um Deine Rentenlücke zu schließen, bleibt Dir nur eine Möglichkeit: Mehr investieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aber wenn wir früher starten, müssen wir auch <em>insgesamt</em> deutlich weniger anlegen!</strong> Schauen wir dazu mal auf ein konkretes Beispiel:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Legen wir 30 Jahre lang jeden Monat 300 Euro in ein globales ETF-Portfolio an, kommt da, mit Blick auf historische Durchschnittsdaten, ein Vermögen von rund 364.000 Euro bei rum – und zwar netto, d.h. die Steuern und Kosten, die wir zahlen müssen, sind bereits abgezogen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Legen wir nur ein Jahr kürzer an, also 29 Jahre insgesamt, sind es schätzungsweise 335.000 Euro an Vermögen. Ein Jahr später anfangen kostet uns also fast 29.000 Euro!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das liegt schlicht und ergreifend am Zinseszins, der sozusagen seine volle Kraft erst über viele Jahre hinweg entfaltet. Und ehrlicherweise ist der Zinseszins auch die einzige Möglichkeit, die wir „Normalos“ haben, um unser Geld für uns arbeiten zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zeit ist also ein extremer Booster für alle, die bereit sind, geduldig zu sein und langfristig zu investieren. Verschieben wir das Ganze aber immer wieder um ein Jahr, müssen wir viel mehr investieren, um unsere finanziellen Ziele zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was Du also in diesem Blogpost gelernt haben solltest, ist, dass Du in jedem Falle so früh wie möglich mit dem Investieren beginnen solltest, damit Du später nicht nur Deinen Lebensstandard halten, sondern am besten auch schon etwas früher in Rente gehen kannst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt weißt Du zwar, dass ETFs die beste Methode für Deine Altersvorsorge sind. Aber viele, die damit starten, verlieren <em>trotzdem</em> Geld – obwohl sie eigentlich alles richtig machen wollten. Woran das liegt und wie Du <em>das</em> vermeidest, zeigen wir Dir in diesem Video hier: <a href="https://youtu.be/oLWZrXIC4jg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Warum so viele Anfänger mit ETFs Geld verlieren</a>.</p>
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		<title>Lohnt sich das zweite Gehalt? Der teure Denkfehler junger Eltern</title>
		<link>https://lazyinvestors.de/lohnt-sich-teilzeit-mit-kind/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 09:55:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge-Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute geht&#8217;s um den teuren Denkfehler junger Eltern, getriggert durch eine Frage, die in fast jeder jungen Familie aufkommt: Lohnt es sich überhaupt, dass beide arbeiten gehen? Oder bleibt am Ende so wenig übrig, dass einer besser zu Hause bleibt? Mit genau dieser Frage kam unser Hörer Niklas zu uns. Und er hatte schon eine [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Heute geht&#8217;s um den teuren Denkfehler junger Eltern, getriggert durch eine Frage, die in fast jeder jungen Familie aufkommt: Lohnt es sich überhaupt, dass beide arbeiten gehen? Oder bleibt am Ende so wenig übrig, dass einer besser zu Hause bleibt? Mit genau dieser Frage kam unser Hörer Niklas zu uns. Und er hatte schon eine Zahl ausgerechnet, die ihn ziemlich geschockt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Niklas und seine Frau sind Ende 20 und erwarten ihr erstes Kind. Sie ist im sozialen Bereich tätig, er verdient ganz gut, aber mit Luft nach oben. Nach der Elternzeit würde sie, wenn überhaupt, nur in Teilzeit wieder einsteigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und bevor sie das entscheiden, hat Niklas mal durchgerechnet, was von ihrem Teilzeit-Gehalt am Ende wirklich übrig bleibt, wenn man all die Kosten gegenrechnet, die erst dadurch entstehen, dass sie quasi mit Kind arbeiten geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also solche Dinge wie die zusätzliche Kinderbetreuung und ein zweites Auto. Das Ergebnis sind 4 bis 5 Euro netto die Stunde. Und damit ist die Sache für die beiden fast klar: Für so wenig muss sie doch nicht arbeiten gehen, dann ist sie lieber beim Kind. Und ehrlich, das kann man total nachvollziehen. Für 5 Euro die Stunde steht ja keiner morgens auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir schauen erstmal, was an dem niedrigen realen Stundenlohn dran ist. Und eins kann ich auch schonmal vorwegnehmen: Der wirklich teure Fehler steckt sowieso an einer ganz anderen Stelle, die in Niklas&#8216; Rechnung gar nicht vorkommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Niklas wollte von uns außerdem noch zwei andere Dinge wissen: ein paar Tipps für die Finanzen als angehende Eltern und wie man die Kinderkosten in den Griff kriegt, wenn die sich so schwer vorhersagen lassen. Beides klären wir. Aber fangen wir mit dem schockierenden Stundenlohn mal an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Keine Lust zu lesen? Hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an:</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Genau, wie kam er denn auf die 5 Euro?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig vorab: Die 4 bis 5 Euro sind nicht ihr Stundenlohn laut Gehaltszettel, der liegt natürlich deutlich höher, sonst wäre es ja unter Mindestlohn. Sondern das sind die 4 bis 5 Euro, die ganz am Ende pro Stunde übrig bleiben, wenn schon alles abgezogen ist. Niklas hat mit einem Brutto-Netto-Rechner geschaut, was von ihrem Teilzeit-Brutto nach Steuerklasse 5 überhaupt netto ankommt, und davon dann die zusätzliche Betreuung und das zweite Auto abgezogen. So landet man bei diesen 4 bis 5 Euro. Dass einen das erstmal umhaut, ist völlig verständlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber hier steckt schon der erste Haken, und zwar bei der Steuer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn die Steuerklasse 5 ist gar nicht die Steuer, die am Ende wirklich anfällt. Die Steuerklasse legt nur fest, wie viel der Arbeitgeber schon mal im Voraus vom Lohn einbehält und ans Finanzamt abführt, sozusagen eine Abschlagszahlung übers Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und bei der Kombi 3 und 5 wandern fast alle Steuer-Freibeträge zum Besserverdiener, damit der monatlich deutlich weniger Steuer zahlt. Beim Geringverdiener in Klasse 5 bleibt dafür fast kein Freibetrag übrig, und genau deshalb wird dort besonders viel abgezogen. Auf dem Gehaltszettel sieht das Monat für Monat brutal aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie viel Steuer am Ende wirklich fällig ist, hängt aber gar nicht von der Steuerklasse ab. Das entscheidet sich erst, wenn beide ihre Steuererklärung zusammen machen. Dann verrechnet das Finanzamt den hohen Abzug aus Klasse 5 wieder. Der Klasse-5-Zettel zeigt also nur das schlechteste Zwischenbild, nicht ihr echtes Netto.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Niklas&#8216; Rechnung heißt das: Er ist von einem zu niedrigen Netto gestartet. Der hohe Abzug aus Klasse 5 kommt über die gemeinsame Steuererklärung ja zum großen Teil wieder rein, ihr echtes Netto ist also deutlich höher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kleiner Hinweis am Rande, weil&#8217;s gerade diskutiert wird: Diese Kombi 3 und 5 steht seit Jahren in der Kritik, gerade weil der monatliche Abzug beim Geringverdiener so unfair hoch aussieht. Es gibt Überlegungen, das abzuschaffen und den Abzug künftig von Anfang an fair auf beide zu verteilen. Für unseren Punkt ändert das aber nichts: Der hohe Abzug in Klasse 5 ist eine Vorauszahlung, die sich über die gemeinsame Steuererklärung wieder ausgleicht, nicht die echte Steuer.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ok, aber was ist mit dem Rest, also Auto und Kinderbetreuung?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Klar, die Kinderbetreuung und das zweite Auto sind ja echtes Geld, das tatsächlich rausgeht. Aber schauen wir mal, ob diese Kosten überhaupt so stimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fangen wir bei der Betreuung an. Die teure Vollzeit-Betreuung braucht man vor allem, solange beide arbeiten und das Kind noch klein ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau die ist je nach Bundesland inzwischen ganz oder teilweise beitragsfrei, mal komplett, mal nach Einkommen gestaffelt. Mit der Schule verändert sich dann, wie viel bezahlte Betreuung überhaupt nötig ist. Das heißt nicht, dass ein Kind insgesamt billiger wird, dazu kommen wir gleich noch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber genau dieser Betreuungs-Posten in Niklas&#8216; Rechnung ist kein fester Betrag für die nächsten 20 Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das zweite Auto ist eine Entscheidung, kein Naturgesetz. Vielleicht geht es auch mit einem Auto plus Bahn, Rad und ab und zu Carsharing. Der Punkt ist: Es gehört nicht automatisch in die „Lohnt sich Arbeiten“-Rechnung, als gäbe es gar keine Alternative.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und jetzt kommt der eigentliche Denkfehler an dieser Stundenlohn-Zahl. Die 4 bis 5 Euro sind die Momentaufnahme von einem einzigen, besonders teuren Jahr. Da kommen drei Dinge auf einmal zusammen: die Steuerklasse, die viel zu viel abzieht, die volle Betreuung und das frisch gekaufte Zweitauto.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ob sie wieder arbeiten geht, entscheidet sie ja nicht für ein Jahr, sondern für viele.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und über die Zeit wird aus diesem Stundenlohn mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also der Steuerabzug korrigiert sich, der ist ja nicht richtig, das Auto ist einmal gekauft und wird lange genutzt, und vor allem entwickelt sich ihr Gehalt, und die teure Vollzeit-Betreuung ist nicht für immer nötig. Was eine Stunde ihrer Arbeit wirklich bringt, ist also deutlich mehr als diese 4 bis 5 Euro aus dem teuersten Moment.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Jetzt hatten wir ja am Anfang schon gesagt, dass der teure Denkfehler aber gar nicht in der Stundenlohn-Berechnung steckt…</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genau. Es gibt einen Posten, der in Niklas&#8216; Rechnung überhaupt nicht auftaucht. Und ausgerechnet der wiegt am schwersten und spricht nochmal mit am stärksten weiter dafür, möglichst viel arbeiten zu gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer für viele Jahre komplett aussteigt oder dauerhaft nur ganz wenig arbeitet, baut in dieser Zeit wenig eigene Altersvorsorge auf. Bei der gesetzlichen Rente ist das zum Teil abgefedert: Für die ersten drei Jahre pro Kind gibt es Kindererziehungszeiten, da bekommt man Rentenpunkte gutgeschrieben, egal ob man arbeitet oder nicht. Das ist die sogenannte Mütterrente.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber das gilt eben nur für diese ersten Jahre. Wer länger aussteigt, sammelt danach deutlich weniger Punkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und fürs private Investieren gibt es so eine Gutschrift überhaupt nicht. Das Geld, das jetzt nicht angelegt wird, fehlt später sogar doppelt, weil ihm auch all die Jahre Zinseszins fehlen. Der Schneeball-Effekt kommt für dieses Geld gar nicht erst ins Rollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die eigene Rente fällt später dann viel kleiner aus, als sie sein müsste. Über die Jahre wird daraus schnell eine richtig große Lücke. Und dazu kommt ein zweiter, unbequemer Punkt: Man macht sich finanziell ein gutes Stück vom Partner abhängig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Niklas Frau ist im sozialen Bereich tätig, verdient ohnehin weniger, und sie ist diejenige, die kürzer tritt. Das heißt: Gerade das Elternteil, das sowieso schon die kleinere Rente aufbauen würde wegen dem niedrigeren Gehalt, baut jetzt <em>noch</em> weniger auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht denkst Du jetzt: „Bei einer Scheidung wird das doch eh geteilt, dann ist das doch egal.“ Das stimmt aber nur zum Teil. Der sogenannte Versorgungsausgleich teilt bei einer Scheidung die Rentenansprüche, die während der Ehe entstanden sind. Das ist ein Auffangnetz, aber kein Vollersatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn vor allen Dingen die eigene Karriere und das eigene Ersparte, das in der Zeit <em>nicht</em> aufgebaut wurde, holt es nicht zurück! Das wird ja nirgendwo kompensiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und jetzt ganz wichtig, damit das nicht falsch rüberkommt: Wir sagen niemandem, wer wie viel arbeiten soll. Ob ein Elternteil zu Hause bleibt, in Teilzeit geht oder voll arbeitet, ist eine sehr persönliche Entscheidung, und jede davon ist völlig in Ordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir machen nur auf den einen Punkt aufmerksam, der in der Stundenlohn-Rechnung komplett fehlt: was das Ganze für die eigene Altersvorsorge bedeutet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn nur, wenn man das weiß, kann man bewusst entscheiden und vor allem gegensteuern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das muss man auch mal sagen: Man braucht auf der anderen Seite auch kein Spitzengehalt, um ordentlich privat vorzusorgen. Wie das auch mit normalen Einkommen geht, zeigen wir Dir in unserem kostenlosen <a href="https://lazyinvestors.de/webinar/">Webinar</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ok, dann mal zur anderen Frage von Niklas: Wie sollen die beiden denn jetzt gescheit planen, wenn sie nicht wissen können, was ein Kind überhaupt kostet?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist nicht ganz richtig, denn erstmal gibt es Daten dazu. Das Statistische Bundesamt hat in einer älteren Untersuchung über zehntausende Haushalte erhoben, was Familien für ein Kind ausgeben. <a href="https://www.finanztip.de/daily/260000-eur-bis-zur-volljaehrigkeit-ist-ein-kind-wirklich-so-teuer/">Finanztip hat diese Zahlen auf heutige Preise hochgerechnet, und die kommen im Schnitt auf rund 1.000 Euro im Monat fürs erste Kind.</a> Wenn man die Inflation über 18 Jahre mit einbezieht, kommt eine Summe zusammen, bei der man kurz schluckt: ungefähr 260.000 Euro. Dazu kommt: Je älter das Kind wird, desto teurer wird es quasi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also vom Kleinkind bis zum Teenager geht die Kurve nach oben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber zwei Dinge muss man dazu noch sagen. Erstens sind das Durchschnitte, und die sind nach oben verzerrt: Ein paar Familien mit viel Geld geben richtig viel aus und ziehen den Schnitt hoch. Nach unten gibt es dagegen eine natürliche Grenze. Der typische Haushalt liegt also eher unter den 1.000 Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und zweitens musst Du nicht jeden Euro genau vorausplanen. Eine realistische Monatsspanne plus Puffer reicht völlig. Der exakte Betrag ist nicht vorhersehbar und ja auch gar nicht notwendig, im Vorfeld zu wissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was aber bleibt, ist klar: Ein Kind ist über zwanzig Jahre ein echter Kostenblock. Darum wollen wir jetzt noch drei Dinge mitgeben, die wir Eltern und angehenden Eltern raten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erstens solltest Du den Notgroschen für die Familienphase etwas größer ansetzen. Mit Kind wird das Leben weniger flexibel, und zeitweise fällt oft ein Einkommen weg. Also lieber etwas mehr Puffer auf dem Tagesgeld, als wenn man allein wäre. Das ist logisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweitens solltet Ihr den eigenen Altersvorsorge-Sparplan einfach weiterlaufen lassen, und zwar automatisch, lieber kleiner als ganz pausiert. Die Versuchung ist groß, in der teuren Phase den Sparplan komplett zu stoppen. Aber lieber von 500 auf 200 Euro runtergehen als auf null. Hauptsache, er läuft weiter und kann wenigstens etwas Zinseszins mitnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und drittens gilt: Finger weg von teuren Kinder-Spar- und Versicherungsprodukten. Kaum ist das Kind da, kommen die Angebote: die „Kinderpolice“, das Versprechen „So wird Dein Kind zum Millionär“. Solche Produkte fressen mit ihren hohen Kosten oft genau die Vorteile wieder auf, mit denen sie werben. Ein simpler ETF-Sparplan im eigenen Junior-Depot ist fast immer die bessere Lösung. Dazu haben wir übrigens eine Folge: <a href="https://youtu.be/yKR0Gpg33UY">ETF-Sparplan für Kinder: DAS musst Du beachten</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber, und das ist mir ganz wichtig: Deine eigene Altersvorsorge geht immer vor! Wir bekommen super viele Mails von total fürsorglichen Eltern, die selbst kaum zurechtkommen und trotzdem für ihr Kind unbedingt einen Sparplan einrichten wollen. Deinem Kind ist aber mit Abstand am meisten geholfen, wenn Du selbst gut für Dich vorsorgst und genug fürs Alter investierst! Denn das kann sonst für Dein Kind richtig teuer werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also erst selbst die Sauerstoffmaske aufsetzen, dann anderen helfen, Du weißt schon…</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lass das nochmal zusammenfassen, was sollte denn Niklas und andere Eltern mitnehmen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Also, ein Kind ist teuer, daran gibt&#8217;s nichts zu beschönigen, und mit den Jahren wird es eher mehr. Aber einfach nur alle Kosten vom kleineren Gehalt abzuziehen und daran die Arbeitsentscheidung aufzuhängen, ist wirklich falsch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn der Posten, der am Ende am schwersten wiegt, steht in keiner dieser Rechnungen: die eigene Altersvorsorge des Partners, der kürzer tritt. Wer in einer ohnehin teuren Phase auch noch die eigene Vorsorge auf null fährt, zahlt später am meisten drauf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb ist unser Rat nicht „arbeite mehr“ oder „bleib zu Hause“. Das entscheidet jeder selbst. Sondern: Entscheidet bewusst, mit Blick auf die Rente von beiden Partnern und auf die nächsten 30 Jahre, statt einfach nur auf den heutigen realen Stundenlohn zu schauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und damit die Sache mit der Altersvorsorge nicht abstrakt bleibt, haben wir einen total praktischen <a href="https://lazyinvestors.de/rentenplaner" data-type="link" data-id="https://lazyinvestors.de/rentenplaner">Rentenplaner</a> entwickelt. Damit kann jeder ausrechnen, wie groß die Rentenlücke ist und wie viel Du dafür Monat für Monat in ETFs investieren musst, um sie zu schließen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Artikel basiert auf einer Folge unseres Podcasts. Da wir den gesprochenen Inhalt für Dich verschriftlicht haben, kann es an manchen Stellen etwas umgangssprachlicher zugehen als in einem klassischen Blogartikel.</em></p>
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		<item>
		<title>Thesaurierender ETF: Wo sind eigentlich meine Dividenden? (überraschende Antwort)</title>
		<link>https://lazyinvestors.de/thesaurierender-etf-dividenden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 08:48:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge-Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer einen thesaurierenden ETF bespart, fragt sich irgendwann: „Wann werden meine Dividenden eigentlich wieder angelegt?“ Denn die meisten, die in so einen ETF investieren, haben gar kein klares Bild davon, was mit ihren Dividenden in Wirklichkeit passiert. Und genau deshalb steckt schon in dieser Frage eine Annahme, die so nicht ganz stimmt. Vor Kurzem hat [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wer einen thesaurierenden ETF bespart, fragt sich irgendwann: „Wann werden meine Dividenden eigentlich wieder angelegt?“ Denn die meisten, die in so einen ETF investieren, haben gar kein klares Bild davon, was mit ihren Dividenden in Wirklichkeit passiert. Und genau deshalb steckt schon in dieser Frage eine Annahme, die so nicht ganz stimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor Kurzem hat uns dazu auch unsere Hörerin Kathi geschrieben: Sie hat einen Sparplan auf einen thesaurierenden iShares MSCI World ETF und fragt sich, ob es einen festen Tag gibt, an dem die Dividenden wieder angelegt werden, und wo sie den findet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video oder hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an:</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Aber vorab, lass erstmal nochmal klären, was thesaurierend genau bedeutet?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Klar, für alle, die da noch nicht so drinstecken: Bei den großen ETFs gibt es vom selben Index fast immer zwei Varianten, eine ausschüttende und eine thesaurierende. Und der Unterschied liegt darin, was mit den Dividenden passiert, also mit dem Teil der Gewinne, den die Firmen im ETF an ihre Aktionäre auszahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim ausschüttenden ETF landen die Dividenden als echtes Geld auf Deinem Verrechnungskonto; Du siehst da also regelmäßig einen Geldeingang. Beim Thesaurierer werden sie aber nicht ausgezahlt, sondern laufend wieder im ETF angelegt. Und genau so einen hat Kathi, ihren iShares MSCI World ETF in der thesaurierenden Variante.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls Du Dir nicht sicher bist, was für einen ETF Du hast, kannst Du das meistens ganz einfach am Kürzel hinter dem Namen erkennen. „Acc“ steht für accumulating, also thesaurierend, „Dist“ steht für distributing, also ausschüttend.</p>



<h2 class="wp-block-heading">An welchem Tag kommen denn dann die Dividenden bei einem thesaurierenden ETF ins Depot?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genau, Kathi sucht ja den Termin, an dem ihre Dividenden wieder angelegt werden. Aber: Diesen einen Tag gibt es nicht. Denn die Dividenden trudeln das ganze Jahr über rein. Schau mal: Über tausend Firmen stecken im MSCI World, und die zahlen alle zu ganz unterschiedlichen Terminen aus. Der ETF sammelt das ein und legt es nach und nach wieder an, komplett automatisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wieder anlegen“ kann ich aber auch nochmal erklären, also was das bedeutet: Der Fonds kauft mit dem Dividenden-Geld mehr von den Aktien nach, die sowieso im Index stecken. <em>Du</em> bekommst dadurch aber keine zusätzlichen ETF-Anteile, sondern jeder Anteil, den Du schon hast, wird ein Stück mehr wert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die reinvestierten Dividenden stecken also im Kurs Deiner Anteile. Und weil das eben laufend passiert mit dem Reinvestieren, findest Du auch keinen Ausschüttungstermin, so sehr Du ihn auch suchst. Das ist übrigens super! Weil Deine Dividenden nämlich nicht ein Jahr lang irgendwo rumliegen und auf einen Stichtag warten, arbeiten sie quasi durchgehend für Dich, ohne dass Du irgendetwas tun musst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie ist das denn mit den Steuern? Weil Ausschüttungen, die auf meinem Konto landen, werden ja direkt besteuert. Was ist mit den thesaurierten Dividenden?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich fällt ja erstmal bis zum Verkauf Deiner ETFs keine Steuer an, wenn nichts auf Deinem Konto landet. Das gefällt dem Staat aber nicht so gut. Darum gibt es seit 2018 die Vorabpauschale: Das ist eine kleine Steuer, die einmal im Jahr automatisch von Deiner Bank abgeführt wird und sozusagen nachbildet, wie ein Ausschütter besteuert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber: klein heißt wirklich klein. Bei einem Aktien-ETF und 10.000 Euro im Depot sind das je nach Zinslage grob 35 bis 45 Euro im Jahr, mit Freistellungsauftrag oft sogar gar nichts. Und macht Dein ETF mal ein Minusjahr, fällt sie komplett weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ganz wichtig: Was über die Vorabpauschale schon versteuert ist, wird beim späteren Verkauf angerechnet. Es kommt also nicht zu einer Doppelzahlung, keine Sorge. Es ist nur ein leichtes Vorziehen, um die Besteuerung eben den ausschüttenden ETFs ähnlicher zu machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ok, was nimmt man denn jetzt, Thesaurierer oder Ausschütter?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Kern ist das eine reine Komfort-Frage. Beim Thesaurierer läuft alles von allein, das haben wir uns ja gerade angeschaut. Beim Ausschütter dagegen landet das Geld auf Deinem Konto, und in der Ansparphase müsstest Du es dann selbst wieder investieren. Nur machen das die wenigsten wirklich konsequent, und damit ist der Schneeball-Effekt für genau dieses Geld weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb ist unsere klare Empfehlung: Thesaurierer nehmen, fertig. Einen Ausschütter empfehlen wir generell nicht, auch nicht später in der Rente. Wenn Du dann Geld brauchst, verkaufst Du einfach ein paar Anteile.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ok, damit wäre Kathis Frage mehr als beantwortet.</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Joa, das klingt erstmal so. Der Sparplan läuft, die Dividenden werden automatisch wieder angelegt, fertig. Aber hier kommt der Teil, den ich nochmal ansprechen muss: Wer sich fragt, an welchem Tag die Dividenden wieder angelegt werden, oder auch, welchen von zwanzig fast identischen ETFs man nehmen soll, der sucht in Wahrheit selten nur nach einem Detail.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dahinter steckt ja fast immer etwas anderes, nämlich das ungute Gefühl, vielleicht doch nicht alles im Griff zu haben. „Reicht das, was ich da mache, am Ende wirklich? Hab ich irgendwo einen Denkfehler? Und würde ich das überhaupt merken?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darum stürzt man sich auf kleine Fragen, die man beantworten kann, weil die großen Fragen – also ob die Strategie als Ganzes trägt und ob am Ende genug dabei rauskommt – sich viel zu kompliziert anfühlen. Das eine Detail kann man abhaken, und das gibt kurz ein gutes Gefühl. Die eigentliche Unsicherheit aber bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau da setzen wir mit unserem kostenlosen <a href="https://lazyinvestors.de/webinar-etf/">Webinar</a> an. Da geht es um die Fragen, die <em>wirklich</em> über Deinen Vermögensaufbau entscheiden, und darum, welche Fehler Du unbedingt vermeiden solltest. Schau es Dir mal an.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Artikel basiert auf einer Folge unseres Podcasts. Da wir den gesprochenen Inhalt für Dich verschriftlicht haben, kann es an manchen Stellen etwas umgangssprachlicher zugehen als in einem klassischen Blogartikel.</em></p>
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		<title>Ab wann habe ich genug gespart? (Nie wieder Geldsorgen)</title>
		<link>https://lazyinvestors.de/wie-viel-sollte-man-sparen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2026 12:33:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge-Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzielle Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lazyinvestors.de/?p=23222</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ab wann habe ich eigentlich genug gespart? Wann kann ich mich zurücklehnen und sagen: Ok, das reicht, ich muss mir keine Sorgen mehr machen? Wer diese Frage nicht für sich beantworten kann, der tappt im Dunkeln: Entweder spart man zu wenig und steht im Alter dumm da. Oder man spart aus Angst viel zu viel [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ab wann habe ich eigentlich genug gespart? Wann kann ich mich zurücklehnen und sagen: Ok, das reicht, ich muss mir keine Sorgen mehr machen? Wer diese Frage nicht für sich beantworten kann, der tappt im Dunkeln: Entweder spart man zu wenig und steht im Alter dumm da. Oder man spart aus Angst viel zu viel und schränkt sich jahrelang unnötig ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das Verrückte ist: Die meisten stellen sich diese Frage nicht mal, weil sie gar nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Dabei lässt sich das tatsächlich ziemlich klar beantworten. Und wer seine Zahl kennt, der kann endlich gezielt darauf hinarbeiten, statt blind zu hoffen, dass es irgendwie reicht. Aber:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video oder hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an:</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Warum müssen wir überhaupt selbst fürs Alter anlegen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Jeder</em> weiß mittlerweile, dass die gesetzliche Rente niemals ausreichen wird. Wer heute 3.000 Euro netto pro Monat überwiesen bekommt, kann mit einer Rente von rund 1.200 Euro rechnen – und zwar optimistisch gesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einfach nur Geld aufs Tagesgeldkonto zu legen für später reicht aber nicht, weil es dort nach Abzug der Inflation nicht wächst. <strong>Wir <em>müssen</em> unser Geld so anlegen, dass es wirklich mehr wird. Dafür eignen sich am besten globale Aktien-ETFs, also breit gestreute, kostengünstige Fonds, die auch von Stiftung Warentest, Finanztip und den Verbraucherzentralen empfohlen werden.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls Du wissen willst, wie die Anlage in ETFs genau funktioniert und wie Du teure Anfängerfehler vermeidest, schau Dir mal unser kostenloses <a href="https://lazyinvestors.de/webinar-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Webinar</a> hier an.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Worauf es wirklich ankommt: Deine Ausgaben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ok, aber wie viel muss ich denn jetzt investieren? Um das wiederum zu beantworten, müssen wir erstmal eine ganz andere Frage klären: Wie viel brauchst Du eigentlich später?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele denken da erstmal an die klassische Rentenlücke, also die Differenz zwischen ihrem letzten Arbeitseinkommen und den zukünftigen Einnahmen aus der Rente. Mal ein Beispiel: Du hast zuletzt 4.000 Euro netto verdient und bekommst später 1.600 Euro Rente. Dann hast Du eine Rentenlücke von 2.400 Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aber das Problem ist: Diese Rechnung vergleicht nur, was zuletzt reinkam, mit dem, was später reinkommt. Sie ignoriert komplett, was Du tatsächlich <em>ausgibst</em>.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du im Alter eine kleine Wohnung hast, kein Auto brauchst und Deinen Urlaub in Deutschland machst, gibst Du vielleicht nur 1.800 Euro im Monat aus. Dann fehlen Dir in Wahrheit nur 200 Euro, nicht 2.400!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du aber ein schönes großes Haus hast, weiterhin Auto fährst und regelmäßig in den Urlaub fliegen willst, gibst Du vielleicht 3.500 Euro aus. Dann fehlen Dir tatsächlich 1.900 Euro.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/01-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen.png" alt="" class="wp-image-23289" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/01-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/01-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen-300x169.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/01-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen-768x432.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/01-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen-1536x864.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Also, wir sehen: Selbes Gehalt, selbe Rente, und trotzdem liegen Welten dazwischen. <strong>Und genau deswegen ist die Formulierung Deiner Lifestyle-Ziele und der damit verbundenen Kosten <em>der Schlüssel</em> für die Klarheit, wie viel Du im Alter brauchen wirst.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber erstaunlicherweise stellen sich die meisten gar nicht diese Frage, sondern arbeiten einfach hart, um immer mehr zu verdienen. Dabei wissen sie gar nicht, ob das für ihre Ziele so richtig ist. Das ist quasi ein blindes Ackern, um sich über viel Geld Sicherheit zu verschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wenn wir nicht wissen, wo wir hinwollen, werden wir immer unsicher sein bzw. dann wird der Betrag auf dem Konto ja nie groß genug sein, weil wir ja nicht wissen können, ob er reichen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr dazu liest Du in unserem Artikel <a href="https://lazyinvestors.de/wie-viel-geld-braucht-man-im-alter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wie viel Geld braucht man im Alter wirklich?</a>. Da zeigen wir Dir Schritt für Schritt, wie Du Deine persönliche Zahl ermitteln kannst. Lies da unbedingt mal rein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beispielrechnungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gut, nehmen wir also mal an, Du hast für Dich eine grobe Vorstellung, was Du später aus Deinen ETFs benötigen wirst. Weil jeder unterschiedlich viel braucht, rechnen wir jetzt mal verschiedene Szenarien durch, von einer kleinen Aufbesserung der gesetzlichen Rente bis hin zu einem komfortablen Ruhestand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber vorher kurz zu unseren Annahmen, damit die Zahlen auch wirklich realistisch sind: Um auf ehrliche Ergebnisse zu schauen, müssen die Beträge um Inflation, Steuern und Kosten bereinigt werden, was viele bei solchen Videos gerne mal vergessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wir nehmen für die Rente eine nur halb so hohe Rendite wie in der Ansparphase an. Wir sollten nämlich dann, wenn wir das Geld wirklich brauchen, auch etwas konservativer anlegen, damit wir nicht in Gefahr laufen, dass unser Geld am Ende nicht reicht, weil es gerade schlecht an der Börse aussieht. Darum legen wir dann die Hälfte in Bankguthaben oder in konservative Anleihen-ETFs an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So, jetzt aber zu den Zahlen. Du planst, mit 67 in Rente zu gehen, und willst Dir bis 90 eine Zusatzrente aus Deinen ETFs auszahlen können. Was Du aus der gesetzlichen Rente bekommst, rechnen wir hier nicht mit rein, das kommt dann on top.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angenommen, Du benötigst später eine Zusatzrente von 1.500 Euro. Wenn Du mit 25 Jahren anfängst zu investieren, müsstest Du monatlich 270 Euro sparen. Bei einem Start mit 30 sind es 350 Euro, mit 40 Jahren 630 Euro und mit 50 bereits 1.240 Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls Du bereits ein Startkapital von 25.000 Euro mitbringst, verringern sich Deine monatlichen Sparraten eine ganze Ecke: Bei einem Startkapital von 25.000 Euro und einem Beginn mit 30 bräuchtest Du nur noch 190 Euro monatlich. Startest Du mit 40, wären es 460 Euro und mit 50 noch 1.030 Euro.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/02-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen.png" alt="" class="wp-image-23292" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/02-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/02-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen-300x169.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/02-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen-768x432.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/02-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen-1536x864.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Kommst Du mit deutlich weniger aus, weil Du zum Beispiel auch noch ordentliche Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung hast, so sieht das Ganze natürlich anders aus:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du nur 500 Euro pro Monat zusätzlich brauchst, müsstest Du lediglich 90 Euro monatlich sparen, wenn Du mit 25 Jahren mit dem Investieren anfängst. Bei einem Start mit 30 sind es 120 Euro, mit 40 Jahren 210 Euro und mit 50 bereits 410 Euro monatlich.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/03-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen.png" alt="" class="wp-image-23294" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/03-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/03-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen-300x169.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/03-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen-768x432.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/03-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen-1536x864.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Und was, wenn Du später mehr brauchst oder als Selbstständiger keine großen Rentenansprüche hast?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann müsstest Du für eine Zusatzrente von 2.500 Euro pro Monat ab 25 Jahren 450 Euro monatlich sparen. Bei einem Start mit 30 sind es 590 Euro, mit 40 bereits 1.050 Euro und mit 50 sogar 2.080 Euro monatlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das sind natürlich schon ordentliche Beträge. Aber mit einem Startkapital von 50.000 Euro sieht das gleich ganz anders aus: Bei einem Beginn mit 30 bräuchtest Du nur noch 270 Euro monatlich zu investieren. Startest Du mit 40, wären es 710 Euro und mit 50 noch 1.670 Euro.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/04-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen.png" alt="" class="wp-image-23295" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/04-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/04-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen-300x169.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/04-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen-768x432.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/09/04-–-Ab-wann-habe-ich-genug-gespart_-Nie-wieder-Geldsorgen-1536x864.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Das kannst Du jetzt tun</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du hast jetzt mal gesehen, was Du je nach Lifestyle und Startzeitpunkt brauchen könntest. Und genau <em>das</em> ist der Gamechanger: Du musst nicht blind so viel wie möglich sparen, sondern Du kannst gezielt auf Deine Zahl hinarbeiten und den Rest Deines Geldes mit gutem Gewissen ausgeben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Was jetzt aber <em>wirklich</em> zählt, ist loszulegen! Du hast in den Rechnungen ja gesehen, was später starten ausmacht: Für 1.500 Euro Zusatzrente braucht jemand, der mit 25 startet, nur 270 Euro im Monat zu investieren. Wer bis 40 wartet, muss schon 630 Euro aufbringen – für das exakt gleiche Ergebnis! Das Geld, das Du heute nicht investierst, musst Du also später doppelt und dreifach sparen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der beste Zeitpunkt, mit dem Investieren zu starten, war also eigentlich gestern. Aber Vorsicht: Es gibt ein paar Fehler bei der Anlage in ETFs, die Du nicht mehr rückgängig machen kannst und die Dich richtig viel Geld kosten. Welche das sind, erfährst Du in unserem Video <a href="https://youtu.be/3lLql6Wncf4" target="_blank" rel="noreferrer noopener">3 ETF-Fehler, die Du nicht mehr rückgängig machen kannst</a>.</p>
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		<title>Wie schlimm sind Sparplan-Änderungen für Dein ETF-Depot wirklich?</title>
		<link>https://lazyinvestors.de/etf-sparplan-erhoehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 08:07:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge-Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beim Investieren bekommt man ja eingetrichtert, unter anderem auch von uns: diszipliniert sein, dranbleiben und bloß nicht dauernd am Depot rumschrauben. Und das stimmt auch. Nur übersetzen viele das in: „Meine Sparrate muss konstant sein, komme, was wolle.“ Klingt erstmal vernünftig, aber genau dieser Drang, konstant zu bleiben, führt ausgerechnet die Disziplinierten in einen Fehler, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Beim Investieren bekommt man ja eingetrichtert, unter anderem auch von uns: diszipliniert sein, dranbleiben und <em>bloß nicht</em> dauernd am Depot rumschrauben. Und das stimmt auch. Nur übersetzen viele das in: „Meine Sparrate muss konstant sein, komme, was wolle.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klingt erstmal vernünftig, aber genau dieser Drang, konstant zu bleiben, führt ausgerechnet die Disziplinierten in einen Fehler, der sie über die Jahre richtig Geld kostet. Dazu gibt es sogar 100 Jahre Börsendaten. Schauen wir uns das mal an, anhand einer Frage von unserem Hörer Rainer.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Sollte man die Sparrate stets konstant halten bzw. nach gewissen Abständen steigern? Wenn man zum Beispiel für ein Jahr etwas mehr Geld auf der hohen Kante hat und in diesem Zeitraum seinen Sparplan erhöhen möchte, im Folgejahr den Sparplan aber wieder nach unten anpassen muss – hat dieses Hin und Her „negative“ langfristige Folgen auf die Entwicklung meines ETF-Vermögens?“ – Rainer</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Total nachvollziehbare Frage, die sich bestimmt schon viele gestellt haben. Gehen wir mal Schritt für Schritt durch, was beim Rauf und Runter wirklich passiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video oder hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an:</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Also, bringt das ständige Hoch und Runter den Zinseszins durcheinander?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ne, den Zinseszins bringt das <em>nicht</em> durcheinander. Der schaut nämlich gar nicht auf Dein Einzahlmuster, also darauf, ob Du jeden Monat exakt gleich viel überweist oder mal mehr oder weniger. Der arbeitet einfach mit dem, was in Deinem Depot liegt, und lässt jeden Euro ab dem Tag wachsen, an dem er drin ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das heißt: Es gibt keinen „Strafmechanismus“ fürs Ändern. Das Hin und Her an sich – also dass die Rate mal hoch und mal runter geht – kostet Dich keine zusätzliche Rendite.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ok, das Muster schadet also nicht. Aber wenn ich die Rate erst hochsetze und später wieder senke – ist der Vorteil dann nicht direkt wieder weg?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegenteil, Du stehst am Ende sogar besser da, weil das Geld ja länger liegen konnte. Ich versuche das mal mit ein paar Zahlen klarzumachen:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://gerd-kommer.de/blog/einmalanlage-vs-phaseninvestment/">Gerd Kommer hat das mit echten Marktdaten aus fast 100 Jahren durchgerechnet</a>, zurück bis 1926. Seine Frage lautete: Wenn jemand 100.000 Euro hat, sollte er besser alles sofort investieren oder vorsichtig über drei Jahre verteilt? Und in fast drei von vier Fällen lag „alles sofort rein“ am Ende vorne. Im Schnitt mit rund 11,5 Prozent mehr Vermögen nach drei Jahren. Es macht also grundsätzlich am meisten Sinn, sofort so viel wie möglich zu investieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Grund dafür ist eigentlich auch total simpel: Globale Aktien haben ja eine positive Renditeerwartung von rund 8% pro Jahr. Es geht also eher hoch als runter. Jeder Tag, an dem Dein Geld nicht investiert ist, ist also mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Tag, an dem Du Rendite liegen lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls Du da tiefer einsteigen willst – auch in die Frage, wie man große Summen richtig investiert –, lies in unserem Artikel <a href="https://lazyinvestors.de/etf-sparplan-oder-einmalanlage/">Einmalanlage besser als Sparplan? (überraschende Erkenntnisse)</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Rainer heißt das: Dieses eine Jahr, in dem er mehr reinpackt, ist ein totaler Gewinn. Das zusätzliche Geld arbeitet ab sofort mit, und je früher es drin ist, desto länger wächst es. Über 20, 30 Jahre macht so ein früher Extra-Batzen richtig was aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wenn er im Folgejahr wieder runtergeht mit seiner Sparrate, verliert er ja nichts. Das Extra von vorher bleibt drin und wächst weiter, er legt nur kein neues oben drauf – er ist einfach wieder auf seinem normalen Spar-Niveau. Sein Vermögen ist trotzdem größer, als wenn er das Extra nie investiert hätte, das ist klar, aber es ist auch größer, als wenn er das Extra einfach über die Jahre gestreckt hätte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das heißt also, wir sollten einfach so viel wie möglich so schnell wie möglich in unsere ETFs reinkippen, richtig?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Fast – eine Sache muss man vorher klären, und die hat nichts mit dem Hin und Her zu tun: Ist das Geld, das Du reinpackst, wirklich Geld, das Du lange liegen lassen kannst?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn die echte Gefahr ist nicht, die Sparrate zu verändern, sondern Geld zu investieren, das Du bald wieder brauchst – und dann musst Du ETF-Anteile verkaufen, um flüssig zu sein. Das kann echt weh tun, falls Du gezwungen bist, zu verkaufen, wenn die Kurse gerade unten stehen. Damit machst Du aus Buchverlusten echte Verluste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also, die künftige Sparrate zu senken ist harmlos: Klar, das ist ein Klick und kostet nichts. Aber schon investiertes Geld vorzeitig zu verkaufen – genau das willst Du vermeiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also solltest Du nur das in Aktien-ETFs reinpacken, was Du 10 bis 15 Jahre nicht brauchst. Alles, was eher gebraucht werden könnte, gehört aufs Tagesgeldkonto, in Festgeld oder in kurzlaufende Staatsanleihen-ETFs höchster Bonität in Deiner Heimatwährung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls Du das von Anfang an sauber aufsetzen willst – also Sicherheitsbaustein und Aktien-Teil richtig bestimmen und natürlich die richtigen ETFs aussuchen –, dann schau Dir mal unser kostenloses <a href="https://lazyinvestors.de/webinar-etf/">Webinar</a> an. Da gehen wir Schritt für Schritt durch, was Du wissen solltest, <em>bevor</em> Du loslegst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kannst Du das nochmal alles zusammenfassen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Also, das Hin und Her bei Deinen Sparraten <em>an sich</em> kostet Dich keine Rendite – einen Strafmechanismus fürs Ändern gibt es nicht. Der teure Fehler, in den ausgerechnet die Disziplinierten laufen, ist ein ganz anderer: Sie pochen so sehr auf eine konstante Rate, dass sie lieber gar nicht nachlegen, wenn mal was übrig ist – nur um ja nichts zu verändern. Genau <em>das</em> kostet Rendite, nicht die Flexibilität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn worauf es wirklich ankommt, ist, möglichst viel, möglichst früh zu investieren. Mehr und früher heißt am Ende mehr Vermögen. Deshalb ist Rainers Extra-Jahr genau richtig, und wieder runterzugehen heißt nur: zurück aufs normale Niveau, ohne dass etwas verloren geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die einzige echte Regel ist, nur Geld zu investieren, das Du lange liegen lassen kannst, einen Notgroschen separat zu halten – und natürlich nicht in Panik zu verkaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben hier ja oft gesagt: Jeder Euro, der drin ist, wächst ab dem ersten Tag weiter. Wie dieser Zinseszins bei ETFs genau funktioniert – und warum es gerade am Anfang so schwer ist, ihn zu sehen –, erklären wir Dir in unserem Artikel <a href="https://lazyinvestors.de/etf-zinseszins/">Wann bringt Dir Dein ETF eigentlich Geld? (Schneeball-Effekt erklärt)</a>.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Artikel basiert auf einer Folge unseres Podcasts. Da wir den gesprochenen Inhalt für Dich verschriftlicht haben, kann es an manchen Stellen etwas umgangssprachlicher zugehen als in einem klassischen Blogartikel.</em></p>
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		<title>Warum Dein ETF-Depot NICHT reichen wird</title>
		<link>https://lazyinvestors.de/warum-dein-etf-depot-nicht-reichen-wird/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 08:27:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge-Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Risiko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dein ETF-Depot wird nicht reichen. Aber nicht, weil Du zu wenig investierst, sondern weil Du es isoliert betrachtest. Und dieser eine Denkfehler kostet Dich über die Jahre zehntausende Euro Rendite. Denn Dein Depot ist nur ein Teil Deines Vermögens, und wer das nicht sieht, verteilt alles falsch. Wir schauen uns heute an, warum Dein ETF-Depot [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Dein ETF-Depot wird <em>nicht</em> reichen. Aber nicht, weil Du zu wenig investierst, sondern weil Du es isoliert betrachtest. Und dieser eine Denkfehler kostet Dich über die Jahre zehntausende Euro <em>Rendite</em>. Denn Dein Depot ist nur ein <em>Teil</em> Deines Vermögens, und wer das nicht sieht, verteilt alles falsch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir schauen uns heute an, warum Dein ETF-Depot in Wirklichkeit nicht das ist, was Du denkst, und wie Du das Ganze richtig aufteilst, wenn Du endlich das gesamte Bild siehst.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Warum schaut bei der Vermögensaufteilung eigentlich jeder nur aufs Depot? Müsste man nicht auch die gesetzliche Rente, die betriebliche Altersvorsorge oder eine eigene Immobilie mit einbeziehen?“ – Carsten</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Und da trifft er einen super wichtigen Punkt: Die meisten achten nämlich nur auf ihr Depot und ihr Tagesgeld, wenn sie über ihre Vermögensaufteilung reden, und werfen dann mit Zahlen wie 60/40 oder 50/50 um sich, also „60% Aktien, 40% Anleihen“ oder sowas. Das ist aber nur die halbe Miete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerd Kommer, den wir ja mega schätzen, sagt dazu ganz klar: Richtig investieren heißt, sein Vermögen ganzheitlich zu betrachten, also nicht nur das, was auf dem Depot liegt, sondern <em>alles</em>, was wir an Vermögenswerten haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das machen wir heute auch mal, allerdings etwas praktischer als Kommer in seinen Büchern, nämlich mit einer ganz einfachen Frage: Was kommt im Alter rein, was geht raus, und was fehlt?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video oder hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an:</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Was gehört denn da alles zu unserem Vermögen, was die meisten gar nicht auf dem Schirm haben?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Fangen wir mit dem größten Posten an, den kaum jemand beachtet: unserem Humankapital.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist im Grunde all das Geld, das wir in unserem restlichen Berufsleben noch verdienen werden. Und das ist bei den meisten Menschen der mit Abstand größte Vermögenswert, und trotzdem taucht er natürlich in keinem Depot auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel: Wer noch 25 Jahre arbeitet und im Schnitt 3.000 Euro netto verdient, kommt auf rund 900.000 Euro Humankapital, und das ohne Gehaltssteigerungen. Das ist <em>deutlich</em> mehr als die meisten auf dem Depot haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klar ist das nicht total sicher, denn es kann auch immer sein, dass wir unseren Job verlieren, unsere Branche bergab geht oder was auch immer. Aber das zeigt erstmal das <em>Potential</em>, was wir noch erwirtschaften können, und bedeutet konkret:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Rente noch lange hin ist, kann ich mit einem sehr hohen Aktienanteil an den Start gehen. Denn ich brauche das Geld ja nicht, was auf dem Depot ist, sondern kann einfach durch mein Einkommen meinen Lebensunterhalt bestreiten. Es gibt also in der Zeit vor der Rente genau genommen eine sehr hohe, reale Risikotragfähigkeit bei den meisten von uns.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist eigentlich mit der gesetzlichen Rente, ist die auch Teil von unserem Vermögen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Absolut, und auch das ist ein Baustein, der in keinem Depot auftaucht, aber trotzdem einen echten Wert hat. Die gesetzliche Rente ist erstmal risikoarm <em>und</em> liquide, denn sie kommt im Alter zuverlässig jeden Monat aufs Konto.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann gibt es noch die betriebliche Altersvorsorge, Riester, Rürup und private Rentenversicherungen. Wer sowas hat, kann das auch dazuzählen, aber Achtung: Da sind nur die Garantieanteile weitestgehend sicher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele dieser Produkte haben ja auch einen fondsgebundenen Teil, der schwanken kann oder irgendwelche Hintertüren, also da muss man genau hinschauen, was davon tatsächlich garantiert ist. Aber die garantierten Teile sind eben auch sichere Bausteine, die viele komplett vergessen, wenn sie über ihre Portfolio-Aufteilung nachdenken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Und was ist mit einer selbstgenutzten Immobilie? Ist die eher sicher oder riskant, wenn man die als Vermögenswert sieht?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Da würde ich sagen: Es kommt drauf an, was man damit vorhat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn eine Immobilie mit Blick auf ihren Wert hat ein hohes Klumpenrisiko. Sie ist ja ein einziges, teures Objekt an einem einzigen Standort, und das ist ganz anders als weltweit diversifizierte Aktien-ETFs, die ja für die Altersvorsorge von allen seriösen Experten empfohlen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und eine Immobilie ist super illiquide, man kann sie nicht entsparen. Wenn wir im Alter Geld brauchen, können wir schlecht die Küche oder ein Kinderzimmer verkaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auf der anderen Seite sparen wir uns die Miete, und dementsprechend haben wir geringere Ausgaben im Alter. Das heißt, unsere Rentenlücke wird dadurch kleiner.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie meinst Du das genau, die Rentenlücke wird kleiner durch die Immobilie?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Also, das ist jetzt ganz wichtig: Die meisten reden von der Rentenlücke und meinen das, was später an <em>Einkommen</em> fehlt. Das ist aber überhaupt nicht hilfreich. Denn um zu beurteilen, wie viel uns später fehlt, müssen wir ja wissen, welche <em>Ausgaben</em> wir haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kann ja sein, dass ich total viel verdiene und das nicht mal ansatzweise brauche. Dann habe ich vielleicht eine hohe Rentenlücke mit Blick auf meine Einnahmen, aber es macht ja gar keinen Sinn, diese zu schließen, wenn ich das Geld nicht brauche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also heißt Rentenlücke bei uns nicht einfach letztes Gehalt minus Rente, sondern: Was brauche ich tatsächlich an Ausgaben im Alter, und wie viel davon deckt mein Renteneinkommen ab? Also Ausgaben minus Renteneinkommen, das ist die echte Lücke, die wir schließen müssen, und darum sollten wir <em>immer</em> mit dieser rechnen. Das macht es auch viel leichter, seine gesamten Vermögenswerte einzusortieren, also unter diesem Blickwinkel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und damit zurück zur selbstgenutzten Immobilie: Mietfrei wohnen reduziert unsere echte Rentenlücke, <em>aber</em> wir brauchen <em>daneben</em> genug liquides Vermögen, um unseren Alltag finanzieren zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darum ist die Frage nach dem Risiko bei der Immobilie gar nicht so entscheidend, sondern: Wenn wir planen, darin wohnen zu bleiben, haben wir kleinere Ausgaben, brauchen aber nebenbei genug Liquidität; es gibt ja auch noch Instandhaltungskosten und so weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wenn wir sie später verkaufen wollen, müssen wir mit deutlichen Wertschwankungen rechnen, und dann ist sie definitiv risikoreicher, als die meisten glauben. Gerade wenn unter Zeitdruck verkauft werden muss, kann das ganz doll nach hinten losgehen, und dann steht man mit deutlich weniger aus dem Verkauf da als gedacht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ok, wie sortieren wir das jetzt alles ein?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Grunde gibt es zwei einfache Fragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erstens: Was habe ich später schätzungsweise für Ausgaben? Zweitens: Was landet später tatsächlich auf meinem Konto?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau die Differenz, also das, was wir brauchen minus das, was reinkommt, ist unsere echte Rentenlücke, und <em>die</em> müssen wir stopfen, zum Beispiel mit einem ETF-Depot.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel: Jemand braucht 2.500 Euro im Monat, bekommt 1.200 aus der GRV und 300 aus der bAV garantiert, dann fehlen 1.000 Euro. <em>Das</em> ist die Lücke, und je nach Größe dieser Lücke entscheidet sich, wie unser ETF-Portfolio aussehen muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle anderen Vermögenswerte sortieren sich also in den beiden Fragen oben ein: entweder weil sie unsere Ausgaben reduzieren, weil wir zum Beispiel keine Miete zahlen, aber Achtung, Instandhaltungskosten etc. nicht vergessen, oder weil sie später liquide Mittel reinbringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das macht Sinn, aber was heißt das jetzt konkret für unser Portfolio?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir die Einkünfte für später mal zusammenzählen, also GRV, Garantieanteile aus bAV und Co., dann haben wir oft schon einen ordentlichen Vermögensblock, der nicht im ETF-Depot liegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und jetzt kommt der entscheidende Punkt, und zwar in <em>zwei</em> Phasen:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Solange wir noch arbeiten und sparen</strong>, <em>müssen</em> wir im Depot genug Risiko eingehen, sonst holen wir einfach nicht genug <em>Rendite</em> raus und das Depot reicht am Ende nicht. Das gilt eigentlich für alle, egal ob große oder kleine Rentenlücke. Wer eine große Lücke hat, muss aber sogar <em>besonders</em> viel in Aktien-ETFs investieren, weil es sonst <em>unmöglich</em> wird, die Lücke überhaupt zu schließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber Achtung: Das geht nur, wenn man das Grundlagenwissen <em>richtig</em> drauf hat. Denn wenn man sich seiner Sache nicht sicher ist und bei der ersten Krise in Panik gerät und sein Depot auflöst, hat man gar nichts gewonnen, sondern Geld verloren. Darum kann man den Zeitraum nur richtig ausnutzen und risikoreich anlegen, wenn man die Basics draufhat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Dir das notwendige Grundlagenwissen übrigens schnellstmöglich draufschaffen willst, dann schau Dir mal unser <a href="https://lazyinvestors.de/webinar/">Webinar</a> an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn wir dann in Rente gehen</strong>, dreht sich das: Dann müssen wir Risiko reduzieren, weil wir ja jetzt aus dem Depot entnehmen und darauf angewiesen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls Dich das Thema näher interessiert, lies in unserem Artikel <a href="https://lazyinvestors.de/etf-auszahlung/">ETF-Auszahlung und Entnahme – Das solltest Du wissen, BEVOR Du verkaufst</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also, ich kann ja nochmal zusammenfassen, worauf wir mit dieser Folge hinauswollen: Das Depot wird ganz oft <em>nicht</em> reichen, weil die Leute viel zu sicherheitsbedürftig anlegen, wenn sie nicht ihre ganzen anderen Vermögenswerte auf dem Schirm haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer die ignoriert und sich nur aufs Depot versteift, hält in der Ansparphase entweder zu viel auf dem Tagesgeld oder parkt zu viel in Anleihen-ETFs. In beiden Fällen verschenkt man Rendite, und das kann bedeuten, im Alter den Lebensstandard nicht halten zu können, die Reisen streichen zu müssen oder eben doch bis 67 durchzuziehen statt mit 63 aufzuhören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reichen wird es erst, wenn Du es zusammen mit allem anderen im Gesamtbild siehst. Also wenn Du einmal weißt, was Du alles hast, und dann erkennst, wie renditestark Du anlegen musst, um genug Vermögen aufzubauen. Aber der allererste Schritt dafür ist, die eigene Rentenlücke überhaupt zu kennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau dafür haben wir unseren <a href="https://lazyinvestors.de/rentenplaner" data-type="link" data-id="https://lazyinvestors.de/rentenplaner">Rentenplaner</a> gebaut. Damit kannst Du Deine echte Rentenlücke ermitteln, unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rente, betrieblichen Altersvorsorge, Riester, Rürup und allem, was Du sonst noch hast, und der rechnet Dir dann aus, wie viel Du in ETFs investieren musst, um die Lücke zu schließen, also genau das, was Carsten sich wünscht: eine vollständige Betrachtung.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Artikel basiert auf einer Folge unseres Podcasts. Da wir den gesprochenen Inhalt für Dich verschriftlicht haben, kann es an manchen Stellen etwas umgangssprachlicher zugehen als in einem klassischen Blogartikel.</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Dieses Land steigt auf in den MSCI World – was das für Dein Depot bedeutet</title>
		<link>https://lazyinvestors.de/neues-land-in-msci-world/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2026 05:40:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge-Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum ersten Mal seit über 15 Jahren steigt ein Land in den MSCI World auf. Was dabei passiert, zeigt ziemlich gut, warum es eben nicht reicht, nur in den MSCI World zu investieren. Wir schauen uns das mal ganz genau in dieser Folge an, und zwar anhand von einer Frage von Gabriele. „Hallo Anna, hallo [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Zum ersten Mal seit über 15 Jahren steigt ein Land in den MSCI World auf. Was dabei passiert, zeigt ziemlich gut, warum es eben <em>nicht</em> reicht, <em>nur</em> in den MSCI World zu investieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir schauen uns das mal ganz genau in dieser Folge an, und zwar anhand von einer Frage von Gabriele.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Hallo Anna, hallo Eddy,  <br>verstehe ich das richtig: Wenn sich ein Schwellenland z.B. Indien im Emerging Market ETF befindet und weiter und weiter wächst, wird es irgendwann im MSCI World ETF ankommen. Anna hat das mal mit der 1. und 2. Bundesliga verglichen. Vielleicht habt ihr auch ein Beispiel welches Land es in der jüngeren Vergangenheit von einem Schwellenland in den MSCI World ETF geschafft hat? Damit wird der Emerging Market ETF richtigerweise erstmal wieder um dieses Land schwächer und ein neues Schwellenland wird vielleicht aufgenommen. Stimmt meine Logik so?  <br>Herzlichen Dank an euch! Eure Erklärungen sind immer eine Bereicherung!“<br>– Gabriele</p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Super Frage, und die Logik stimmt grundsätzlich erstmal, aber da steckt noch viel mehr drin, als man auf den ersten Blick denkt. Schauen wir mal Schritt für Schritt rein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video oder hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an:</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Wie funktioniert das mit dem Auf- und Abstieg überhaupt?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genau wie in der Bundesliga gibt es quasi drei Ligen. Es gibt Frontier Markets, also quasi die Regionalliga, zum Beispiel Vietnam oder Kenia, also die ganz kleinen, jungen Märkte. Dann gibt es Emerging Markets, also die 2. Bundesliga, zum Beispiel China, Indien oder Brasilien. Und es gibt Developed Markets, also die 1. Bundesliga. Das ist der MSCI World mit USA, Deutschland, Japan etc.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MSCI, also die Firma, die diese Indizes zusammenstellt, überprüft regelmäßig im Rahmen eines festen Klassifikationsprozesses, ob Länder die Kriterien für einen Auf- oder Abstieg erfüllen. Genau wie beim Fußball gilt: Wer die Kriterien erfüllt, kann aufsteigen, und wer sie nicht mehr erfüllt, kann auch absteigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was entscheidet denn, ob ein Land aufsteigt?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist nicht nur Wirtschaftswachstum, wie man vielleicht denken würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt drei Hauptkriterien: die wirtschaftliche Entwicklung, also zum Beispiel das Einkommen pro Kopf, die Größe und Liquidität des Aktienmarkts, also genug große, handelbare Unternehmen, und ganz wichtig die Marktzugänglichkeit. Damit ist gemeint, wie leicht internationale Investoren dort kaufen und verkaufen können. Der letzte Punkt ist oft der Knackpunkt, und daran hängen viele Länder fest, gar nicht beim Wachstum.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Passiert das denn auch wirklich mit dem Auf- und Abstieg oder ist das nur Theorie?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Doch, und zwar gerade ganz aktuell: MSCI hat Ende März angekündigt, Griechenland wieder von Emerging Market zu Developed Markets hochzustufen. Die Umsetzung ist für den Mai 2027 geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist auch ein interessanter Fall: Griechenland war vorher schon einmal als Developed Market eingestuft, ist dann aber im Zuge der großen Schuldenkrise 2013 in die Emerging Markets abgestiegen. Jetzt gibt es quasi den Wiederaufstieg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das passiert gar nicht so oft. Das letzte Land, das bei MSCI von Emerging auf Developed hochgestuft wurde, war Israel, mit Umsetzung im Mai 2010, also schon über 15 Jahre her. Das zeigt: So ein Aufstieg passiert wirklich selten, das ist keine alltägliche Sache.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Und was passiert dann mit dem Emerging Markets ETF, wenn ein Land aufsteigt?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genau das, was Gabriele vermutet hat: Das Land fliegt aus dem Emerging Markets Index raus und kommt in den MSCI World rein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber jetzt kommt der Haken, und das ist super spannend: In den Emerging Markets war das Land vorher ein relativ großer Fisch in einem kleineren Teich, und im MSCI World ist es plötzlich ein ganz kleiner Fisch in einem riesigen Ozean.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Beispiel Israel sieht man das gut: Im Emerging Markets Index hatte das Land vorher ein deutlich höheres Gewicht. Nach dem Aufstieg in die Developed Markets war es im MSCI World nur noch ein sehr kleiner Baustein. Für Anleger heißt das: Im Emerging Markets ETF merkt man den Wegfall, im MSCI World ETF kaum das Hinzukommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aber was ich meinte: Wird dann automatisch ein neues Land aufgenommen, wenn jetzt im Emerging Markets Index was wegfällt?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht automatisch, nein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es rückt nicht einfach eins nach wie beim Fußball, hier bricht der Bundesliga-Vergleich. Ein Land muss die Kriterien eigenständig erfüllen und wird also nicht befördert, nur weil ein Platz frei ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kann also sein, dass der Emerging Markets Index erstmal einfach ein Land weniger hat. Neue Länder werden aufgenommen, wenn sie die Schwelle von der Frontier- zur Emerging-Kategorie überschreiten. Kuwait wurde zum Beispiel 2020 in die Emerging Markets aufgenommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist denn mit Südkorea, wird das nicht auch bald aufsteigen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, Südkorea wird bei MSCI schon seit vielen Jahren immer wieder als möglicher Kandidat für einen Aufstieg diskutiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Südkorea ist wirtschaftlich ein Schwergewicht. Samsung, Hyundai und viele andere große Konzerne kommen daher. Aber MSCI sagt: Für Developed Markets reicht das allein nicht. Vor allem bei der Marktzugänglichkeit gibt es weiter Hürden, etwa beim koreanischen Won und beim Zugang für internationale Investoren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessant ist auch: Bei FTSE, <em>dem</em> anderen großen Indexanbieter, gilt Südkorea schon seit 2009 als Industrieland. Deswegen unterscheiden sich zum Beispiel ETFs auf den MSCI Emerging Markets und den FTSE Emerging Markets deutlich, und man sollte sie <em>nicht</em> miteinander mischen. Das machen leider ganz viele Leute falsch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens, wenn Du wissen willst, was Du unbedingt wissen solltest, <em>bevor</em> Du in ETFs investierst, um solche und andere Anfängerfehler zu vermeiden, dann schau Dir unser kostenloses <a href="https://lazyinvestors.de/webinar-etf/">Webinar</a> an.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was heißt das für Indien, das Gabriele als Beispiel nennt?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Indien ist aktuell eines der am schnellsten wachsenden großen Schwellenländer, aber wie wir gerade gesehen haben, reicht Wirtschaftswachstum allein nicht, sondern die Marktzugänglichkeit muss auch stimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb ist ein Aufstieg aus heutiger Sicht nicht kurzfristig zu erwarten. Aber im Emerging Markets Index hat Indien ein richtig hohes Gewicht und wächst dort immer weiter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was heißt das Ganze jetzt für uns als Anleger?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schöne ist: Wer breit global investiert, also MSCI World <em>plus</em> Emerging Markets oder gleich einen All-World-ETF hat, muss sich um diese Umklassifizierungen überhaupt nicht kümmern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die passieren automatisch, das ist ja der ganze Charme beim Indexing. Ob ein Land jetzt im MSCI World oder im Emerging Markets steckt, bei einem globalen Portfolio ist es so oder so drin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gabrieles Logik stimmt also, und gleichzeitig zeigt das wunderbar, warum wir immer sagen: Investier nicht nur in den MSCI World, sondern auch in Schwellenländer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn wer nur MSCI World hat, hat zum Beispiel Indien, China, Brasilien, also fast die halbe Weltwirtschaft, einfach nicht im Depot.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und mit Schwellenländern dabei hast Du fast die ganze Welt abgedeckt, egal welches Land gerade wo einsortiert ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein kurzer Check lohnt sich da: Schau mal in Dein Depot, ob Du neben dem MSCI World auch Schwellenländer abdeckst. Falls nicht, weißt Du jetzt, warum das wichtig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und erst recht solltest Du nicht alles auf ein einziges Land setzen. Warum das so gefährlich ist, liest Du in unserem Artikel <a href="https://lazyinvestors.de/dax-etf-sinnvoll/">Warum Du niemals in den DAX investieren solltest!</a>.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Artikel basiert auf einer Folge unseres Podcasts. Da wir den gesprochenen Inhalt für Dich verschriftlicht haben, kann es an manchen Stellen etwas umgangssprachlicher zugehen als in einem klassischen Blogartikel.</em></p>
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