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	<title>LazyInvestors</title>
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		<title>Macht sparsam leben unglücklich? (überraschende Studie)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 09:05:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge-Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Gutes Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Sparen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Macht sparsam leben unglücklich? In der Finanzwelt heißt es ja immer: „Spar mehr, investier mehr, dann wird alles gut.“ Aber was, wenn man schon längst genug spart und sich trotzdem nicht entspannen kann? Dazu gibt es eine überraschende Studie und eine Hörerfrage, die uns richtig aus dem Herzen spricht. Hallo Anna, hallo Eddy, ich hätte [&#8230;]</p>
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<p>Macht sparsam leben unglücklich? In der Finanzwelt heißt es ja immer: „Spar mehr, investier mehr, dann wird alles gut.“ Aber was, wenn man schon längst genug spart und sich trotzdem nicht entspannen kann? Dazu gibt es eine überraschende Studie und eine Hörerfrage, die uns richtig aus dem Herzen spricht.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Hallo Anna, hallo Eddy,  <br>ich hätte gern Eure Einschätzung zu meinem Umgang mit Geld.  <br>Ich merke, dass ich mir selbst zu wenig gönne. Praktisch alle Nicht-Notwendigen-Ausgaben rechne ich auf das Jahr hoch und bewerte sie zusätzlich mit Opportunitätskosten, weil das Geld dann nicht investiert wird (aktuelle Sparrate bereits über 60%).  <br>Das führt inzwischen so weit, dass mir Geldausgeben regelrecht Schmerzen bereitet. Ich komme aus dieser Denkweise kaum mehr raus, kann Ausgaben nicht genießen und habe das Gefühl, mich selbst stark einzuschränken.  <br>Ich würde mich über Eure Hilfestellung freuen – insbesondere über Fragen oder Impulse, woher dieses Verhalten kommen kann und wie man wieder zu einem gesünderen Verhältnis zwischen Sparen, Investieren und Leben findet.  <br>Vielen Dank und liebe Grüße,<br>Anonym (m/30)</p>
</blockquote>



<p>Oh Mann, das kennen wir <em>so</em> gut. Eine Sparrate über 60% und trotzdem Schmerzen beim Ausgeben, das waren wir früher eins zu eins. Und das betrifft mehr Leute, als man denkt, dazu gibt es richtig spannende Untersuchungen.</p>



<p>Der Verhaltensforscher Scott Rick von der University of Michigan hat über 15 Jahre lang genau dazu geforscht und 2024 sein Buch „Tightwads and Spendthrifts“ veröffentlicht. Demnach gibt es tatsächlich Menschen, die beim Geldausgeben echten psychologischen Schmerz empfinden. Er nennt sie „Tightwads“, auf Deutsch am besten „Zwangssparer“. Und das beschreibt unseren Hörer ziemlich genau.</p>



<p>Auf die Erkenntnisse aus dem Buch gehen wir heute auch ein, aber noch ein kurzer Disclaimer vorweg: Was wir heute besprechen, gilt für Leute, die eigentlich schon genug zurücklegen. Wer hingegen hier struggelt, also neben seinen monatlichen Ausgaben zum Beispiel noch nicht mal was für die Altersvorsorge zurücklegt, für den ist diese Folge nicht unbedingt so super hilfreich.</p>



<p><em>Keine Lust zu lesen? Hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an:</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Also, warum fällt es manchen Menschen so schwer, Geld auszugeben?</h2>



<p>Das kennen wir ja selbst von früher, das hattest Du ja schon angedeutet: Obwohl wir bereits ordentlich was auf der Seite hatten, konnten wir es nie genießen, wenn wir uns dann doch mal was gegönnt haben. Und das ging uns tierisch auf den Keks.</p>



<p>Wir haben dann teilweise noch gelebt, als hätten wir kein Geld. Dabei entsprach das längst nicht mehr der Realität!</p>



<p>Es gibt verschiedene Gründe, warum Leute wie unser Hörer – und auch wir früher – so ticken, und da kommt auch die Forschung von Scott Rick ins Spiel. Der hat mit seinem Team sogar Gehirnscans bei Probanden gemacht, während diese Kaufentscheidungen getroffen haben.</p>



<p>Bei Zwangssparern wurde tatsächlich die Schmerzregion im Gehirn aktiviert, wenn sie Geld ausgeben sollten. Rick nennt das den „Pain of Paying“, also den Schmerz des Bezahlens. Das ist keine Einbildung, das ist ein echtes, messbares Signal im Gehirn, das sagt: „Stopp, kauf das nicht!“</p>



<p>Aber Rick unterscheidet ganz klar zwischen genügsamen Menschen und Zwangssparern. Ein genügsamer Mensch spart gerne und genießt das auch. Das wären oft so die klassischen Frugalisten, denen macht das Sparen Spaß.</p>



<p>Ein Zwangssparer hingegen spart unter Stress und Angst und gibt weniger aus, als er eigentlich selbst möchte. Das Ergebnis sieht auf dem Konto gleich aus, aber der Weg dahin ist komplett anders. Laut der Forschung von Rick sind ca. 25% der Menschen Zwangssparer. Also ist unser Hörer damit definitiv nicht allein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie kann das denn sein, also was sind so typische Ursachen für das Zwangssparen?</h2>



<p><strong>Angst vor finanzieller Unsicherheit:</strong> Bei vielen Leuten, gerade hierzulande, geht das Sicherheitsbedürfnis leider ein ganzes Stück zu weit.</p>



<p>Das Paradoxe dabei ist: Je besessener wir versuchen, jegliches Risiko zu vermeiden und absolute Sicherheit zu erreichen, desto stärker wird das Gefühl der Unsicherheit.</p>



<p>Wir haben dann mit der sogenannten Kontrollillusion zu kämpfen: Wenn wir versuchen, alle Aspekte unseres Lebens zu kontrollieren, werden wir uns oft der zahlreichen Unsicherheiten bewusst, die außerhalb unserer Kontrolle liegen. Hierdurch werden wir immer unsicherer, weil wir erkennen, dass wir uns nicht perfekt absichern können.</p>



<p>Ich glaube, darum trifft das viele Leute in reichen westlichen Ländern wie unseren halt so stark, weil je mehr Wohlstand da ist, desto mehr gibt es vermeintlich zu verlieren. Und desto stärker wird der Drang, alles abzusichern.</p>



<p>Auf jeden Fall sind das Verlangen nach Sicherheit und das Gefühl von Unsicherheit eigentlich zwei Seiten derselben Medaille.</p>



<p><strong>Erziehung:</strong> Also erstmal geht es überall ums Sparen. Spartipps findet man an jeder Ecke. Wie man sein Geld <em>sinnvoll</em> ausgibt, darüber spricht fast niemand.</p>



<p>Und das hat auch wiederum Gründe: Die meisten von uns wachsen mit einer bestimmten Sichtweise auf Geld auf. Und unsere Glaubenssätze entstehen schon ganz früh, weil sie in den prägendsten Jahren von unseren Eltern „gefüttert“ werden.</p>



<p>Ja, und Geld haben gilt in Deutschland schnell als böse. Wenn Du bereits als Kind gehört hast, dass Geld böse ist und es Menschen böse macht, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Du diese Denkweisen noch in Deinem Unterbewusstsein hast.</p>



<p>Dann wird das alles dafür tun, dass wir unser Geld nicht genießen, einfach nur, weil im Hintergrund das falsche Programm läuft, ohne dass wir es merken. Und selbst wenn wir es merken, muss man da noch aktiv dran arbeiten, zumindest geht es mir so 🙂</p>



<p><strong>Negative Erfahrungen mit Geldmangel:</strong> Umgekehrt ist es genau so: Wenn wir in ärmeren Verhältnissen aufwachsen, sind wir natürlich auch darauf geprägt, unser Geld beisammenzuhalten, damit uns bloß das nicht wiederfährt, was früher los war.</p>



<p>Also entweder hat man diese Muster auch selbst drauf, also man spart zum Beispiel zwanghaft, weil man es so gelernt hat, oder man rebelliert komplett dagegen und haut das Geld raus. Beides sind Extremreaktionen auf die gleiche Prägung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ok, aber Sparsamkeit ist doch erstmal was Gutes – wo kippt es dann?</h2>



<p>Ja, sein Geld nicht aus dem Fenster zu werfen, ist prinzipiell eine gute Idee. Finanzielle Sicherheit ist in einem bestimmten Maße auch ein ziemlich erstrebenswertes Ziel. Zum Beispiel sollten wir einen Notgroschen für unvorhergesehene Ausgaben haben und genug investieren, um unseren Ruhestand später entspannt finanzieren zu können.</p>



<p>Denn dann können wir unser Leben im Hier und Jetzt auch viel mehr genießen.</p>



<p>Problematisch wird es aber, wenn man zu viel spart. Wenn wir uns nur auf das Investieren für später konzentrieren, werden wir das Leben vermutlich nicht genießen. Wir können auch nicht einfach alles aufschieben, bis wir in Rente gehen. Viele Erlebnisse sind nur möglich und auch genussvoll, wenn wir noch voller Energie stecken und gesund sind.</p>



<p>Sich selbst der gegenwärtigen Abenteuer zu berauben, indem man jeden Cent in sein Portfolio steckt, ist genauso gefährlich, wie den letzten Euro für irgendwelchen hedonistischen Quatsch rauszuhauen und am Ende ohne Altersvorsorge dazustehen.</p>



<p>Es braucht also eine Balance.</p>



<p>Und genau das bestätigt auch die Forschung: Rick hat herausgefunden, dass sowohl Zwangssparer als auch Leute, die zu viel ausgeben, unzufrieden mit sich sind. Beide Extreme machen unglücklich. Am zufriedensten sind die entspannten Konsumenten in der Mitte, die weder zu viel noch zu wenig Schmerz beim Ausgeben empfinden.</p>



<p>Und das kann ich komplett aus persönlicher Erfahrung bestätigen: Wir waren früher genügsam im positiven Sinne. Wir haben gelernt, welche Ausgaben uns glücklich machen und was nicht. Das war super und wir konnten viel investieren.</p>



<p>Aber irgendwann hatten wir genug gespart und auch das Bedürfnis, uns mehr zu gönnen. Aber das ging nicht. Also konnten wir größere Ausgaben erstmal nicht richtig genießen, obwohl genug Geld da war.</p>



<p>Da waren wir nicht mehr genügsam, sondern eher Zwangssparer. Rick beschreibt das auch so: Zwangssparer entwickeln eine Art Schutzschild, das sie selbst dann nicht mehr ablegen können, wenn sich ihre finanzielle Situation längst verbessert hat. Das war bei uns ganz genauso.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aber wie lernt man jetzt, ohne Schuldgefühle Geld auszugeben?</h2>



<p>Das ist echt ein Prozess, den wir auch gerade immer noch ab und zu üben. Also bitte Geduld haben. Aber ein paar Dinge haben uns geholfen.</p>



<p><strong>Geld ist ein Werkzeug, kein Selbstzweck.</strong> Geld ist an und für sich total wertlos. Es kann jedoch gegen etwas unendlich Wertvolles eingetauscht werden: Erfahrungen. Doch wenn wir unser Geld nicht nutzen, haben wir ja nur Zeit verschwendet.</p>



<p>Wenn das Endziel einfach darin bestünde, die größte Zahl auf dem Konto zu haben, dann solltest Du Dir auch echt jeden Monat die 50 Euro fürs Cafe sparen oder was auch immer.</p>



<p>Aber es bringt Dir nichts im Leben, wenn Du am Ende die größte Zahl auf dem Konto stehen hast, jedoch nix von der Kohle in Erfahrungen umwandeln konntest.</p>



<p>Der Wert unseres Geldes steigt zwar im Laufe der Zeit, wenn wir es investieren. Aber unsere Fähigkeit, dasselbe Geld gegen Erfahrungen einzutauschen, nimmt im gleichen Zeitraum ab.</p>



<p>Klar, Du kannst Dein Bestes dafür geben, dass Du mit Ende 60 topfit bist. Aber es ist nun mal ziemlich riskant, darauf zu vertrauen, dass dann noch alles möglich sein wird.</p>



<p><strong>Sicherheit ist eine innere Sache.</strong> Echte Sicherheit kommt nicht von dem Versuch, alle möglichen Risiken zu eliminieren.</p>



<p>Wir können unsere Energie aber darauf verwenden, gelassener zu werden, gesunde Beziehungen zu pflegen und uns um unsere körperliche und mentale Fitness zu kümmern. All das kann uns ein Gefühl der Sicherheit geben, das nicht von äußeren Umständen abhängt.</p>



<p>Auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, wieder etwas erwirtschaften zu können, hilft enorm. So geht es mir zumindest, ich weiß ja, dass ich immer wieder Geld verdienen kann. <em>Das</em> ist echte Sicherheit für mich.</p>



<p><strong>Allergrößte Hebel: Mit Prägungen auseinandersetzen!</strong> Du kannst die eigene Kindheit aufarbeiten, zum Beispiel mit dem <a href="https://www.hoffman-institut.de/hoffman-angebote">Hoffman-Seminar</a>. Auch Persönlichkeitsentwicklung und Therapie können dabei helfen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ja genau, das sind auf jeden Fall die wichtigsten Punkte, lass uns aber nochmal kurz auf die Praxis schauen: Wie nähert man sich der Balance denn systematisch?</h2>



<p>Genau, neben dem Aufarbeiten der inneren Blockaden braucht man natürlich trotzdem ein System, klar. Das ist eigentlich recht simpel.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schritt 1: Genug zur Seite legen – und wissen, dass es reicht</h3>



<p>Der allererste Schritt, um sich beim Ausgeben weniger schlecht zu fühlen, ist zu <em>wissen</em>, dass die Basis steht. Also solltest Du Notgroschen und Altersvorsorge in ETFs ausrechnen.</p>



<p>Hast Du das einmal durchgerechnet und siehst, dass Du auf Kurs bist, nimmt das enorm viel Druck raus. Denn dann weißt Du: Alles, was darüber hinausgeht, <em>darf</em> ausgegeben werden.</p>



<p>Und ich frage mich hier gerade, ob das auch ein Thema von unserem Hörer sein kann, nur so als Vermutung. Hat er mal ganz konkret nachgerechnet? Weil sonst kann es gut passieren, dass ihn dieses Unwissen erstmal zum Mehr-Sparen zwingt, obwohl das gar nicht nötig wäre.</p>



<p><a href="https://lazyinvestors.de/rentenplaner">Nutze gerne unseren Rentenplaner dafür.</a> Dann hat man zumindest einen guten Schätzwert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schritt 2: Herausfinden, was mir wirklich etwas wert ist</h3>



<p>Nach jahrzehntelangem „Sparen, Sparen, Sparen“ können wir nicht einfach den Schalter umlegen und anfangen, Geld auszugeben. Vielleicht wissen wir nicht einmal, <em>wofür</em> wir unser Geld überhaupt ausgeben wollen.</p>



<p>Da lohnt es sich, genau herauszufinden, was einem Freude bereitet und was eben nicht. Wo gibt man Geld für etwas aus, das einem nichts bedeutet, weil „man das so macht“? Und wo sollte mehr ausgegeben werden, weil es glücklich macht?</p>



<p>Noch ein Gedanke dazu: <strong>Erfahrungen vs. materielle Dinge:</strong> Geld, das wir für Erfahrungen ausgeben – zum Beispiel, um etwas Neues auszuprobieren, für ein romantisches Essen mit dem Partner oder einen schönen Urlaub mit unseren Liebsten – kann uns lang anhaltende Freude in Form von Erinnerungen bescheren.</p>



<p>Wenn Menschen hingegen Dinge kaufen, ist ein Glücksschub oft nur von kurzer Dauer. Denn wir erinnern uns auch in Jahrzehnten ja an die Momente, in denen wir das Leben in vollen Zügen genossen haben. Und vermutlich nicht so sehr ans neue Auto vor 20 Jahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gut, das waren die konkreten Schritte. Aber lass uns zum Abschluss nochmal auf die Titelfrage zurückkommen: Macht sparsam leben unglücklich?</h2>



<p>Sparsam leben an sich nicht, nein. Aber Zwangssparen – also wenn es sich nicht mehr gut anfühlt, wenn Du Dich einschränkst, obwohl Du es gar nicht müsstest – das macht definitiv unglücklich. Die Forschung zeigt es, und wir haben es selbst erlebt. Das Ziel ist aber auch nicht, Dein ganzes Geld rauszuhauen, sondern die Balance zu finden: Genug für später zurücklegen <em>und</em> Dein Leben heute genießen.</p>



<p>Das wirkliche Risiko besteht aus unserer Sicht nicht mehr darin, dass uns das Geld ausgeht, sondern darin, dass wir im Laufe unseres Lebens unzählige Erfahrungen verpassen, weil wir zu sicherheitsbedürftig sind.</p>



<p>Das ist übrigens auch wissenschaftlich belegt: Die Forscher Kivetz und Keinan von der Columbia bzw. Harvard University haben untersucht, was Menschen langfristig mehr bereuen: sich etwas gegönnt zu haben oder darauf verzichtet zu haben.</p>



<p>Das Ergebnis war: Kurzfristig bereuen wir eher, dass wir uns was gegönnt haben, statt vernünftig zu sein. Aber je mehr Zeit vergeht, desto stärker bereuen wir den Verzicht. College-Studenten fanden kurz nach den Semesterferien, sie hätten weniger feiern und mehr lernen sollen.</p>



<p>Aber schon ein Jahr später drehte sich das komplett. Da bereuten sie, nicht mehr Spaß gehabt und nicht mehr erlebt zu haben. Und Alumni, 40 Jahre nach dem Abschluss, bereuten am stärksten, nicht mehr genossen zu haben. Also verblassen die Schuldgefühle nach dem Genuss, aber das Gefühl, etwas verpasst zu haben, wird mit der Zeit immer stärker.</p>



<p>Finanzielle Freiheit bedeutet eben auch, ohne Angst ausgeben zu können. Sonst ist man ja nicht frei.</p>



<p>Was uns richtig die Augen geöffnet hat: Bei uns gab es in unserem Bekanntenkreis mehrere Leute in unserem Alter oder sogar jünger, die echt überraschend verstorben sind.</p>



<p>Stell Dir mal vor, Du bist 35, hast das letzte Jahrzehnt richtig rangeklotzt, viel verzichtet und jeden Cent investiert. Und plötzlich verstirbt ein Freund, der auch noch jünger ist als Du. Das hat uns richtig geschockt. Was hilft uns das ganze Geld später, wenn wir es nicht nutzen können?</p>



<p>Von da an haben wir einen anderen Kurs eingeschlagen. Was uns früher echt geholfen hat, hat uns eigentlich nur noch gebremst. Dann kam das Buch „Die with Zero“ von Bill Perkins, was uns den letzten Hauch an Sparsamkeit ausgetrieben hat 😀</p>



<p>Wenn Du wissen willst, was genau in dem Buch steht und wie es unsere Einstellung zu Geld komplett verändert hat, schau Dir unser Video <a href="https://youtu.be/p1NgXuYvjfQ">Wegen diesem Buch sind wir keine Frugalisten mehr</a> an, da geht es genau darum.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p><em>Dieser Artikel basiert auf einer Folge unseres Podcasts. Da wir den gesprochenen Inhalt für Dich verschriftlicht haben, kann es an manchen Stellen etwas umgangssprachlicher zugehen als in einem klassischen Blogartikel.</em></p>
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		<title>Reicht ein All-World ETF wirklich aus? Lies das BEVOR Du investierst</title>
		<link>https://lazyinvestors.de/reicht-ein-etf/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 08:21:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge-Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Risiko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein einfacher All-Word ETF ist alles, was Du brauchst, um Dein angelegtes Geld sicher zu vermehren und vor der Inflation zu schützen. Zumindest, wenn Du wie die meisten Leute kein Millionär bist oder ein riesiges Vermögen geerbt hast. So hört man es zumindest immer wieder. Aber stimmt das wirklich? Reichen All-World ETFs wie die bekannten [&#8230;]</p>
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<p>Ein einfacher All-Word ETF ist alles, was Du brauchst, um Dein angelegtes Geld sicher zu vermehren und vor der Inflation zu schützen. Zumindest, wenn Du wie die meisten Leute kein Millionär bist oder ein riesiges Vermögen geerbt hast.</p>



<p>So hört man es zumindest immer wieder. Aber stimmt das wirklich? Reichen All-World ETFs wie die bekannten MSCI World, FTSE All-World oder MSCI ACWI aus? Wenn ja, welcher ist davon der Beste?</p>



<p><em>Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video oder hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an:</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">MSCI World, FTSE All-World oder MSCI ACWI?</h2>



<p>Und warum gerade diese drei? Weil sie breit gestreut sind und über Tausende Unternehmen weltweit beinhalten. Das ist der Kern einer soliden Geldanlage: Man setzt nicht alles auf eine Karte und investiert nicht in wenige Branchen oder Regionen.</p>



<p><strong>Mit einer breiten Streuung reduziert man massiv sein Risiko, denn wenn ein Unternehmen oder eine Branche abstürzt, fangen die anderen das auf. </strong>Du bist nicht abhängig davon, dass es einer einzelnen Firma oder einem einzelnen Land gut geht.</p>



<p>Der Unterschied zwischen den dreien ist aber wichtig: Der MSCI World enthält nur Industrieländer wie USA, Deutschland oder Japan. FTSE All-World und MSCI ACWI packen die Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien mit rein. Und darum kann ein einziger ETF auch ausreichen: Mit einem FTSE All-World oder MSCI ACWI hast Du bereits die ganze Welt im Depot.</p>



<p>Warum nehmen dann manche trotzdem zwei ETFs? Weil sie die Gewichtung selbst bestimmen wollen. In All-World-ETFs sind nur etwa 10 % Schwellenländer enthalten – obwohl sie rund die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung erbringen und den Großteil der Weltbevölkerung ausmachen!</p>



<p>Viele Anleger erhöhen den Anteil deshalb bewusst auf 20 oder 30 %. Weil Schwellenländer oft anders laufen als die USA und Europa. Und genau diese Mischung senkt das Gesamtrisiko im Portfolio und verbessert langfristig die sogenannte risikoadjustierte Rendite.</p>



<p>Die höhere Gewichtung der Schwellenländer geht am einfachsten durch einen eigenen Split, zum Beispiel mit dem MSCI World und dem MSCI Emerging Markets. Was auch immer Du tust, vergiss auf keinen Fall die Schwellenländer! Der MSCI World alleine reicht <em>nicht</em> aus. Mehr dazu liest Du in unserem Artikel <a href="https://lazyinvestors.de/warum-der-msci-world-nicht-reicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Warum der MSCI World nicht reicht</a>.</p>



<p><strong>Aber warum gibt es überhaupt so viele ETFs, wenn ein oder zwei reichen? Ganz einfach: Weil die Finanzindustrie damit ordentlich Geld verdient. Trend-ETFs zum Beispiel kosten im Schnitt fast doppelt so viel wie breite ETFs!</strong></p>



<p>Und das Ganze funktioniert, weil sich das Spiel immer wiederholt: Ob jetzt KI-ETFs, Wasserstoff-ETFs oder Cannabis-ETFs – jedes Mal denken Leute, das sei jetzt der heiße Scheiß. Das <em>muss</em> die Zukunft sein, das <em>kann</em> gar nicht schiefgehen. Aber niemand schaut zurück und fragt sich mal, was zum Beispiel eigentlich aus dem Clean-Energy-ETF von 2007 geworden ist, den man hier sieht:</p>



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</figure>



<p>Oder was aus dem 3D-Druck-ETF oder dem Pandemie-ETF geworden ist, der während Corona aufgelegt wurde und auf Impfstoffe und Tests setzte. Die sind alle längst abgestürzt oder dümpeln vor sich hin. Die Fondsgesellschaften wissen das – und bringen trotzdem den nächsten Trend-ETF raus, weil die Leute immer wieder auf die Hypes aufspringen. Lass Dich davon einfach nicht ködern.</p>



<p>Also, ein globaler ETF sollte es sein, aber wenn man jetzt bei irgendeinem Broker nach ETFs schaut, z.B. auf den MSCI ACWI, gibt es immer noch viele Optionen. Unter anderem gibt es thesaurierende oder ausschüttende ETFs. Und viele Leute fragen sich nun: Welche Variante soll ich wählen? Was ist sinnvoller, auch steuerlich?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Thesaurierend oder ausschüttend?</h2>



<p>Also, beim Ausschütter bekommst Du Dividenden aufs Konto, darauf zahlst Du Steuern. Beim Thesaurierer werden die Dividenden nicht ausgezahlt, sondern direkt im ETF wieder angelegt. Weil Du dabei kein Geld aufs Konto bekommst, würdest Du eigentlich auch keine Steuern zahlen bis zum Verkauf.</p>



<p>Der Staat möchte aber gerne schon früher was abhaben, darum gibt es seit 2018 die sogenannte Vorabpauschale. Das ist eine kleine Steuer, die einmal im Jahr automatisch von Deinem Verrechnungskonto abgebucht wird. <strong>Oft ist sie recht gering oder fällt in schlechten Börsenjahren sogar ganz weg. Und später beim Verkauf wird das berücksichtigt, damit Du nicht doppelt zahlst.</strong></p>



<p>Unterm Strich ist es also eine Komfort-Frage: Beim Thesaurierer läuft alles automatisch – die Dividenden werden direkt wieder angelegt, ohne dass Du etwas tun musst. Beim Ausschütter landet das Geld auf Deinem Konto und Du musst es selbst wieder investieren in der Ansparphase.</p>



<p><strong>An sich ist das nicht schwer, aber Hand aufs Herz: Die meisten machen es dann doch nicht. </strong>Und schon geht Dir der Zinseszins verloren. Deshalb sind thesaurierende ETFs für die allermeisten Leute die bessere Wahl.</p>



<p>So, alle Fragen beantwortet. Das ist genau das, was sich die meisten von so einem Blogpost erhoffen: Kauf diesen ETF, mach einen Sparplan, fertig. Thema abgehakt.</p>



<p>Und vielleicht denkst Du jetzt: „Super, dann mache ich das genau so. Sparplan einrichten, laufen lassen, nie wieder drüber nachdenken.“ Das <em>kann</em> funktionieren. Manche machen das tatsächlich so, also sie kaufen einen ETF, besparen ihn stoisch über Jahrzehnte und haben das Thema Altersvorsorge damit erledigt.</p>



<p>Aber vielleicht hast Du gerade ein Gefühl, das sich nicht ganz abstellen lässt. So ein leises Zweifeln: „Reicht das wirklich? Mache ich das richtig? Was, wenn ich etwas übersehe?“ Wenn Du dieses Gefühl kennst, dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen.</p>



<p><strong>Denn die Frage &#8218;Welchen ETF soll ich kaufen?&#8216; offenbart etwas viel Wichtigeres als die Suche nach dem perfekten Produkt: dass Du Dir bei den entscheidenden Dingen noch unsicher bist.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Was wirklich zählt</h2>



<p>Stell Dir vor, Dein Anlageerfolg wäre ein Kuchen. Dann wäre die ETF-Auswahl ein kleines Stück Deko obendrauf. Der Kuchen selbst – also das, was wirklich zählt – besteht aus ganz anderen Zutaten:</p>



<p>Erstens ist wichtig, dass Du überhaupt anfängst. Jeder Monat, den Du wartest, ist teurer als der „falsche“ ETF. Angenommen, der ETF, den Du ausgewählt hast, ist doppelt so teuer wie der günstigste. Das bedeutet, Du hast beispielsweise eine TER von 0,2% anstelle 0,1% erwischt. Dann kostet Dich das in 20 Jahren 900 Euro bei einer ursprünglichen Anlagesumme von 10.000 Euro.</p>



<p>Legst Du aber die gleichen 10.000 Euro ein Jahr später an, entgehen Dir 3.200 Euro an Gewinnen! Das Zögern ist also eine richtig teure Geschichte.</p>



<p>Zweitens ist Deine Aufteilung in risikoarme und risikoreiche Anlageklassen entscheidend. Also die Frage: Wie viel Prozent Deines Geldes steckst Du in Aktien-ETFs, wie viel in Tagesgeld oder Anleihen? Diese Entscheidung bestimmt Dein Risiko <em>und</em> Deine Rendite. Viel mehr als die konkrete ETF-Wahl.</p>



<p>Drittens ist wichtig, dass Du investiert bleibst. Der beste ETF der Welt bringt Dir nichts, wenn Du ihn beim nächsten Crash mit 30 Prozent Minus verkaufst.</p>



<p><strong>Genau diese drei Punkte werden am häufigsten ignoriert. Die klingen nämlich total offensichtlich, aber wenn es an die Umsetzung geht, hakt es genau hier bei den meisten. </strong>Und das hat fatale Konsequenzen, weil Leute dann entweder zu viel Risiko eingehen oder nicht genug für später investieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Du vielleicht noch nicht startklar bist</h2>



<p>Folgst Du einfach ETF-Empfehlungen, wird Dich das langfristig wahrscheinlich sehr viel Geld kosten, anstatt dass Dein Vermögen wächst.</p>



<p>Denn die Sache ist die: Wenn Du Dir diese Fragen stellst, also im weiteren Sinne „Welchen ETF soll ich kaufen?“, bist Du vermutlich noch <em>nicht</em> startklar, in ETFs zu investieren. Das mag jetzt vielleicht hart klingen, aber die Antwort auf die Frage ist nicht die Lösung für Dein eigentliches Problem.</p>



<p><strong>Es gibt im Prinzip nur zwei Gründe, sich diese Frage überhaupt zu stellen: Entweder will ich eine schnelle Lösung haben, weil ich keine Lust habe, mich tief ins Thema einzuarbeiten, oder ich bin einfach unsicher und suche Hilfe.</strong></p>



<p>Das sind beides völlig legitime Gründe, aber leider führen sie uns nicht ans Ziel.</p>



<p>Denn es gibt viel wichtigere Fragen, die vorher geklärt sein müssen: Wie steht es um Deine Risikotragfähigkeit, also emotional und real? Solltest Du nicht nur in Aktien-ETFs, sondern auch in defensivere Anlageklassen wie Anleihen-ETFs investieren, und wenn ja, wie gewichtet? Wie viel musst Du eigentlich investieren, damit es später reicht? Solltest Du Dein Portfolio anpassen, wenn die Rente naht, und wenn ja, wie? Hast Du genug Hintergrundwissen, um Krisen gut auszuhalten?</p>



<p>Und selbst die konkrete ETF-Auswahl innerhalb eines Index – also welchen MSCI World oder FTSE All-World ETF genau – ist damit noch nicht beantwortet. Manche Kriterien sind dabei unwichtig, manche kriegsentscheidend.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was passiert, wenn Dir dieses Wissen fehlt</h2>



<p>Wenn Du einfach ETF-Empfehlungen befolgst, ohne wirklich zu verstehen, was dahintersteckt, läufst Du Gefahr, in klassische Anfängerfallen zu tappen. Insbesondere dann, wenn in den Medien über neue Trends oder wirtschaftliche Abschwünge berichtet wird.</p>



<p>Denn mit Blick auf Finanzen geht es hoch emotional zu. Und wir werden leicht in die Irre geführt von den vielen Informationen da draußen, obwohl eigentlich nur ganz wenige Sachen relevant sind.</p>



<p><strong>Ohne dieses Wissen steigt massiv die Gefahr, dass Du falsch handelst. </strong>Am Ende hast Du dann womöglich weniger Geld als vorher. Das sind die Fehler, die wir immer wieder sehen: Du wechselst ständig Deine ETFs, weil es einen neuen, „besseren“ gibt. Du hast kein Vertrauen in Deine Strategie und investierst deshalb keine ausreichend hohen Summen. Du legst alles auf Eis und hinterfragst alles, weil Dein Depot in den ersten Monaten oder Jahren im Minus ist. Du tätigst Panikverkäufe, weil Du beim ersten ordentlichen Kursrutsch denkst, dass alles den Bach runtergeht. Du fängst an, auf einzelne Branchen zu setzen, weil Du bei den neuesten Trends dabei sein willst.</p>



<p><strong>Das passiert ständig bei Menschen, die einfach ETF-Empfehlungen gefolgt sind – von Freunden, Lieblings-Influencern oder aus Testheften – ohne sich die Grundlagen draufzuschaffen.</strong></p>



<p>Ich weiß, das klingt anstrengend. Aber wenn wir die Grundlagen nicht drauf haben, bleibt dieses nagende Gefühl: Mache ich das richtig? Und genau das wollen wir für Dich abstellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie wir Dir helfen können</h2>



<p>Da für die meisten Leute die Fülle an Informationen, die es im Netz gibt, erschlagend ist und gegensätzliche Aussagen wirklich <em>jeden</em> verwirren, haben wir 2016 unser Online-Programm ins Leben gerufen. Wir leisten quasi Hilfe zur Selbsthilfe, um schnellstmöglich in die Umsetzung zu kommen.</p>



<p>Wir haben mit Tausenden von unseren Geldanlage-Kursteilnehmern zusammengearbeitet, so dass wir so gut wie <em>alle</em> typischen Fehler kennen, wo Leute hängen bleiben oder wo sie in der Regel falsch abbiegen.</p>



<p><strong>Wir können Dich dabei mühelos durch den ganzen Prozess leiten. Du bekommst eine klare Struktur vorgegeben, wodurch Du nie verwirrt sein wirst. Du kannst uns jederzeit Fragen stellen und schauen, wie es die anderen in der Community machen.</strong> Und Du wirst immer in guter Gesellschaft sein und Dich nicht alleine fühlen.</p>



<p>Allein dadurch, dass Du durch uns Dein Geld schneller investieren kannst, spült Dir der Zinseszins-Effekt ein Vielfaches des Kurspreises auf Dein Konto.</p>



<p>Am besten schaust Du Dir erstmal unser kostenloses <a href="https://lazyinvestors.de/webinar/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Webinar</a> an, wo wir Dir nochmal den maximalen Durchblick im ETF-Dschungel geben und danach entscheidest Du, ob Du alleine weitermachen willst oder mit uns gemeinsam.</p>
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		<title>ETF-Auszahlung und Entnahme – Das solltest Du wissen, BEVOR Du verkaufst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 05:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge-Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei der Auszahlung bzw. Entnahme Deiner ETFs gibt es ein paar Dinge, die Du unbedingt wissen solltest, bevor Du verkaufst. Denn es gibt ein paar teure Fehler, die viele Deutsche immer wieder machen, weil sie einfach drauflos verkaufen. Und das liegt wahrscheinlich wiederum daran, dass sich viele zwar den Kopf darüber zerbrechen, ihre ETF-Geldanlage zu [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Bei der Auszahlung bzw. Entnahme Deiner ETFs gibt es ein paar Dinge, die Du unbedingt wissen solltest, <em>bevor</em> Du verkaufst.</p>



<p>Denn es gibt ein paar teure Fehler, die viele Deutsche immer wieder machen, weil sie einfach drauflos verkaufen.</p>



<p>Und das liegt wahrscheinlich wiederum daran, dass sich viele zwar den Kopf darüber zerbrechen, ihre ETF-Geldanlage zu optimieren, also: „Welcher Broker? Welche ETFs? Welche Sparquote?“ &#8230;</p>



<p>&#8230; aber sich so gut wie <em>keine</em> Gedanken über die Auszahlung machen und wie man am Ende eigentlich an sein Geld kommt. Und dann kommen plötzlich Fragen auf wie: „Soll ich regelmäßig verkaufen oder größere Summen auf einmal? Was, wenn gerade ein Markttief ist?“</p>



<p>Fakt ist: Diese Fragen muss jeder, der in ETFs anlegt, für sich klären, spätestens wenn die Rente näher rückt. Wir klären heute alles, was Du wissen musst: von der ganz praktischen Seite – also wie komme ich an mein Geld? – über die richtige Entnahme-Strategie bis hin zur Frage, wie Du Dein Portfolio Richtung Rente vorbereitest, damit Du ruhig schlafen kannst. Damit fangen wir direkt mal an:</p>



<p><em>Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video oder hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an:</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Wie viel sollte ich dann in Aktien haben, wenn ich in Rente gehe?</h2>



<p>Wir empfehlen ja immer, risikoarme Bausteine beizumischen, aber Leute fragen uns gerne mal: „Warum kann ich nicht einfach zu 100% in Aktien-ETFs anlegen? Die bringen doch die beste Rendite!“ Und ja, langfristig stimmt das. Aber das Problem ist nicht die langfristige Rendite, sondern die Reihenfolge der Renditen, wenn wir Geld entnehmen.</p>



<p>Denn wenn zu Beginn der Entnahmephase schlechte Börsenjahre kommen und wir nur Aktien-ETFs haben, müssen wir mehr Anteile zu niedrigen Kursen verkaufen – und die fehlen uns dann später, selbst wenn sich der Markt erholt. Dieses sogenannte Renditereihenfolgenrisiko kann dazu führen, dass unser Depot zu früh aufgebraucht wird – selbst bei eigentlich guter Durchschnittsrendite. Weil uns eben ein paar schlechte Börsenjahre am Anfang alles versemmeln.</p>



<p>Deshalb brauchen wir risikoarme Bausteine. Die können in einer schlechten Börsenphase verkauft werden, dann können wir die Aktien schonen. Und klar, die bringen zwar kaum Rendite, aber so ist das mit sicheren Anlagen nun mal.</p>



<p>Darum müssen wir eine gute Ausgewogenheit zwischen renditestarken und stabilisierenden Anlagen wählen. Wie viel genau in Aktien bleiben sollte, hängt davon ab, wie sehr Du auf Dein Portfolio angewiesen bist. Wenn das Geld sehr sicher zur Verfügung stehen muss, weil Deine Rentenlücke groß ist, solltest Du den risikoarmen Anteil hoch wählen. In diesem Fall bist Du am verletzlichsten, da nahezu alle Ausgaben von Deinem Portfolio getragen werden müssen. Ein Aktiencrash zu Beginn der Rente könnte sonst sehr problematisch werden.</p>



<p>Je weniger Du aus Deiner eigenen Vorsorge brauchst, desto mehr kannst Du Schwankungen am Aktienmarkt aushalten – also auch mehr Aktien im Depot behalten. Beziehungsweise: Wenn Du flexibel mit Deinen Ausgaben reagieren kannst, kannst Du auch mehr in Aktien halten. Das ist mit der größte Hebel.</p>



<p>Beispiele: Wer komplett von Investments leben muss, weil kaum gesetzliche Rente da ist, sollte gerade am Anfang der Rente nur ca. 30-40% Aktienanteil haben und den Rest in risikoarmen Anlagen. Wer hingegen eine ordentliche gesetzliche Rente bekommt und nur eine kleine Lücke schließen muss, kann auch mit 60-70% Aktienanteil in die Rente gehen. Ebenso kann das jemand, der in der Lage ist, mit seinen Ausgaben flexibel zu reagieren und zum Beispiel einfach mit wenig auskommt, wenn es an der Börse schlecht läuft.</p>



<p>Übrigens, falls Dich das Thema näher interessiert, also wie die Aufteilung für Dein Portfolio aussehen soll und wie Du richtig für Dein Alter vorsorgst, auch wenn Du schon älter bist, dann schau Dir mal unser <a href="https://lazyinvestors.de/webinar-ue50/" type="link" id="https://lazyinvestors.de/webinar-ue50/">Ü50-Webinar</a> an.</p>



<p>Ganz wichtig: Diese Gewichtung mit den risikoarmen Bausteinen sollte erst zu Rentenbeginn erreicht sein. Vorher büßt man sonst zu viel Rendite ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wann fange ich denn dann an, mein Portfolio für die Rente umzubauen?</h2>



<p>Spätestens 10 Jahre vor Rente sollte man anfangen, sein Rentenportfolio quasi anzustreben, also mit frischem Geld oder durch Umschichtungen.</p>



<p>Da gibt es eine ganz simple Methode: Nehmen wir ein Beispiel. Jemand investiert bislang 100% in Aktien, aber zur Rente ist ein 50/50-Portfolio gewünscht. Das nennt sich Zielgewichtung, also das Ziel ist, eine Aufteilung von 50% Aktien und 50% risikoarmen Bausteinen zu haben.</p>



<p>Dann sollte man jedes Jahr etwa 5% mehr in den risikoarmen Teil umschichten. Also: Wenn Du noch 10 Jahre bis zur Rente hast und aktuell 100% Aktien hältst, dann schiebst Du jedes Jahr 5% des Gesamtvermögens in risikoarme Anlagen wie Tagesgeld, Festgeld oder Staatsanleihen-ETFs.</p>



<p>Und dieser risikoarme Teil sollte in sich so aussehen, dass mindestens 2 Jahre Deiner Rentenlücke in Cash auf dem Tagesgeldkonto liegen. Der Rest kann in super sichere Staatsanleihen.</p>



<p>Falls Du noch gar keine Ahnung von Anleihen hast, lies mal unseren Artikel <a href="https://lazyinvestors.de/anleihen-etf/">Gewinne machen wenn die Zinsen fallen? Anleihen einfach erklärt</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ok, wie komme ich denn im Alter überhaupt an mein ETF-Geld ran?</h2>



<p>Im Grunde ist das super simpel: Du verkaufst Anteile Deiner ETFs. Da Du selbstständig die ETFs erwirbst, kannst Du sie auch jederzeit wieder verkaufen. Das liegt völlig in Deiner Hand.</p>



<p>Das ist quasi der umgekehrte Sparplan: Statt <em>jeden</em> Monat Geld reinzuschieben, nimmst Du regelmäßig Geld raus. Die Auszahlung kann total variabel erfolgen: Man kann große Summen auf einmal entnehmen, in vielen kleinen Raten entsparen oder alles wild mischen. Du bist da komplett flexibel.</p>



<p>Vermutlich wirst Du Stück für Stück entsparen, also Dir eine monatliche Rente entnehmen. Das ist der typische Weg. Praktisch läuft das so: Du gehst in Dein Depot, verkaufst ETF-Anteile im gewünschten Wert, und das Geld landet auf Deinem Verrechnungskonto. Von dort überweist Du es auf Dein Girokonto. Das ist wirklich kein Hexenwerk.</p>



<p>Bei manchen Brokern kannst Du sogar einen Auszahlplan einrichten, der das automatisch für Dich macht – also quasi einen Sparplan in umgekehrt. Dann musst Du Dich da gar nicht jeden Monat drum kümmern. Davon raten wir aber ab, denn Du willst bei der Entnahme ja nicht immer nur an die Aktien, das haben wir ja gerade gesehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Worauf muss ich denn bei der Entnahme achten? Also was verkaufe ich wann: Wann Aktien, wann Anleihen, wann Tagesgeld&#8230;?</h2>



<p>Die Grundlogik ist simpel: Du verkaufst immer den Teil, der gerade über seiner Zielgewichtung liegt, also das, was gut gelaufen ist. Dadurch stellst Du Deine Zielgewichtung automatisch wieder her. Das nennt sich Rebalancing.</p>



<p>Machen wir mal ein Beispiel, dann wird das sofort klar: Sagen wir, Du gehst mit 200.000 Euro in die Rente und Deine Zielgewichtung ist 50/50. Dann liegen 100.000 Euro in Aktien-ETFs, 80.000 Euro in Staatsanleihen-ETFs und 20.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto, also ca. 2 Jahre Puffer.</p>



<p>Du brauchst 800 Euro im Monat aus Deinem Portfolio, um Deine Rentenlücke zu schließen, also 9.600 im Jahr. Jetzt schauen wir mal, wie es aussieht.</p>



<p><strong>Wenn die Börse gut läuft:</strong> Deine Aktien steigen, ihr Anteil im Portfolio wächst über die geplanten 50 %. Sie sind jetzt „zu groß“. Also verkaufst Du genau dort Deine 9.600 Euro. Du entnimmst Geld und bringst gleichzeitig Dein Portfolio wieder zurück auf Kurs. Ohne extra Aufwand, Du rebalanced quasi automatisch.</p>



<p><strong>Wenn die Börse schwächelt:</strong> Die Aktien fallen und sind plötzlich untergewichtet. Dafür machen die Anleihen relativ gesehen einen größeren Anteil aus. Also entnimmst Du jetzt aus den Anleihen. Das gleiche Prinzip wie eben, nur umgekehrt.</p>



<p><strong>Und was passiert im Crash?</strong> Jetzt kommt der entscheidende Unterschied: Bei einem starken Einbruch willst Du weder Aktien noch Anleihen anfassen. Du müsstest viel zu viele Aktien verkaufen, aber auch Anleihen willst Du nicht zu früh abbauen, weil Du nicht weißt, wie lange die Krise dauert. Genau dafür hast Du den Tagesgeld-Puffer. Du überbrückst diese Phase einfach damit.</p>



<p>Also ist das Tagesgeld Dein Sicherheitsnetz für genau solche Stressphasen. Wenn sich die Märkte wieder stabilisieren, gehst Du zurück zur normalen Logik – und füllst Deinen Puffer bei Gelegenheit wieder auf.</p>



<p>Du kannst Dir einfach merken: Gute Börse bedeutet, dass Du Aktien verkaufst. Schwache Börse bedeutet, dass Du Anleihen verkaufst. Crash bedeutet, dass Du Tagesgeld nutzt. Man spricht von einem Crash bei Einbrüchen um die 30%, also ist das mal eine grobe Leitplanke.</p>



<p>Und damit hast Du einen klaren Plan, statt spontan zu reagieren. Genau das ist in der Entnahmephase entscheidend.</p>



<p>Übrigens hilft Dir ein einfaches Excel-Sheet dabei, Deine Zielgewichtung im Blick zu behalten und dann systematisch zu entscheiden, aus welchem Portfolio-Baustein Du entnimmst, beziehungsweise haben wir da auch ein kleines Tool für unsere <a href="https://lazyinvestors.de/etf-online-kurs/">Kursteilnehmer</a> entwickelt. Das musst Du Dir dann nicht selbst ausrechnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aber kann ich nicht einfach von Dividenden leben, statt zu verkaufen? Ist das nicht sowieso sicherer?</h2>



<p>Die kurze Antwort ist: Um allein von Deinen Dividenden leben zu können, brauchst Du ein deutlich größeres Vermögen. Denn Du könntest ja keine Anteile verkaufen.</p>



<p>Aber auch Dividenden werden in Krisen gekürzt oder gestrichen – darauf verlassen kann man sich also auch nicht. Deswegen braucht es auch weiterhin einen risikoarmen Teil.</p>



<p>Und ehrlicherweise macht es überhaupt keinen Sinn, von seinen Dividenden leben zu wollen: Es ist mathematisch egal, ob Du Geld durch den Verkauf von Anteilen oder durch Dividenden erhältst. Beide Varianten verringern den Gesamtwert Deines Portfolios gleich stark. Das fühlt sich zwar anders an, ist es aber nicht – das nennt sich der Dividenden-Fehlschluss.</p>



<p>Falls Dich das Thema im Detail interessiert, lies in unserem Artikel <a href="https://lazyinvestors.de/dividenden-etfs">Warum wir nicht mehr in Dividenden-ETFs investieren</a> mehr darüber.</p>



<p>Und extra zur Rente auf ausschüttende ETFs umzustellen, wäre sogar schädlich: Du müsstest Deine thesaurierenden Anteile verkaufen, dabei werden sofort die kompletten Steuern auf die bisherigen Gewinne fällig und Du hast am Ende weniger Geld. Also raten wir: Finger weg von Dividenden-Strategien.</p>



<p>Ok, aber vielleicht fragst Du Dich auch: Wie viel Geld brauchst Du eigentlich später mindestens, wenn Du in den Ruhestand gehst?</p>



<p>Das ist eine sehr wichtige Frage, aber auf den ersten Blick leider echt schwer zu beantworten. Viele geben daher schnell auf und verdrängen das Thema wieder, weil sie sich total überfordert damit fühlen, eine Antwort auf die Frage zu finden. So ging uns das früher auch.</p>



<p>Das Problem ist aber: Wenn ich nicht zumindest einigermaßen grob für mich abschätzen kann, was ich später brauchen werde, kann ich mir ja auch kein sinnvolles Sparziel setzen. Ich kann mir zwar irgendeine Zahl ausdenken, aber so habe ich ja keinen blassen Schimmer, wie viele Jahre ich später mit dem Vermögen auskommen werde. Das ist aus unserer Sicht kein schönes Gefühl, mit so einer nagenden Unsicherheit zu leben.</p>



<p>In unserem Artikel <a href="https://lazyinvestors.de/wie-viel-geld-braucht-man-im-alter/">Wie viel Geld braucht man im Alter wirklich?</a> schauen wir daher mal, wie Du für Dich gut abschätzen kannst, was Du später <em>wirklich</em> an Geld brauchen wirst, um Deinen Ruhestand zu genießen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p><em>Dieser Artikel basiert auf einer Folge unseres Podcasts. Da wir den gesprochenen Inhalt für Dich verschriftlicht haben, kann es an manchen Stellen etwas umgangssprachlicher zugehen als in einem klassischen Blogartikel.</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die große Gefahr bei ETFs von Sparkasse, Volksbank &#038; Co.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 13:33:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge-Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Risiko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Immer mehr Leute fragen bei ihrer Sparkasse oder Volksbank nach ETFs. Und die Banken bieten mittlerweile auch Produkte rund um ETFs an. Das klingt doch erstmal super, oder? Das Problem ist nur: Was Du dort bekommst, kann Dich richtig viel Geld kosten – und zwar deutlich mehr, als die meisten ahnen. Wir haben kürzlich ein [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://lazyinvestors.de/etf-bei-sparkasse-sinnvoll/">Die große Gefahr bei ETFs von Sparkasse, Volksbank &amp; Co.</a> appeared first on <a href="https://lazyinvestors.de">LazyInvestors</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Immer mehr Leute fragen bei ihrer Sparkasse oder Volksbank nach ETFs. Und die Banken bieten mittlerweile auch Produkte rund um ETFs an. Das klingt doch erstmal super, oder?</p>



<p>Das Problem ist nur: Was Du dort bekommst, kann Dich richtig viel Geld kosten – und zwar deutlich mehr, als die meisten ahnen. Wir haben kürzlich ein Angebot zugeschickt bekommen, das uns echt die Sprache verschlagen hat. Was da drin stand und warum Du bei Deiner Hausbank extrem aufpassen musst, schauen wir uns heute mal an.</p>



<p><em>Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video oder hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an:</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Ok, was genau ist denn das Problem mit ETFs bei Sparkasse, Volksbank und Co.?</h2>



<p>Du hast es ja gerade angekündigt: Uns hat eine Teilnehmerin unseres Online-Kurses ein Angebot ihrer Bank geschickt, was als „ETF-Altersvorsorge-Angebot“ betitelt war, sich bei genauerem Hinschauen aber als ein super schlechter Versicherungsvertrag mit völlig überhöhten Kosten entpuppt hat.</p>



<p>Und jetzt kommt die absolute Härte: In dem Angebot steckt ein <em>einziger </em>ETF, der von der hauseigenen Fondsgesellschaft auch noch zu völlig überzogenen Kosten aufgelegt wird. Und dieser ETF hatte eine Gewichtung von 10% im Gesamtportfolio; alle anderen Bestandteile waren aktiv gemanagte Fonds, die nochmal teurer waren und statistisch gesehen langfristig eine super schlechte Performance hinlegen.</p>



<p>Diese aktiv gemanagten Fonds werden übrigens am liebsten von Banken und Vermögensverwaltern verkauft, weil sie richtig viel Geld damit verdienen. Für Dich als Anleger sieht es hingegen meistens anders aus: Historische Daten zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, mit aktiven Fonds langfristig schlechter abzuschneiden als mit einem einfachen ETF.</p>



<p>Gerd Kommer schreibt in seinem Standardwerk „Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs“, dass sich für Zeiträume bis zu einem Jahr rund 50% der aktiven Fonds schlechter entwickeln als ein vergleichbarer ETF. Bei Zeiträumen von über zehn Jahren steigt der Anteil der schlechter abschneidenden aktiven Fonds laut diesen Daten auf etwa 95%. Bei noch längeren Zeiträumen nähert sich dieser Anteil nahezu 100%.</p>



<p>Leider ist das den meisten Leuten überhaupt nicht bekannt, denn Banken werben oft mit kurzen Zeiträumen, in denen ihre Fonds überdurchschnittliche Gewinne gemacht haben. Dass ihre Fonds auf Dauer diese Überperformance so gut wie nie beibehalten können – gerade unter Berücksichtigung der Kosten – kommt in der Beratung aus unserer Sicht häufig, sagen wir mal, zu kurz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Also dreister geht es ja kaum. Da bekommt der Begriff Mogelpackung eine ganz neue Bedeutung&#8230; Aber was, wenn ich direkt nach einem ETF-Sparplan frage – das geht doch auch bei der Hausbank?</h2>



<p>Ja, auch bei den „normalen“ Banken hast Du mittlerweile die Möglichkeit, in globale ETFs zu investieren bzw. Dir einen Sparplan aufzusetzen.</p>



<p>Nichtsdestotrotz sind hier die Gebühren im Vergleich zu Neo-Brokern deutlich höher. Und zwar so viel höher, dass es sich lohnt, mal genauer hinzuschauen.</p>



<p>Die Konditionen variieren je nach Region, aber als Beispiel haben wir uns mal zufällig das Preis-Leistungsverzeichnis der Volksbank Mittelhessen eG rausgefischt. Das war ziemlich weit oben bei den Google-Ergebnissen.</p>



<p>Die Ausführungsgebühr für den Sparplan beträgt 1,95 Euro pro Ausführung. Außerdem gibt es Depotgebühren von 0,05% vom Kurswert pro Quartal, mindestens aber 4,95 Euro pro Quartal. Das klingt jetzt erstmal nach nicht viel, aber warte mal ab; ich bin fast vom Stuhl gefallen, als ich das durchgerechnet habe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ja genau, das klingt ja wirklich erstmal nicht nach viel. Was macht das auf lange Sicht wenn Du sagst, das summiert sich?</h2>



<p>Also, die Depotgebühr bei der Beispiel-Volksbank ist ja nicht fix, sondern sie wächst mit Deinem Vermögen, das hatten wir ja gerade. Es sind 0,05% vom Kurswert pro Quartal. Je mehr Geld in Deinem Depot liegt, desto mehr kassiert die Bank.</p>



<p>Rechnen wir das mal durch bei 300 Euro Sparrate pro Monat und 8% Rendite, also dem langfristigen historischen Durchschnitt.</p>



<p><strong>Nach 10 Jahren</strong> und 36.000 Euro Einzahlungen liegt die Depotgebühr bei ungefähr 9 Euro pro Monat plus 1,95 Euro Sparplan. Die bisherigen Gebühren gesamt betragen dann 740 Euro.</p>



<p><strong>Nach 20 Jahren</strong> und 72.000 Euro Einzahlungen liegt die Depotgebühr bei ungefähr 29 Euro pro Monat plus 1,95 Euro Sparplan. Die bisherigen Gebühren gesamt betragen dann 3.100 Euro.</p>



<p><strong>Nach 30 Jahren</strong> und 108.000 Euro Einzahlungen liegt die Depotgebühr bei ungefähr 71 Euro pro Monat plus 1,95 Euro Sparplan. Die bisherigen Gebühren gesamt betragen dann 9.100 Euro.</p>



<p>Aber warte mal ab: Bei fast allen Neo-Brokern entfallen Depotgebühren, und auch die Ausführungsgebühren für die Sparpläne und <em>einzelne </em>Käufe. Dann gehen die 300 Euro komplett in Deinen ETF. JedenMonat. 30 Jahre lang.</p>



<p>Das wiederum bedeutet: Nach 20 Jahren hast Du beim Neo-Broker rund <strong>5.600 Euro mehr</strong> im Depot als bei der Volksbank. Nach 30 Jahren sind es sogar über <strong>21.000 Euro</strong> – einfach nur wegen der Gebühren. Denn die werden ja nicht nur einfach abgezogen bei der Bank, sondern sie können ja auch nicht für Dich arbeiten.</p>



<p>Und jetzt stell Dir vor, Du sparst 500 oder sogar 1.000 Euro im Monat – dann wird der Unterschied nochmal viel viel größer.</p>



<p>Übrigens, unsere Empfehlungen für Broker ohne Depotgebühren und Ausführungsgebühren findest Du <a href="https://lazyinvestors.de/empfehlungen/">hier.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Und was ist mit dem S-Broker? Der wird ja oft als günstigere Alternative angepriesen.</h2>



<p>Das stimmt, vielen Sparkassen-Kunden wird der hauseigene S-Broker als Lösung präsentiert.</p>



<p>Und ja, der S-Broker ist günstiger als die Filiale. Aber im Vergleich zu den Neo-Brokern ist er immer noch teurer.</p>



<p>Sparpläne kosten 1,25% pro Ausführung. Das Depot ist zwar kostenlos, wenn man einen aktiven Sparplan hat – aber wehe, man pausiert mal ein Quartal: Dann werden knapp 4 Euro im Monat fällig.</p>



<p>Rechnen wir das auch mal kurz durch, mit der gleichen Annahme wie eben, also 300 Euro Sparrate pro Monat.</p>



<p><strong>Beim S-Broker:</strong> Es fallen 0 Euro Depotgebühr an, wegen des aktiven Sparplans, aber 3,75 Euro Ausführungsgebühr, also 1,25% von 300 Euro. Das sind 3,75 Euro pro Monat, die nicht für Dich arbeiten.</p>



<p>Über 20 Jahre wären aus diesen 3,75 Euro pro Monat – hätte man sie mitinvestiert bei ca. 8% Rendite – fast 2.200 Euro geworden. Über 30 Jahre sogar über 5.500 Euro.</p>



<p>Besser als die Filialbank, klar. Aber warum überhaupt Gebühren zahlen, wenn es genauso gut ohne geht?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ok, und wenn ich mir dann beim Neobroker selber ETFs aussuche – bin ich dann safe?</h2>



<p>Ganz wichtig: nein, nicht automatisch. Denn ganz unabhängig davon ist noch eine andere Sache total wichtig zu verstehen.</p>



<p>Es gibt rund 3.000 ETFs, die in Deutschland handelbar sind. Aber die allerwenigsten eignen sich für einen seriösen, fundierten Vermögensaufbau.</p>



<p>Wenn es um Deine Geldanlage geht, willst Du mit Deinen ETFs die gesamte Weltwirtschaft abbilden. Denn wenn Du global und branchenweit in Tausende Aktien gleichzeitig investierst, spekulierst Du nicht auf die Entwicklung von einzelnen Firmen oder Branchen.</p>



<p>Aber der weitaus größte Teil an ETFs bildet gar nicht die globale Wirtschaft ab, sondern einzelne Regionen, Branchen, Trends usw.</p>



<p>Aber ob jetzt erneuerbare Energien, Pharma oder KI – hiermit schließen wir immer eine Wette darauf ab, dass in den nächsten Jahrzehnten <em>genau dieser Bereich </em>weiter abgeht. Und damit werden wir mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit falsch liegen.</p>



<p>Die Gefahr ist somit viel zu groß, dass Du Dir ETFs aussuchst, die mit viel zu hohen Risiken einhergehen, weil sie auf einzelne Nischen spekulieren.</p>



<p>Übrigens, falls Du wissen willst, wie Du Schritt für Schritt globale ETFs aussuchst und Dir eine solide Altersvorsorge aufbaust, schau Dir hier unser kostenloses <a href="https://lazyinvestors.de/webinar-etf/">Webinar</a> an. Darin erklären wir Dir alles Wichtige, was Du wissen musst<em>, bevor</em> Du in ETFs investierst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aber nochmal zum Neo-Broker, wo ich eigentlich drauf hinauswollte: Sind die denn genau so sicher wie die Sparkassen und Co.?</h2>



<p>Ach so. Ja, das ist eine total verständliche Frage – und die hören wir echt oft. Die kurze Antwort ist: Ja. Alle Broker – egal, ob jung oder alt – unterliegen den gleichen gesetzlichen Vorschriften und werden von der BaFin beaufsichtigt.</p>



<p>Und jetzt kommt der Punkt, den viele nicht wissen: Deine ETFs selbst liegen beim Zentralverwahrer und nicht bei der Bank. ETFs sind sogenanntes Sondervermögen. Das bedeutet, es ist egal, ob die Bank oder auch die Fondsgesellschaft pleite gehen, denn das Vermögen ist geschützt und außerhalb der Insolvenzmasse.</p>



<p>Und Geld, das auf dem Verrechnungskonto liegt – also nicht investiert ist – ist durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt. Auch das ist bei Neo-Brokern genauso wie bei jeder anderen Bank.</p>



<p>Und jetzt wird es sogar ein bisschen ironisch: Ausgerechnet bei Volksbanken und Sparkassen musste die BaFin in den letzten Jahren mehrfach eingreifen.</p>



<p>Bei den Volksbanken musste der Stützungsfonds mit 1,2 Milliarden Euro einspringen – doppelt so viel wie erwartet. Bei einer Volksbank hat die BaFin sogar dafür gesorgt, dass Vorstand und Aufsichtsrat gehen mussten.</p>



<p>Auch bei den Sparkassen hat die Aufsicht genau hingeschaut: BaFin und EZB haben das Sicherungssystem geprüft und auf Verbesserungsbedarf hingewiesen. Zusätzlich wurden bei einzelnen Häusern wiederholt Defizite im Risikomanagement festgestellt – mit aufsichtsrechtlichen Konsequenzen für die Geschäftsleitung. Zwei Sparkassen-Geschäftsleiter wurden 2025 offiziell verwarnt.</p>



<p>Und BaFin-Chef Mark Branson hat ganz klar gesagt: Genossenschaftliche Strukturen schützen nicht vor Misswirtschaft.</p>



<p>Also: Wer denkt, die Sparkasse oder Volksbank sei automatisch sicherer als ein Neo-Broker – das stimmt so einfach nicht. Und Deine ETFs als Sondervermögen sind sowieso bei jedem Broker gleich geschützt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was kann ich denn machen, wenn ich schon ein Depot bei der Sparkasse oder so habe?</h2>



<p>Prüf erstmal die Kosten, und google dafür mal nach „Preis-Leistungsverzeichnis“ + Brokername der Bank. Darin werden alle aufgelistet.</p>



<p>Wenn Dir das zu teuer ist, kannst Du ganz einfach ein Konto bei einem Neobroker aufmachen und dort einen Depotumzug beauftragen. Das sind ein paar Klicks, und den Rest erledigt dann der neue Broker für Dich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ok, worauf sollten wir jetzt insgesamt achten?</h2>



<p>Erstens: Lass Dir bei Deiner Hausbank nichts andrehen, was „ETF-irgendwas“ heißt, aber eigentlich eine Versicherung oder ein Mischprodukt mit aktiven Fonds ist. Schau genau hin, was drin ist.</p>



<p>Zweitens: Selbst wenn es echte ETFs sind – die Gebühren bei Filialbanken sind im Vergleich zu Neo-Brokern oft deutlich höher. Über 20 oder 30 Jahre kostet Dich das Tausende Euro. Nutze also lieber einen Neo-Broker. So machen wir das auch. Bei den gängigen Anbietern fallen keine Depot- und Sparplangebühren an.</p>



<p>Drittens: Nicht jeder ETF eignet sich für den Vermögensaufbau. Finger weg von Branchen- und Themen-ETFs. Setze auf breite, globale ETFs, die die gesamte Weltwirtschaft abbilden.</p>



<p>Wenn Du jetzt wissen willst, welche weiteren ETF-Irrtümer Dich richtig teuer zu stehen kommen können – und wie Du sie vermeidest – dann hör Dir unsere Folge <a href="https://youtu.be/CY5Vgk9T_3E">Die 3 größten ETF-Irrtümer, die für Dich teuer werden</a> an.</p>



<p>&#8212;</p>



<p>Preis-Leistungsverzeichnisse für die Rechenbeispiele:
<a href="https://atruvia.scene7.com/is/content/atruvia/volksbank-mittelhessen-preisverzeichnis-134200pdf">https://atruvia.scene7.com/is/content/atruvia/volksbank-mittelhessen-preisverzeichnis-134200pdf</a>
<a href="https://www.sbroker.de/sites/default/files/2025-10/Preismodell.pdf">https://www.sbroker.de/sites/default/files/2025-10/Preismodell.pdf</a></p>



<p>Quellen zu den genannten BaFin-Maßnahmen bei Sparkassen und Volksbanken:
<a href="https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Massnahmen/60b_KWG_84_WpIG_und_57_GwG_anonym/neu/meldung_2025_11_24_geldbusse_sparkasse.html">https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Massnahmen/60b_KWG_84_WpIG_und_57_GwG_anonym/neu/meldung_2025_11_24_geldbusse_sparkasse.html</a>
<a href="https://www.finanzwende.de/themen/banken-und-schattenbanken/volksbanken-back-to-bodenstaendigkeit">https://www.finanzwende.de/themen/banken-und-schattenbanken/volksbanken-back-to-bodenstaendigkeit</a>
<a href="https://de.linkedin.com/pulse/frontalangriff-auf-die-sparkassen-bafin-und-ezb-fordern-kr%C3%B6ner">https://de.linkedin.com/pulse/frontalangriff-auf-die-sparkassen-bafin-und-ezb-fordern-kr%C3%B6ner</a></p>



<p>Alle Inhalte dienen der allgemeinen Information und stellen keine Anlageberatung dar. Konditionen können sich jederzeit ändern – prüfe immer das aktuelle Preis-Leistungsverzeichnis und die Produktunterlagen Deines Anbieters.</p>



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<p><em>Dieser Artikel basiert auf einer Folge unseres Podcasts. Da wir den gesprochenen Inhalt für Dich verschriftlicht haben, kann es an manchen Stellen etwas umgangssprachlicher zugehen als in einem klassischen Blogartikel.</em></p>
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		<title>ETF-Sparplan am Monatsanfang zu teuer?</title>
		<link>https://lazyinvestors.de/bester-tag-etf-sparplan/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 08:13:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge-Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ist es zu teuer, am Anfang des Monats seinen ETF-Sparplan ausführen zu lassen? Dazu haben wir eine Frage von Anke bekommen. Ich habe mein Depot bei Finanzen.net.zero und konnte dort für meinen etf-Sparplan einstellen, an welchem Tag des Monats jeweils der etf-Kauf erfolgt. Ich bin dem Gedanken gefolgt, gleich am Monatsanfang Geld beiseite zu legen, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ist es zu teuer, am Anfang des Monats seinen ETF-Sparplan ausführen zu lassen? Dazu haben wir eine Frage von Anke bekommen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Ich habe mein Depot bei Finanzen.net.zero und konnte dort für meinen etf-Sparplan einstellen, an welchem Tag des Monats jeweils der etf-Kauf erfolgt. Ich bin dem Gedanken gefolgt, gleich am Monatsanfang Geld beiseite zu legen, und wählte deshalb einen Termin zu Monatsanfang. Inzwischen bin ich aber ins Zweifeln gekommen, ob das wirklich klug ist. Mein Eindruck ist, dass der von mir gewählte etf zu Monatsanfang immer etwas höhere Kurse aufweist … weil viele denken wie ich und die Nachfrage dann entsprechend hoch ist? Ist das nur mein Eindruck oder systematisch so? Wäre es z.B. klüger, in der Monatsmitte zu investieren? Habt ihr eine Meinung dazu? – Anke</p>
</blockquote>



<p>Falls Du auch eine Frage an uns hast, kannst Du sie <a href="https://lazyinvestors.de/fragen/">hier einreichen</a>.</p>



<p>Ok, also Anke hat die Befürchtung, dass alle gleichzeitig kaufen und sich damit gegenseitig die Preise hochziehen sozusagen. Das klingt auch erstmal absolut plausibel. Genau deshalb lohnt es sich, die Sache ernsthaft zu prüfen.</p>



<p><em>Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video oder hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an:</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Welche Annahme steckt eigentlich hinter der Frage?</h2>



<p>Viele Menschen bekommen am Monatsanfang Geld, also investieren viele auch am Monatsanfang. Diese geballte Nachfrage treibt die Kurse kurzfristig hoch, so die Annahme. Wer dann kauft, kauft systematisch teurer. Das klingt logisch, ist aber ein Mythos.</p>



<p>So läuft es wirklich: Sparpläne werden nicht „alle gleichzeitig“ ausgeführt. Das läuft nicht so, dass morgens um 9 Uhr zehntausend Sparpläne gleichzeitig kaufen. Der Broker sammelt Aufträge und führt sie über den Tag verteilt aus, oft in mehreren Schritten und nicht zu einem einzigen Zeitpunkt.</p>



<p>Und jetzt der wichtige Punkt: Der Preis von Deinem ETF wird vor allem dadurch bestimmt, <strong>was die Aktien im ETF gerade wert sind</strong>. Wenn Apple, Nvidia &amp; Co. weltweit steigen, steigt auch der ETF. Wenn sie fallen, fällt er.</p>



<p>Bei großen ETFs wird jeden Tag <em>so</em> viel gehandelt, dass das, was deutsche Sparpläne kaufen, im Vergleich dazu im Börsenrauschen komplett untergeht. Also sind Sparpläne quasi wie ein Eimer Wasser, den Du in den Ozean kippst: Der Ozean ist die Summe aus allen Käufen und Verkäufen weltweit, und der Eimer Wasser kann den Pegel einfach nicht beeinflussen, dafür ist er viel zu klein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gibt es denn trotzdem einen Monatsanfangseffekt?</h2>



<p>Jein: Es gibt tatsächlich den sogenannten <em>Turn-of-the-Month-Effect</em>. Historisch waren Renditen rund um den Monatswechsel leicht höher, insbesondere wg. Pensionskassen und institutionellen Zuflüssen, also nicht privaten Investoren.</p>



<p>Aber der Effekt ist klein: Die Unterschiede sind in absoluten Zahlen winzig, wir reden hier von Bruchteilen eines Prozents pro Tag. Und er schwankt und ist nicht zuverlässig ausnutzbar. Und vor allem: Er ist längst bekannt und damit weitgehend eingepreist.</p>



<p>Eingepreist heißt: Wenn ein Effekt bekannt ist, kann man damit kein Geld mehr verdienen, weil alle ihn schon erwarten. Sobald alle von einem Vorteil wissen, handeln alle danach, und dann gibt&#8217;s den Vorteil nicht mehr. Ich versuchs mal mit einem Bild: Das ist wie mit einem Geheimtipp-Restaurant. Sobald es in der Zeitung steht, ist es kein Geheimtipp mehr, dann ist es voll und man kriegt keinen Tisch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aber macht es dann Sinn, später den Sparplan ausführen zu lassen?</h2>



<p>Nein, der Sparplan ist gerade dafür da, Timing zu vermeiden. Wer anfängt, die Ausführungstage zu optimieren, ist gedanklich schon wieder beim Markt-Timing. Der größte Renditefaktor ist nicht der Tag, sondern überhaupt investiert zu sein. Regelmäßigkeit schlägt <em>immer</em> vermeintliche Cleverness, den richtigen Tag zu erwischen.</p>



<p>Und es ist viel wichtiger, dass man sich am Monatsanfang zuerst bezahlt, damit das Geld weg vom Girokonto und investiert ist, anstelle dass es da weiter liegt, keine Rendite macht und im schlimmsten Fall noch für was anderes ausgegeben werden kann. Denn die meisten Verluste entstehen nicht durch „falsche“ Tage, sondern durch Pausen, Aussetzen wg. Zweifeln etc.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist denn wirklich sinnvoll bei der Wahl des Sparplantags?</h2>



<p>Das ist das, was ich gerade schon angedeutet hab: Nimm den Tag, der zu Deinem Leben passt. Am besten kurz nach Gehaltseingang, damit das Geld gar nicht erst „verfügbar“ wirkt.</p>



<p>Mehr dazu liest Du in unserem Artikel <a href="https://lazyinvestors.de/finanzen-automatisieren/">So habe ich meine Finanzen automatisiert (für finanzielle Unabhängigkeit)</a>. Automatisierung schlägt Optimierung, dazu haben wir auch ein Video „So habe ich meine Finanzen automatisiert“.</p>



<p>Der beste Sparplantag ist der, der ewig laufen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Also kauft Anke jetzt auch nicht zu teuer?</h2>



<p>Nein, sie kauft nicht systematisch zu teuer. Und selbst wenn es minimale Effekte gäbe, wären sie langfristig völlig irrelevant im Vergleich zur Frage, ob sie 20–30 Jahre konsequent investiert.</p>



<p>Wenn sie über Sparplantage grübelt, macht sie schon sehr vieles richtig. Jetzt geht es nur noch darum, es sich leicht zu machen, nicht kompliziert. Und den Fokus auf die wichtigen Themen zu legen: Genug sparen, richtig investieren etc.</p>



<p>Genau, und falls auch Du schnellstmöglich Durchblick im ETF-Dschungel gewinnen willst, dann schau Dir mal unser kostenloses <a href="https://lazyinvestors.de/webinar/">Webinar</a> hier an. Darin zeigen wir Dir, was Du alles wissen solltest <em>bevor</em> Du in ETFs investierst.</p>



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<p><em>Dieser Artikel basiert auf einer Folge unseres Podcasts. Da wir den gesprochenen Inhalt für Dich verschriftlicht haben, kann es an manchen Stellen etwas umgangssprachlicher zugehen als in einem klassischen Blogartikel.</em></p>
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		<title>ETFs in Krisenzeiten – DAS musst Du jetzt wissen (Iran-Krieg)</title>
		<link>https://lazyinvestors.de/etf-krise/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 08:25:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge-Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Risiko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Wochen gibt es erneut einen Krieg im Nahen Osten. Der Ölpreis ist seitdem explodiert. Alles wird teurer. Und wie es jetzt weitergeht, das kann niemand wirklich vorhersagen. Sollte man in solchen Krisenzeiten sein Geld überhaupt in ETFs anlegen oder sollten wir lieber warten? Denn was ist, wenn der Aktienmarkt demnächst komplett einbricht – kurz [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Seit Wochen gibt es erneut einen Krieg im Nahen Osten. Der Ölpreis ist seitdem explodiert. Alles wird teurer.</p>



<p>Und wie es jetzt weitergeht, das kann niemand wirklich vorhersagen. Sollte man in solchen Krisenzeiten sein Geld überhaupt in ETFs anlegen oder sollten wir lieber warten? Denn was ist, wenn der Aktienmarkt demnächst komplett einbricht – kurz nachdem wir angelegt haben?</p>



<p>Man sieht es auch bereits an den Kursen: Die Börsen haben auf den Krieg heftig reagiert und der MSCI ACWI, das ist ein globaler Aktienindex, ist zwischenzeitlich deutlich eingebrochen. Deswegen verstehen wir die Verunsicherung total. In dieser Folge schauen wir uns darum mal ganz ruhig und rational alles an, was Du jetzt wissen musst.</p>



<p><em>Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video oder hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an:</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Was passiert denn überhaupt mit meinem Geld, wenn so eine Krise kommt?</h2>



<p>Also erstmal ganz ehrlich: Ich bin wirklich keine Geopolitik-Expertin. Ich weiß nicht, wie sich der Krieg im Iran entwickelt, wie es mit der Straße von Hormus weitergeht oder wie lange die Ölpreise noch hoch bleiben. Das weiß im Grunde auch niemand, wenn man mal ehrlich ist, das hattest Du ja auch schon gesagt.</p>



<p>Aber es gibt ein paar Dinge, die wir alle wissen KÖNNEN – und zwar nicht aus den Nachrichten, sondern aus der Geschichte: Es gibt da eine alte Börsenweisheit, die lautet „Politische Börsen haben kurze Beine.“ Das heißt einfach, dass Kriege und politische Krisen die Aktienmärkte meistens nur kurzfristig runterziehen – aber nach einer Weile erholen sich die Kurse wieder, weil die Wirtschaft ja trotzdem weiterläuft.</p>



<p>Das war zum Beispiel beim Irak-Krieg 2003 so: Nachdem die US-Truppen einmarschiert sind, sind die Aktienkurse auch erstmal gefallen, haben sich aber schon nach wenigen Tagen wieder erholt.</p>



<p>Und in den Monaten und Jahren danach sind die Aktienmärkte dann stetig gestiegen. Außerdem: Selbst wenn es um Öl geht – die Welt ist heute eine andere als in den 70er Jahren. Die USA sind mittlerweile Nettoexporteur von Öl, und die globale Produktion ist insgesamt breiter aufgestellt. Das heißt: Einzelne Regionen können die Versorgung zwar immer noch beeinflussen – aber die Abhängigkeit ist nicht mehr so extrem wie damals. Das heißt jetzt nicht, dass ich die Auswirkungen kleinreden will, aber es heißt eben auch nicht, dass deswegen die Weltwirtschaft zusammenbricht.</p>



<p>Und mehrere Krisen gleichzeitig, das hatten wir auch schon. Nach Corona kam der Ukraine-Krieg und die Inflation.</p>



<p>Und wieder ist die Angst geschürt worden, dass jetzt alles kollabiert: Ich hab das nochmal nachgeschaut: In 2022, 2023, 2024, 2025 und jetzt gab bzw. gibt es eine Rezessionswarnung nach der anderen! Aber trotzdem haben die Märkte seitdem ein Wachstum hingelegt, wie es nur selten zuvor in der Geschichte der Fall war! Die Prognosen lagen also immer wieder völlig daneben!! Der entscheidende Punkt ist einfach: Niemand kann eine Krise, geschweige denn ihre Tiefe oder Länge, verlässlich vorhersagen.</p>



<p>Ich erinnere noch beim Corona-Crash: Da haben super viele Leute erzählt, dass sie erstmal noch mit dem Investieren warten, weil die Kurse ja GANZ SICHER noch weiter runtergehen. „Der Crash dauert mindestens 3 Jahre!“ und sowas wurde uns berichtet. Tja, so ist es dann halt NICHT gekommen. Wer im Februar 2020 kurz vor dem Crash 10.000 Euro angelegt hätte, der hätte am Tiefpunkt im März nur noch rund 6.600 Euro im Depot gehabt.</p>



<p>Aber jetzt kommt&#8217;s: Wer die Krise einfach ausgesessen hätte, der hätte <a href="https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?isin=IE00BK5BQT80chart">heute über 17.000 Euro auf dem Depot!</a> Obwohl er zum Höchststand kurz vor dem Crash eingestiegen wäre – also zum denkbar „ungünstigsten Zeitpunkt“ UND die Kurse ja jetzt auch gerade echt gelitten haben!</p>



<p>Jetzt war Corona natürlich eine relativ kurze Krise.</p>



<p>Aber selbst wenn es eine echte, lange Krise wird – und das KANN natürlich passieren, vielleicht dauert die aktuelle Situation noch Monate oder sogar Jahre, das wissen wir einfach nicht, auch nicht, wie weit es noch runtergeht – die Weltwirtschaft hat sich bisher von JEDER Krise erholt. Von jeder einzelnen.</p>



<p>Und wer breit gestreut investiert war und einfach dringeblieben ist, der stand am Ende immer besser da als vorher.</p>



<p>Und was bei solchen geopolitischen Krisen auch total wichtig ist: Die Länderanteile in einem globalen ETF, wie wir sie zur Geldanlage empfehlen, die ändern sich ja automatisch – und das ist gerade das Gute daran. Heute dominieren vielleicht die USA, in 20 Jahren möglicherweise asiatische Länder oder eine ganz andere Region. Wenn Du in den gesamten globalen Markt investierst, dann setzt Du eben gerade nicht auf AKTUELLE Gewinner – Du nimmst einfach an der langfristigen Entwicklung der Weltwirtschaft teil.</p>



<p>Und klar: Gerade ist ein richtiger Krieg im Nahen Osten und das IST auch eine ernste Sache – wir wollen da gar nichts kleinreden. Aber die Geschichte zeigt uns eben ganz klar: Solche Krisen haben langfristig angelegte, breit gestreute Depots noch nie zerstört.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ok, das heißt Krisen sind langfristig kein Problem. Aber wäre es dann nicht trotzdem schlauer, einfach abzuwarten, bis sich alles beruhigt hat?</h2>



<p>Das klingt erstmal total vernünftig.</p>



<p>Aber das Problem ist: Wann genau soll denn dieser Zeitpunkt kommen, an dem sich alles beruhigt hat? In den letzten 120 Jahren Börsengeschichte gab es zwei Weltkriege, diverse Staatsbankrotte und Währungsreformen, Pandemien, Rezessionen und Hyperinflation. Es hat eigentlich NIE einen Zeitpunkt gegeben, an dem es sich „sicher“ angefühlt hat.</p>



<p>Also es fühlt sich VORHER einfach nie so an, sondern immer nach falschem Zeitpunkt.</p>



<p>Weil, wenn man den News zuhört, dann ist es entweder schon zu spät zum Investieren, weil die Kurse viel zu hoch sind und „alles heißgelaufen“ ist, oder es ist super gefährlich und riskant, weil ja jetzt die Welt untergeht.</p>



<p>Und beides hat die gleiche Konsequenz: Wir haben Angst und machen nichts.</p>



<p>Und viele denken ja: Jetzt anlegen ist riskant.</p>



<p>Aber eigentlich ist es genau andersrum: NICHT anlegen ist das viel größere Risiko.</p>



<p>Denn wir haben ja gerade gesehen, dass sich die Märkte langfristig immer erholt haben – und während Du wartest, wird Dein Geld auf dem Konto von der Inflation aufgefressen und Du verpasst genau diese Erholung und die Renditen, die Du langfristig dringend brauchst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Also soll ich einfach starten – oder wenn ich schon investiert bin, einfach weitermachen?</h2>



<p>Im Grunde ja! Und das ist tatsächlich das Schwierigste daran, weil es sich einfach so falsch anfühlt. Die größten Fehler passieren nämlich nicht während eines Crashes oder in turbulenten Zeiten – sondern durch die Reaktionen darauf.</p>



<p>Also, wer mindestens 10-15 Jahre breit gestreut in globale ETFs angelegt hat, der hat historisch gesehen IMMER eine positive Rendite erzielt – egal, wie schlecht die Kurse zum Zeitpunkt des Verkaufs gerade standen.</p>



<p>Und die breite Streuung über viele Länder und Branchen ist dabei der entscheidende Faktor. Diversifikation ist nämlich die EINZIGE Möglichkeit, Dein Risiko zu minimieren, ohne dabei auch Deine Renditechancen einzudämmen. Das nennt sich auch „Free Lunch“.</p>



<p>Ich würde das mal anders rum angehen: Wir schauen jetzt lieber mal, was Du NICHT tun solltest, also:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Nicht auf den „perfekten Zeitpunkt“ warten.</strong> Das hatten wir ja gerade schon: Den perfekten Zeitpunkt gibt es nicht, es hat sich in 120 Jahren nie „sicher“ angefühlt. Also lieber jetzt anfangen, als ewig zu warten.</li>



<li><strong>Nicht verkaufen.</strong> Wenn Du schon investiert bist: Solange Dein Depot im Minus ist, aber Du nicht verkaufst, ist das ja nur ein Verlust auf dem Papier – und der gleicht sich in der nächsten Erholung wieder aus. Wenn Du aber aus Panik verkaufst, dann realisierst Du den Verlust. Und bist dann halt nicht mehr dabei, wenn die Kurse sich wieder erholen.</li>



<li><strong>Nicht Deine Strategie ändern.</strong> Das machen leider echt viele, und das ist super tragisch. Uns hat zum Beispiel gerade jemand geschrieben: „Ich habe, bis auf Ölwerte, alles verkauft.“ Also die Person hat ihr ganzes diversifiziertes Portfolio aufgelöst und setzt jetzt nur noch auf das, was gerade gut läuft – Ölaktien, weil ja Krieg ist und Öl teuer ist. Das nennt man prozyklisches Handeln: Du rennst dahin, wo es gerade gut läuft. Und das klingt erstmal total logisch, ist aber eine Falle.<br>Denn wenn alle in etwas reinrennen, dann ist der Preis ja schon oben. Und sobald sich die Lage ändert – und das tut sie IMMER irgendwann – stehst Du auf der falschen Seite. Dann fallen die Ölaktien wieder und alles andere hat sich längst erholt, aber Du bist nicht mehr dabei.<br>Also: Einfach bei einer soliden, diversifizierten Strategie BLEIBEN und nicht ständig dem hinterherrennen, was gerade in den Schlagzeilen ist.</li>
</ul>



<p>Also positiv formuliert; was Du tun solltest: Einfach stoisch Deine Strategie durchziehen, keine Panikverkäufe tätigen, aussitzen. Wenn Du einen Sparplan hast: laufen lassen. Wenn Du noch keinen hast: anfangen! Gerade jetzt, wo die Kurse niedriger sind, profitierst Du ja davon, dass Du für den gleichen Betrag mehr Anteile bekommst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aber was ist, wenn ich trotzdem nicht mehr schlafen kann, weil ich mir so Sorgen mach?</h2>



<p>Ganz wichtig: Das hat nichts mit der aktuellen Lage zu tun, sondern das sollte man IMMER so machen, also was jetzt kommt: Wenn Du nicht mehr schlafen kannst, sobald die Kurse einbrechen, ODER wenn Du das Geld bald brauchst – also keine 10-15 Jahre hast – dann solltest Du Deine risikoarmen Anteile erhöhen.</p>



<p>Also die Aktienquote runterfahren und mehr in sichere Anleihen-ETFs oder Bankguthaben gehen. Das ist auch kein Zeichen von Schwäche, sondern von kluger Planung. Bei einer Anlage in Aktien-ETFs muss man mit Kursschwankungen umgehen können. Die sind kein Fehler im System, sondern FESTER Bestandteil! Und wer das nicht kann, der nimmt halt weniger Aktien ins Portfolio. So einfach ist das.</p>



<p>Aber: Das sollte man nicht erst machen, WENN die Krise schon da ist, sondern VORHER als Teil der Strategie festlegen. Im ruhigen Fahrwasser quasi.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ok, wir haben jetzt ganz viel darüber geredet, was man tun sollte und was nicht – aber warum schaffen es trotzdem so viele Leute nicht, sich daran zu halten?</h2>



<p>Und das ist eigentlich die wichtigste Frage von allen.</p>



<p>Denn mal ganz ehrlich: Wahrscheinlich denkt sich jeder zweite, der das hier hört: &#8218;Ja, stimmt alles&#8216; – und wird trotzdem nicht anfangen. Oder beim nächsten Kursrutsch doch verkaufen. Das hat nichts mit Dummheit zu tun. Sondern damit, dass unser Hirn gegen uns arbeitet.</p>



<p>Denn es ist einfach so verdrahtet, dass es Informationen besonders viel Aufmerksamkeit schenkt, die uns Angst machen. Das nennt sich &#8218;Negativitätsbias&#8216;. Denk mal dran, wie es bei den Trump-Strafzöllen vor einem Jahr war: Da war überall nur noch &#8218;Handelskrieg! Rezession! Alles bricht zusammen!&#8216; zu lesen. Die gute Nachricht – dass die Wirtschaft trotzdem gewachsen ist – hat halt keine EINZIGE Schlagzeile bekommen.</p>



<p>Und die Medien bedienen das natürlich auch, denn es geht ja meistens darum, wer die meisten Klicks oder Zuschauer bekommt. Die profitieren am meisten davon, wenn sie von der nächsten Krise berichten – egal ob das faktisch stimmt oder nicht.</p>



<p>Und das sorgt dafür, dass die meisten Leute ständig im Panikmodus leben, wenn es um ihr Geld geht. Das sieht man auch gerade: Von einer Krise kann man an der Börse noch gar nicht sprechen, dafür müssten die Kurse nochmal doppelt so stark einbrechen mindestens! Und trotzdem wird laut Krise geschrien überall.</p>



<p>Dazu kommt noch der sogenannte Recency Bias, oder auf Deutsch: Aktualitätsverzerrung. Das heißt, wir schauen nur auf das, was gerade JETZT passiert, ohne es in irgendeinen Kontext zu setzen. Das hatten wir ja vorhin schon bei dem Corona-Beispiel: Da waren viele Leute felsenfest überzeugt, dass es jetzt jahrelang bergab geht. Die meisten konnten sich einfach nicht vorstellen, dass sich die Lage wieder entspannt.</p>



<p>Und was ist passiert? Der Markt hat sich in ein paar MONATEN erholt und ist danach regelrecht explodiert.</p>



<p>Und genau das führt dann zu dem, was eigentlich die größte Gefahr ist: Das sind bei einem drohenden Crash nämlich gar nicht mal die kurzfristig sinkenden Aktienkurse. Sondern, dass Du den Einstieg verpasst. Oder nach Jahren aufhörst zu investieren. Weil sich Dein Bauchgefühl durchsetzt, auf dass Du Dich hier wirklich nicht verlassen solltest, weil es von den Nachrichten gefüttert wird. Schau mal, faktisch wird unsere Generation halt nur eine ziemlich mickrige gesetzliche Rente erwarten können. Jemand, der 3.000 netto verdient und im Alter plötzlich nur noch 1.200 Euro hat, der kann unmöglich davon leben.</p>



<p>Das bedeutet aber auch: Wir MÜSSEN unser Geld so anlegen, dass es mehr wird. Nur so können wir spätestens im Alter finanziell unabhängig werden.</p>



<p>Und das ist kein nice to have, sondern ein echtes Muss. Wer also Angst hat und NICHT investiert, der verliert langfristig Geld durch Inflation und vor allen Dingen entgangene Renditen. Das ist die wahre Gefahr – nicht irgendein Crash.</p>



<p>Im Grunde tragen die Medien also einen großen Anteil daran, dass Leute später nicht genug Geld haben werden, weil sie ständig die Angst schüren und damit das vernünftige Investieren verhindern. Das macht mich echt immer richtig sauer, wenn ich darüber nachdenke&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ok, das verstehe ich – aber wie schaffe ich es, mich davon nicht verrückt machen zu lassen?</h2>



<p>Also zunächst mal: Weniger Nachrichten konsumieren! Das klingt jetzt vielleicht radikal, aber wir selbst konsumieren seit über 10 Jahren keine tagesaktuellen Nachrichten mehr und haben dadurch noch nie irgendwelche negativen Folgen gehabt. Im Gegenteil: Wir sind über die wirklich wichtigen Dinge besser informiert denn je, weil wir unsere Zeit nicht mit Schlagzeilen vergeuden.</p>



<p>Wir lesen lieber lange Artikel und Bücher von Autoren, die Themen aus der Vogelperspektive betrachten und auch eine Rückschau betreiben, also aus der Vergangenheit lernen.</p>



<p>Und lesen uns wirklich tief in Dinge rein.</p>



<p>Und so sind wir recht entspannt, was unsere Geldanlage angeht, und können einfach unaufgeregt regelmäßig investieren. Das Motto lautet also: <strong>News aus. ETF-Sparplan an.</strong> Und zwar konsequent. Also einfach nicht auf Schlagzeilen reagieren, sondern lieber langfristig investieren – eben breit gestreut und regelmäßig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kann man dann sogar sagen, dass unsichere Zeiten die besten zum Investieren sind?</h2>



<p>Im Grunde ist es total paradox, aber: Ja. Krisen bzw. Einbrüche sind tatsächlich eine super Sache für Deine Geldanlage! Wer in solchen Phasen investiert, der bekommt für den gleichen Betrag deutlich mehr Anteile als noch vor ein paar Wochen.</p>



<p>Und wenn es dann wieder bergauf geht, nimmst Du so auch richtig ordentliche Gewinne mit. Du profitierst also total von so einem günstigen Einstiegszeitpunkt.</p>



<p>Und je früher Du investierst, desto höher ist Deine langfristige Rendite. Geld braucht halt einfach Zeit, um für Dich arbeiten zu können.</p>



<p>Und jedes Jahr, das Du wartest, kostet Dich bares Geld. Der beste Zeitpunkt, mit dem Investieren zu starten, war also eigentlich gestern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Also wenn Du die zwei wichtigsten Grundsätze beachtest: möglichst breit streuen UND langfristig anlegen, dann sind Aktien die beste Methode, um ein Vermögen aufzubauen – egal, wie es um die Wirtschaft JETZT GERADE steht. Egal ob Iran-Krieg, Trump, Rezession oder die nächste Krise, von der wir heute noch gar nichts wissen: Deine Strategie bleibt dieselbe. Was wir gerade erleben, fühlt sich heftig an – und das ist es ja auch: Für die Menschen vor Ort sowieso, aber auch für alle, die das an der Tankstelle und bei den Energiekosten spüren.</p>



<p>Aber mit Blick auf die langfristige Geldanlage ist es das eben nicht! Historisch gesehen hat sich der Markt auch von deutlich schlimmeren Krisen immer wieder erholt. Genau, breite Streuung in globale ETFs, nicht auf einzelne Länder oder Branchen fokussieren. Einfach stoisch durchziehen, keine Panikverkäufe.</p>



<p>Und vor allem: Lieber warten ist keine Strategie – es ist der teuerste Fehler, den Du machen kannst.</p>



<p>Falls Du jetzt endlich starten willst, um keine weitere Zeit zu verlieren und Dir sicher sein willst, wie Du am besten vorgehst, dann schau Dir mal unser kostenloses <a href="https://lazyinvestors.de/webinar/">Webinar</a> an. Danach hast Du den maximalen Durchblick im Geldanlage-Dschungel.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p><em>Dieser Artikel basiert auf einer Folge unseres Podcasts. Da wir den gesprochenen Inhalt für Dich verschriftlicht haben, kann es an manchen Stellen etwas umgangssprachlicher zugehen als in einem klassischen Blogartikel.</em></p>
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		<title>MSCI World-Schock: Über 13 Jahre mit 0% Rendite?</title>
		<link>https://lazyinvestors.de/msci-world-keine-rendite/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 11:47:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge-Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Risiko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jeder hat mitbekommen, das ETFs – beziehungsweise speziell der MSCI World – in den letzten Jahren unglaublich gut gelaufen sind. Wer vor 13 Jahren 10.000 Euro im Depot hatte, hat heute über 45.000. Das ist ein Anstieg von über 12% pro Jahr! Aber gerade deswegen warnen jetzt viele. Denn „es kann ja nicht immer so [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Jeder hat mitbekommen, das ETFs – beziehungsweise speziell der MSCI World – in den letzten Jahren unglaublich gut gelaufen sind. Wer vor 13 Jahren 10.000 Euro im Depot hatte, hat heute über 45.000. Das ist ein Anstieg von über 12% pro Jahr!</p>



<p><em>Aber </em>gerade deswegen warnen jetzt viele. Denn „es kann ja nicht immer so weiter gehen“ und „das war ja nicht immer so“.</p>



<p>Und das stimmt: Anfang der 2000er gab es in 13 Jahren nicht über 12% Rendite pro Jahr wie jetzt, sondern 0. Unter Berücksichtigung der Inflation hätte man mit dieser Anlage also sogar Kaufkraft verloren, statt sein Geld zu vermehren.</p>



<p><em>Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video oder hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an:</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Schreckensszenario</strong></h2>



<p>Und genau das verunsichert viele, was total verständlich ist!</p>



<p>Wir bekommen immer wieder Nachrichten von Leuten, die selbstständig in ETFs investieren wollen, weil sie eigentlich verstanden haben, dass das die effektivste und kostengünstigste Variante ist, um ihre Geldanlage zu regeln.</p>



<p>Frohen Mutes wählen sie sich ihre ETFs aus und wollen sich langsam von ihren Altlasten lösen. Sie schreiben ihrem bisherigen Finanz“berater“, dass sie gerne ihre alten Investments auflösen wollen. Weil sie eben begriffen haben, dass der Vermittler nur unnötig viel Geld kostet und teure, aktive Fonds auswählt, die nicht besser performen als normale ETFs.</p>



<p>Und dann kommt die Antwort vom „Berater“. Mit einem Chart vom MSCI World. Und da sieht man einen Graphen, der über dreizehn Jahre, also zwischen 2000 und 2013, praktisch keinerlei Zuwachs zeigt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/04-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite.png" alt="" class="wp-image-22195" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/04-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/04-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite-300x169.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/04-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite-768x432.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/04-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite-1536x864.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p>Der Berater stellt die bedrohliche Frage in den Raum, die jetzt eh schon im Hinterkopf rumort: „Wer sagt denn, dass so eine Phase nicht wiederkommt? Wäre es da nicht besser, wenn ein Profi die richtigen Fonds auswählt und Gewinne mitnimmt – bevor man 13 Jahre bei Null steht?“</p>



<p>Und plötzlich ist die Unsicherheit da. Die eigene ETF-Strategie, die eben noch klar war, fühlt sich ziemlich wackelig an.</p>



<p><strong>Darum schauen wir uns jetzt mal an, was da los war.</strong> Und bevor wir irgendeinen Mythos auseinandernehmen: Die Zahl ist erstmal korrekt.</p>



<p>Der MSCI World hat zwischen Ende 1999 und Frühjahr 2013 etwa 0% pro Jahr gebracht. Das war ein historisch spannender Zeitraum: Erst der Dotcom-Crash, dann die Finanzkrise, plus ein extrem starker Euro, der die Rendite zusätzlich gedrückt hat.</p>



<p>Das Bild sieht also erstmal nicht gut aus. Und jetzt stell Dir vor, Du hättest genau in dieser Zeit investiert. 13 Jahre. Null Rendite. Das wäre natürlich ein Albtraum.</p>



<p><strong>Aber die entscheidende Frage ist: Hättest <em>Du </em>diese 0% Rendite tatsächlich eingefahren?</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was Du für 0% Rendite hättest tun müssen</strong></h2>



<p>Dafür hätten drei Dinge <em>gleichzeitig </em>stattfinden müssen:</p>



<p><strong>Erstens</strong> hättest Du Dein <em>komplettes </em>Vermögen <em>exakt </em>am Höchststand der Dotcom-Blase investieren müssen. Also am absoluten Peak. Nicht eine Woche vorher, nicht einen Monat danach. Genau am Höchstpunkt.</p>



<p><strong>Zweitens</strong> hättest Du <em>alles </em>kurz vor dem nächsten krassen Aufschwung 2013 verkaufen müssen. Seitdem ging es nämlich steil bergauf. Wer auch nur ein paar Monate länger gehalten hätte, hätte plötzlich doch Rendite gemacht.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/06-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite.png" alt="" class="wp-image-22196" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/06-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/06-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite-300x169.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/06-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite-768x432.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/06-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite-1536x864.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p><strong>Drittens</strong> hättest Du <em>ausschließlich </em>auf Industrieländer setzen und die Schwellenländer komplett ignorieren müssen.</p>



<p>Das ist die unwahrscheinlichste aller Anleger-Biografien. Aber wie sieht es aus, wenn man so investiert, wie es die meisten Leute tatsächlich tun?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie echte Anleger investieren</strong></h2>



<p>Rollen wir das mal von hinten auf: Zunächst empfehlen wir <em>immer</em>, auch in die Schwellenländer zu investieren. Die machen einen entscheidenden Teil der Weltwirtschaft aus und hätten über den gleichen Zeitraum eine Rendite von rund 6,5% pro Jahr erwirtschaftet.</p>



<p><strong>Es ist super wichtig, dass wir nicht nur auf die Industrieländer setzen, und zwar <em>insbesondere</em>, um die Schwankungen in unserem Portfolio etwas zu reduzieren, ohne auf Rendite zu verzichten.</strong></p>



<p>Der zweite Punkt, der hätte eintreten müssen, also dass <em>alles</em> kurz vor dem richtig dicken Aufschwung verkauft würde, ist komplett unrealistisch. Die allermeisten Leute möchten sich ja beispielsweise langfristig einen Betrag zur Aufstockung ihrer Rente entnehmen. Klar sind da größere Einmalentnahmen normal, zum Beispiel für eine Reise oder eine Renovierung, aber <em>alles </em>auf einen Schlag ist wirklich sehr sehr ungewöhnlich.</p>



<p>Dieser Punkt alleine wäre übrigens auch gar kein Problem gewesen, sondern nur in Kombi mit dem erstgenannten Punkt: Es hätte auch noch das gesamte Vermögen an einem <em>einzigen </em>Tag investiert werden müssen. Und zwar zufällig <em>exakt</em> am höchsten Punkt.</p>



<p>Die allermeisten Leute investieren per Sparplan oder zumindest in Tranchen und entnehmen auch schrittweise: Wer also ab dem Jahr 2000 monatlich den gleichen Betrag in einen ETF auf den MSCI World investiert hätte, hätte bis Frühjahr 2013 eine Rendite von 2,3% erzielt. Nicht Null.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/05-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite.png" alt="" class="wp-image-22197" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/05-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/05-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite-300x169.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/05-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite-768x432.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/05-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite-1536x864.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p><strong>Klar, das ist jetzt auch nicht so berauschend, aber wer in dem Moment nicht alles auf einen Schlag entnommen hätte, sondern regelmäßig einen bestimmten Betrag, der hätte den Großteil seines Vermögens ja auch noch im folgenden krassen Aufwärtstrend investiert gehabt und somit noch richtig viel Rendite mitgenommen! </strong>Wir erinnern uns, danach ging es ja steil bergauf.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit zur Durststrecke</strong></h2>



<p>Ganz ehrlich: Ich finde das eigentlich eine recht beeindruckende Entwicklung in diesem 13-Jahreszeitraum, der so gern gezeigt wird. Denn trotz zweier Jahrhundert-Crashs innerhalb von weniger als 10 Jahren hätte man nicht einmal Geld <em>verloren</em>.</p>



<p>Außerdem hätte man ja eben auch noch die besagten rund 6,5% aus den Schwellenländern bekommen, wenn man nicht nur in den MSCI World investiert hätte. Und 6,5% sind sehr sehr viel! Mit Tagesgeld oder Versicherungen macht man, wenn es gut läuft, vielleicht 2%.</p>



<p>Immobilien werfen ebenfalls durchschnittlich deutlich weniger Gewinne ab – selbst wenn viele Leute das oft nicht glauben wollen und uns die echten Zahlen auch sehr überrascht haben! <a href="https://lazyinvestors.de/mieten-oder-kaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schau Dir mal unseren Blogpost zum Thema an</a>, falls Dich das interessiert.</p>



<p>Ok, wir sollten mal etwas Grundsätzliches klären, was bei dem ganzen Thema enorm hilft:</p>



<p><strong>Tiefphasen in einzelnen, auch großen Regionen gibt es immer wieder, wenn man in Aktien investiert. Die gehören dazu, daran führt kein Weg vorbei.</strong> Sie sind also nichts Ungewöhnliches. Sondern etwas, mit dem man fest rechnen kann.</p>



<p>Wer sich von Anfang an klar macht, dass Investieren nichts ist, was man über ein paar Monate oder ein einzelnes Jahr beurteilen kann, sondern dass ein Zeithorizont von zehn, fünfzehn oder mehr Jahren dazugehört, der kann solche Phasen einfach gedanklich einplanen.</p>



<p><strong>Tiefphasen sind also kein Betriebsunfall des Aktienmarkts und auch keine böse Überraschung, sondern ein ganz normaler Bestandteil davon!</strong></p>



<p>Die spannende Frage ist doch darum jetzt: Warum wird dieses Szenario von Finanz“beratern“ – also Verkäufern, Maklern und Versicherern – immer wieder so dramatisch in den Vordergrund gerückt?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was die Daten über aktive Fonds sagen</strong></h2>



<p>Verkäufer von Fonds argumentieren immer gerne: „Ein guter Fondsmanager hätte in Krisen die Aktien rechtzeitig verkauft und später günstiger zurückgekauft.“</p>



<p><strong>Das Problem ist aber, dass das einfach so gut wie <em>nie </em>funktioniert.</strong></p>



<p>Schauen wir mal auf die Fakten und nicht auf das Wunschdenken der Verkäufer, dann sehen wir, dass die meisten Fonds es noch nicht einmal schaffen, den Markt <em>überhaupt </em>zu schlagen. Also besser zu sein, als wäre man einfach im MSCI World investiert geblieben.</p>



<p>Grob kann man die Datenlage so zusammenfassen: Für Zeiträume bis zu einem Jahr entwickeln sich rund 50% der aktiven Fonds schlechter als ein vergleichbarer ETF. Bei Zeiträumen von über zehn Jahren steigt der Anteil der aktiven Verlierer-Fonds auf etwa 95%. Ab 20 Jahren landen wir bei fast 100%.</p>



<p>Und rund die Hälfte aller aktiven Fonds wird innerhalb von 10 Jahren komplett geschlossen – oft, weil sie so schlecht gelaufen sind, dass sie am besten aus den Statistiken verschwinden.</p>



<p>Wenn ein Verkäufer also erzählt, aktives Management hätte diese Phase „entschärfen“ können, dann ist das eine nette Theorie. Aber sie hat mit der Realität wenig zu tun.</p>



<p><strong>Und die eigentliche Frage wäre ja: Wo ist der Beweis, dass aktive Fonds diese Phase besser gemeistert haben?</strong></p>



<p>Den Fonds, den Dir der Berater <em>heute </em>verkaufen will, gab es im Jahr 2000 ziemlich sicher noch gar nicht. Und die, die es damals schon gab, sehen im Rückblick meist deutlich schlechter aus als der MSCI World. Oder sie sind längst aufgelöst.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum ETFs funktionieren</strong></h2>



<p>In ETFs zu investieren beruht hingegen nicht auf Glück, Bauchgefühl oder tollem Timing. Sondern auf ein paar simplen Fakten:</p>



<p>Globale Märkte steigen langfristig. Selbst nach den größten Krisen der letzten 120 Jahre – also Weltkriege, Staatsbankrotte, Ölkrisen, Finanzkrisen, Pandemien – haben sich die Märkte am Ende erholt.</p>



<p><strong>Und auch die Kosten machen einen riesigen Unterschied: Ein ETF kostet rund 0,1–0,2% pro Jahr. Ein aktiver Fonds eher 1,5–2,5%. Über Jahrzehnte summiert sich das zu sechsstelligen Beträgen!</strong></p>



<p>Legst du über 30 Jahre lang monatlich 400 Euro bei 8% Rendite an, so hast Du bei 0,15% Kosten ein Netto-Vermögen von rund 489.000 Euro, 8.000 Euro zahlst Du an Gebühren. Bei nur einem Prozent Kosten sind es aber 48.000 Euro Gebühren! Durch den renditeschmälernden Effekt hast Du am Ende sogar 71.000 Euro weniger als bei der ETF-Variante. Bei 2% kommst Du auf 139.000 Euro weniger an Vermögen!!!</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/03-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite.png" alt="" class="wp-image-22198" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/03-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/03-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite-300x169.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/03-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite-768x432.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/04/03-MSCI-World-Schock-Ueber-13-Jahre-mit-0-Rendite-1536x864.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p>Und wir haben hier <em>nur </em>die laufenden Kosten berücksichtigt; aktive Fonds haben normalerweise im Mindesten noch Ausgabeaufschläge und Performancegebühren!</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Also, wenn Du langfristig Vermögen aufbauen willst, ist nicht entscheidend, ob der MSCI World mal eine schwache Phase hatte. Oder ob ein Fondsmanager Dir verspricht, er hätte das alles umschifft.</p>



<p><strong>Entscheidend ist ein robustes System: Möglichst breit streuen, möglichst früh anfangen, möglichst lange halten.</strong></p>



<p>Wenn Du wissen willst, wie ich mit genau so einem System die finanzielle Unabhängigkeit erreicht habe, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=WGQ6XhbYw-Y" target="_blank" rel="noreferrer noopener">dann schau Dir unser Video „Mit dieser ETF-Strategie habe ich die finanzielle Unabhängigkeit erreicht“ an.</a></p>
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		<title>Warum ein DAX-ETF nicht sinnvoll ist!</title>
		<link>https://lazyinvestors.de/dax-etf-sinnvoll/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 10:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge-Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Risiko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum solltest Du niemals in den DAX investieren? Immerhin ist der DAX der deutsche Leitindex. Siemens, VW, Adidas – das sind alles bekannte Namen. Und trotzdem ist ein DAX-ETF für die allermeisten von uns eine ziemlich schlechte Idee. Gerade weil wir in Deutschland leben. Wir schauen uns jetzt mal an, warum das so ist. Keine [&#8230;]</p>
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<p>Warum solltest Du niemals in den DAX investieren? Immerhin ist der DAX <em>der </em>deutsche Leitindex. Siemens, VW, Adidas – das sind alles bekannte Namen.</p>



<p>Und trotzdem ist ein DAX-ETF für die allermeisten von uns eine ziemlich schlechte Idee. Gerade <em>weil </em>wir in Deutschland leben. Wir schauen uns jetzt mal an, warum das so ist.</p>



<p><em>Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video oder hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an:</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Home Bias</strong></h2>



<p><strong>Dass wir gerne in das investieren, was wir kennen, ist übrigens total menschlich. Das Phänomen hat sogar einen Namen: Home Bias.</strong></p>



<p>Mit Home, also Zuhause, ist in diesem Fall nicht nur Deine Wohnung gemeint, sondern Dein Heimatland oder der Markt, den Du am besten kennst, z. B. eben Deutschland.</p>



<p>Und Bias bedeutet Voreingenommenheit bzw. Verzerrung: Ein „Bias“ ist eine Art systematischer Fehler in unserem Denken. Wir nehmen die Welt nicht ganz objektiv wahr, sondern wir sind durch unsere Erfahrungen oder Gefühle „voreingenommen“.</p>



<p>Und dadurch ergibt sich die Tendenz, überproportional viel in den heimischen Markt zu investieren – einfach, weil er sich vertrauter anfühlt.</p>



<p>Das betrifft natürlich nicht nur Deutsche, ganz im Gegenteil: Amerikaner investieren am liebsten in US-Aktien, also zum Beispiel in den S&amp;P 500, Japaner in japanische Aktien, Briten in britische.</p>



<p>Während irgendwelche australischen Bergbaukonzerne oder taiwanesische Halbleiterfirmen&#8230; keine Ahnung, was die machen. Das ist erstmal abstrakt und fremd.</p>



<p>Aber als Deutscher hast Du ein besonderes Problem, wenn Du in den DAX investierst. Eins, das die meisten komplett übersehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum das für Deutsche besonders gefährlich ist</strong></h2>



<p>Überleg mal kurz:</p>



<p>Du arbeitest wahrscheinlich in Deutschland. Dein Einkommen hängt also davon ab, wie es der deutschen Wirtschaft geht. Vielleicht hast Du eine Immobilie in Deutschland. Deren Wert hängt im weiteren Sinne auch davon ab, wie es der deutschen Wirtschaft geht. Deine gesetzliche Rente? Hängt vom deutschen Rentensystem ab und das wiederum&#8230; genau, hängt auch davon ab, wie es der deutschen Wirtschaft geht.</p>



<p>Und jetzt willst Du auch noch mit Deiner Geldanlage auf Deutschland setzen? Dann legst Du alle Eier in einen Korb.</p>



<p>Wenn es Deutschland mal richtig schlecht geht – und das kann passieren – dann verlierst Du nicht nur Deinen Job oder Dein Gehalt wird gekürzt. Dann rauscht auch noch Dein Depot in den Keller!</p>



<p><strong>Das ist ein klassisches Klumpenrisiko: Alles hängt von <em>einer </em>Volkswirtschaft ab. </strong>Und dass so eine Länderwette richtig schiefgehen kann, zeigt das Beispiel Japan.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Beispiel Japan</strong></h2>



<p>In den 80er Jahren war Japan <em>das </em>Wirtschaftswunder. Der Nikkei-Index stieg und stieg. Alle wollten japanische Aktien. Die Wirtschaft boomte, die Technologie war führend, alle Experten waren sich einig: Japan ist die Zukunft!</p>



<p>Dann kam Ende 1989 der Crash. <strong>Und der Nikkei hat erst 2024 – also 35 Jahre später – wieder sein altes Allzeithoch erreicht. 35 Jahre! </strong>Wer 1989 auf Japan gesetzt hat, musste über drei Jahrzehnte warten, um wieder auf dem alten Stand von damals zu sein. Und zwar ohne Berücksichtigung der Inflation!</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/04-Warum-Du-niemals-in-den-DAX-investieren-solltest-.png" alt="" class="wp-image-22048" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/04-Warum-Du-niemals-in-den-DAX-investieren-solltest-.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/04-Warum-Du-niemals-in-den-DAX-investieren-solltest--300x169.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/04-Warum-Du-niemals-in-den-DAX-investieren-solltest--768x432.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/04-Warum-Du-niemals-in-den-DAX-investieren-solltest--1536x864.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p>Aber die Sache ist: Niemand hätte in den 80ern vorhergesagt, dass Japan in eine Krise rutschen und so lange für die Erholung brauchen würde. Genauso wie niemand heute sagen kann, welche Region die nächsten 30 Jahre dominieren wird. Vielleicht die USA, vielleicht China, vielleicht Europa – oder vielleicht eine Region, die wir heute noch gar nicht auf dem Schirm haben.</p>



<p><strong>Wir Menschen sind einfach nicht in der Lage zur Vorausschau über Jahrzehnte, und das wird auch noch immer schwieriger, denn die Entwicklung und der technologische Fortschritt schreiten immer schneller voran. Wer hätte denn zum Beispiel vor 20 Jahren vorausgesagt, was <em>gerade </em>für Trends laufen? Vor 20 Jahren gab es noch nicht mal das iPhone!</strong></p>



<p>Aber wie vermeiden wir jetzt so ein Japan-Szenario für uns, ohne Hellseher zu sein?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was besser ist</strong></h2>



<p>Das ist relativ einfach:<strong> Indem wir global investieren, anstelle eine Region rauszupicken. Wenn es um die Geldanlage geht, willst Du mit Deinen ETFs die gesamte Weltwirtschaft abbilden.</strong> Denn investierst Du global und branchenweit in Tausende Aktien gleichzeitig, spekulierst Du nicht auf die Entwicklung von einzelnen Ländern oder Bereichen.</p>



<p><strong>Also, ETFs gehen klar als „Testsieger“ für den Vermögensaufbau hervor, <em>wenn </em>wir so anlegen, dass die Risiken super gering und die Renditen ordentlich sind, <em>indem </em>wir richtig breit streuen.</strong></p>



<p>Während beispielsweise ein sehr breiter Weltindex, nämlich der MSCI ACWI IMI, über 8.000 Aktien aus der gesamten Welt beinhaltet, also aus Industrie- UND Schwellenländern, sind im DAX gerade mal 40 deutsche Unternehmen. Und eine krasse Konzentration auf einzelne Firmen: Im DAX haben die <a href="https://www.justetf.com/de/etf-comparison.html?isin=DE0005933931&amp;isin=IE00B3YLTY66" target="_blank" rel="noreferrer noopener">größten 10 Positionen ein Gewicht von rund zwei Drittel, im MSCI ACWI IMI weniger als ein Viertel!</a></p>



<p>In den letzten zehn Jahren lag die durchschnittliche Jahresrendite des größten DAX-ETFs bei <a href="https://www.justetf.com/de/etf-comparison.html?isin=DE0005933931&amp;isin=IE00B3YLTY66" target="_blank" rel="noreferrer noopener">10 Prozent</a>. Der größte MSCI ACWI IMI-ETF kam im gleichen Zeitraum auf <a href="https://www.justetf.com/de/etf-comparison.html?isin=DE0005933931&amp;isin=IE00B3YLTY66" target="_blank" rel="noreferrer noopener">12,5 Prozent</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/02-Warum-Du-niemals-in-den-DAX-investieren-solltest-.png" alt="" class="wp-image-22049" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/02-Warum-Du-niemals-in-den-DAX-investieren-solltest-.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/02-Warum-Du-niemals-in-den-DAX-investieren-solltest--300x169.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/02-Warum-Du-niemals-in-den-DAX-investieren-solltest--768x432.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/02-Warum-Du-niemals-in-den-DAX-investieren-solltest--1536x864.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p>Das klingt erstmal nach wenig Unterschied, aber wenn Du beispielsweise 10.000 Euro über 30 Jahre liegen lässt, hast Du am Ende bei 12,5 Prozent Rendite fast 170.000 Euro mehr als bei 10 Prozent<strong>!</strong></p>



<p><strong>Aber warum hast Du mit einem globalen ETF größere Renditechancen? Weil Du automatisch überall dabei bist, wo Wachstum stattfindet. </strong>Ob die nächste große Innovation aus Amerika, Asien oder einer anderen Region kommt – Du profitierst davon. Mit dem DAX bist Du hingegen auf deutsche Unternehmen beschränkt. Und die Gewinner der letzten Jahrzehnte – wie Apple oder Nvidia – kamen eben nicht aus Deutschland.</p>



<p><strong>Aber mindestens genauso wichtig ist: Du erhöhst nicht nur Deine Renditeaussichten, sondern reduzierst auch gleichzeitig die Risiken mit einem globalen Portfolio. </strong>Denn das geht mit deutlich geringeren Kursschwankungen einher!</p>



<p>Während der genannte DAX-ETF seit seiner Auflage <a href="https://www.justetf.com/de/etf-comparison.html?isin=DE0005933931&amp;isin=IE00B3YLTY66" target="_blank" rel="noreferrer noopener">im schlimmsten Fall 67 Prozent an Wert verloren hat, waren es beim MSCI ACWI IMI-ETF gerade mal 34 Prozent</a>.</p>



<p>Und selbst nach schweren Krisen lag die längste Erholungsphase des globalen Aktienmarkts bei nur rund elf Jahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zusammenfassung</strong></h2>



<p>Also, der DAX mag sich zwar vertraut anfühlen, aber für Deinen Vermögensaufbau ist er keine gute Wahl. <strong>Mit globalen ETFs hast Du weniger Schwankungen, bedeutet weniger Risiko <em>und </em>mehr Renditechancen. Das ist doch genau das, was wir wollen.</strong></p>



<p>Damit bist Du nicht abhängig davon, ob es Deutschland gerade gut geht. Du profitierst einfach vom langfristigen Wachstum der gesamten Weltwirtschaft.</p>



<p>Und selbst wenn ein Land mal abrutscht, gleichen die anderen Regionen das aus. Denn während Japan 35 Jahre brauchte, um sich zu erholen, liefen die USA, Europa und die Schwellenländer in dieser Zeit weiter nach oben. Der globale Aktienmarkt hat sich in derselben Zeit vervielfacht!</p>



<p><strong>Das ist der entscheidende Unterschied: Bei globalen ETFs werden schwächelnde Regionen automatisch runtergewichtet und starke Regionen raufgewichtet. Du musst gar nichts tun. Die Weltwirtschaft sortiert sich quasi von selbst – wie die Bundesliga.</strong></p>



<p>Wenn Du jetzt wissen willst, wie Du typische Anfängerfehler vermeidest und nicht unnötig Geld verlierst, sondern von Anfang an sauber mit ETFs startest, <a href="https://lazyinvestors.de/webinar-etf/" type="link" id="https://lazyinvestors.de/webinar-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">dann schau Dir hier unser kostenloses Webinar an.</a></p>
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		<title>Immobilienkredit tilgen oder in ETFs investieren? Die ehrliche Antwort (die keiner hören will)</title>
		<link>https://lazyinvestors.de/sondertilgung-oder-etf/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2026 08:44:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge-Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was macht man mit „freiem Geld“, wenn man noch einen Immobilienkredit hat: erst tilgen, z.B. als Sondertilgung, oder parallel in ETFs investieren? Und wie viel Cash sollte man dabei als Reserve behalten – also bewusst etwas zurückhalten oder möglichst schnell schuldenfrei werden? Hallo Anna und Eddy, zunächst möchte ich mich für euer Ü50 Webinar bedanken, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Was macht man mit „freiem Geld“, wenn man noch einen Immobilienkredit hat: erst tilgen, z.B. als Sondertilgung, oder parallel in ETFs investieren? Und wie viel Cash sollte man dabei als Reserve behalten – also bewusst etwas zurückhalten oder möglichst schnell schuldenfrei werden?</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Hallo Anna und Eddy, zunächst möchte ich mich für euer Ü50 Webinar bedanken, bei dem ich viel gelernt und seitdem auch schon einiges umgesetzt habe. Nun zu meiner Frage: Ich bin 59 und habe (zusammen mit meiner Frau, 54) ein Eigenheim mit einer laufenden Baufinanzierung, für die die Zinsbindung im März 2026 endet. Wenn wir den fälligen Restbetrag tilgen, würden wir damit fast alle unsere Bar-Reserven aufbrauchen. Ist es trotzdem ratsam, den Kredit abzulösen oder doch besser nochmal einen Kredit aufzunehmen, um liquide zu bleiben? Als weitere Rücklage sind wir (seit ca. 6 Monaten) mit einer niedrigen 5-stelligen Summe in ETFs investiert. Was könnt Ihr uns raten? Viele Grüße, Martin</p>
</blockquote>



<p><em>Falls Du auch eine Frage an uns hast, kannst Du sie <a href="https://lazyinvestors.de/fragen/">hier einreichen</a>.</em></p>



<p>Derartige Fragen bekommen wir andauernd von unseren Hörern und darum klären wir heute mal: Soll man einen Immobilienkredit zuerst tilgen oder parallel schon in ETFs investieren? Und soll man Barreserven opfern, um schuldenfrei zu sein oder lieber weiter welche halten?</p>



<p><em>Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video oder hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an:</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Also, wenn mein Kredit beispielsweise 2% Zins kostet, ich mit ETFs aber langfristig ja um die 7-8% mache, dann sollte ich doch parallel schon in ETFs investieren oder?</h2>



<p>Ja, das ist der normale Gedankengang, der sozusagen mathematisch auf der Hand liegt. Nach dem Motto 7 minus 2 sind 5, also lohnt sich das.</p>



<p>Aber das ist zu kurz gedacht. Die eigentliche Frage ist nämlich nicht die nach der Rendite, sondern nach dem Risiko! Also, wenn wir investieren UND Schulden haben, dann koppeln wir zwei völlig unvereinbare Systeme: einen starren Kredit mit fixer Rate, den wir bedienen MÜSSEN, und ein schwankendes ETF-Depot, dessen Wert wir nicht kontrollieren können.</p>



<p>Genau genommen machen wir dann ein Kreditinvestment in Aktien.</p>



<p>Also wir investieren mit Fremdkapital, nur versteckt.</p>



<p>Denn wir nehmen zwar keinen Kredit auf, <em>um</em> Aktien zu kaufen, aber wir behalten die Schulden (statt sie zu tilgen) und stecken unser „freies“ Geld parallel in eine riskante Anlageklasse. Dann hebeln wir indirekt unsere Aktieninvestments. Ich erkläre das mal anhand von einem Beispiel, dann wird es leichter zu verstehen: Angenommen Du hast 50.000 € auf dem Konto und einen Immobilienkredit mit einer Restschuld über 50.000 €. Option A – Tilgen: Du tilgst die 50.000 €. Ergebnis: Kein Kredit, aber auch kein ETF-Depot. Option B – Parallel investieren: Du behältst den Kredit und steckst die 50.000 € in einen ETF. Auf dem Papier sieht Option B so aus, als hättest Du 50.000 € eigenes Geld investiert. In Wahrheit hast Du aber ein Nettovermögen von null: 50.000 € Depot minus 50.000 € Schulden.</p>



<p>Du investierst also mit geliehenem Geld – Du hast es Dir nur nicht für den ETF geliehen, sondern für die Immobilie. Der Effekt ist aber derselbe! Was bedeutet das konkret, also was meinst Du mit „der Effekt ist derselbe“? Guck mal, steigt der ETF um 20%, hast du 10.000 € Gewinn – bei null Eigenkapital. Das klingt toll.</p>



<p>Aber: Fällt der ETF um 20%, dann hast du 10.000 € Verlust – und immer noch 50.000 € Schulden. Dein Nettovermögen ist jetzt minus 10.000 €.</p>



<p>Und genau das ist der Hebel bzw. andersrum: Hättest Du ohne Schulden 50.000 Euro investiert, dann hättest du bei einem 20%-Verlust immer noch 40.000 € übrig.</p>



<p>Also 50k-10k=40k. Mit Schulden stehst du 10.000 € im Minus. Du hattest ja 0 Euro eigenes Vermögen und jetzt nochmal 10k weniger. Das ist derselbe Kursrückgang, aber ein völlig anderes Ergebnis – weil du eben nicht mit eigenem Geld investiert hast, sondern mit geborgtem. Die Schulden bleiben fix, während dein Depot schwankt. Das verstärkt jede Bewegung nach oben und nach unten.</p>



<p>So, und das Problem ist jetzt nicht der zwischenzeitliche Buchverlust im Depot, falls mal eine Krise kommt, sondern der Zwang, der daraus entstehen kann: Die Kreditrate muss ja jeden Monat gezahlt werden, egal wie die Börse läuft. Das ETF-Depot kann aber mal 30–50 % im Minus stehen und GENAU DANN kann es gut sein, dass unser Einkommen sinkt oder sogar ganz wegfällt, weil sich eine dicke Krise ja nicht nur an der Börse abspielt, sondern meistens reale wirtschaftliche Folgen hat. Vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere an Kurzarbeit während Corona oder die vielen Jobverluste in der letzten Finanzkrise.</p>



<p>Und was müssen wir dann machen, wenn wir den Kredit tilgen müssen, aber unser Einkommen wegfällt und gleichzeitig unser Depot im Minus ist? Entweder verkaufen wir unsere ETFs mit Verlust, um die Kreditrate zu zahlen, oder wir müssen den Kredit neu verhandeln, oft zu viel schlechteren Konditionen.</p>



<p>Und im schlimmsten Fall, wenn man die Rate dauerhaft nicht mehr zahlen kann, wird das Haus zwangsverkauft.</p>



<p>DAS ist das eigentliche Risiko: nicht „dass ETFs schwanken“, sondern dass wir im schlechtesten Moment verkaufen oder umschulden müssen.</p>



<p>Und je näher der Rentenbeginn ist, desto eher kann genau das passieren.</p>



<p>Also: Vor der Rente haben wir zwei Puffer: laufendes Einkommen und Zeit: wir können Buchverluste an der Börse aussitzen, weil wir das Geld noch nicht brauchen. Zur Rente werden beide Puffer kleiner: das Einkommen sinkt oder hört auf, und wir müssen regelmäßig Geld entnehmen, egal wie die Börse steht. Deshalb sagen wir immer: Zum Rentenbeginn braucht man auch einen konservativen Teil (Cash/Anleihen). Der Job davon ist simpel: In einem Crash zahlen wir unsere Ausgaben aus dem risikoarmen Teil und lassen die Aktien-ETFs in Ruhe. Wenn aber gleichzeitig noch ein Kredit läuft, zieht der jeden Monat Geld ab.</p>



<p>Und wenn das Einkommen dann weg ist, wird der konservative Teil schneller aufgebraucht. Ist der aufgebraucht, bleibt nur noch: ETF-Anteile verkaufen, obwohl die Kurse gerade schlecht sind.</p>



<p>Genau deshalb ist ein laufender Immobilienkredit rund um den Rentenbeginn so heikel: er frisst den Puffer, der eigentlich verhindern soll, dass wir im Crash Aktien verkaufen müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ok, also sollte man auf jeden Fall zuerst seinen Kredit tilgen, bevor man in ETFs investiert?</h2>



<p>Für normale Haushalte gilt: Schulden abbauen ist ein risikofreies Investment mit garantierter Rendite. Diese Rendite ist quasi der Kreditzins – den man 100% sicher bekommt, ohne dass er schwankt! Konkret bedeutet das: Jeder Euro, den wir tilgen, senkt unsere monatlichen Fixkosten dauerhaft.</p>



<p>Und zwar egal wie Börse, Zinsen oder Wirtschaft sich entwickeln. Vor allem rund um den Rentenübergang ist das entscheidend, weil: Ein schuldenfreies Haus bedeutet weniger Druck. Das hatten wir ja schon.</p>



<p>Also ja, normale Haushalte sollten zuerst tilgen, denn Schuldenfreiheit reduziert das Risiko unseres gesamten Finanzsystems ja viel stärker als jede zusätzliche Rendite es könnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aber gibt es nicht Fälle, wo gleichzeitiges Investieren Sinn macht?</h2>



<p>Ja, die gibt es, aber echt nur, wenn man das Risiko wirklich im Griff hat! Sinnvoll KANN es sein, wenn die Tilgung sehr planbar ist, also über viele Jahre klar ist, wie viel da abfließt (noch lange Zinsbindung besteht), die Rate locker aus dem Einkommen bezahlt werden kann UND der Job super super sicher ist (also eher bei Beamten und Co.). Wichtig: ALLE DREI Punkte müssen erfüllt sein!</p>



<p>Es ist eher keine gute Idee, wenn die Zinsbindung bald endet und ihr nicht wisst, wie teuer die Anschlussfinanzierung wird und/oder ihr kurz vor der Rente seid und ein Crash euch in Verkäufe drücken würde, das hatten wir ja schon.</p>



<p>Und natürlich bei jeglichen Einkommensunsicherheiten bzw. Abhängigkeiten von der Wirtschaftslage, was ja bei fast allen von uns der Fall sein dürfte, wenn man mal ehrlich ist.</p>



<p>Also, gleichzeitiges Investieren kann passen, aber nur, wenn all die Punkte von oben zutreffen. Wenn wir uns damit selbst in eine Lage bringen würden, in der wir bei schlechtem Timing handeln müssen, ist die „höhere Rendite“ am Ende nur Theorie.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ok, kommen wir mal zum zweiten Teil: Soll man sein ganzes Cash in die Kredittilgung stecken? Oder lieber Bar-Reserven halten?</h2>



<p>Erstmal: Wer Cash hält und gleichzeitig einen Kredit hat, der tätigt ein sogenanntes negatives Zinsdifferenzgeschäft. Das erkläre ich mal direkt anhand eines Beispiels, weil der Begriff so schwierig ist: Also, wenn Du 50.000 € auf dem Tagesgeld liegen hast, bekommst Du darauf z. B. 2% Zinsen. Das sind 1.000 € im Jahr. Gleichzeitig hast Du einen Kredit, für den Du z. B. 4% Zinsen zahlst. Auf dieselben 50.000 € wären das 2.000 € im Jahr. Du bekommst also 1.000 €, zahlst aber 2.000 €. Die Differenz von 1.000 € geht jedes Jahr verloren. Dieser Verlust entsteht nur, weil das Geld auf dem Konto liegt, statt den Kredit zu reduzieren. Das ist so, als füllst Du Wasser in einen Eimer, während unten ein Loch ist. Weil würdest Du die 50.000 € zur Tilgung nutzen, gäbe es diese 2.000 € Zinskosten gar nicht mehr.</p>



<p>Ausnahme davon, das ist ganz wichtig, ist eine echte Liquiditätsreserve für Notfälle: Jobverlust, Krankheit, ungeplante Ausgaben und natürlich Rücklagen für Instandhaltungskosten. So einen Notgroschen plus immobilienbedingte Rücklagen sollte man unbedingt haben, egal, welchen Kredit man gerade abbezahlt. Aber alles darüber hinaus ist teuer geparktes Geld.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ok, verstanden, aber wie sieht denn jetzt die saubere Entscheidungslogik aus bei all diesen Anlageklassen, also Cash, ETFs, Immobilien&#8230;</h2>



<p>Das ist eigentlich recht simpel und statt „entweder oder“ kann man einfach einer Reihenfolge folgen sozusagen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Liquiditätsreserve sichern (3-12 Monatsgehälter + Instandhaltungskostenrücklagen)</li>



<li>Konsumschulden abbauen (da haben wir gar nicht drüber gesprochen, die sollte man am besten gar nicht erst machen, aber falls man welche hat)</li>



<li>Immobilienkredit tilgen (vor allem bei auslaufender Zinsbindung!).</li>



<li>Keine überflüssigen Barreserven halten!</li>



<li>Erst dann ETF-Vermögen aufbauen.</li>
</ul>



<p>Das ist der rationale Weg, aber leider haben da viele Leute echte Denkfehler, also sie überschätzen die Rendite von Investieren mit Kredit und unterschätzen das Risiko von gehebelten Investments und gleichzeitig unterschätzen sie den Wert von Schuldenfreiheit!</p>



<p>Wer ruhig schlafen will: tilgt zuerst und investiert danach. Wer es trotzdem kombiniert, muss das Risiko bewusst tragen und vor allen Dingen tragen <em>können</em>. Und das dürfte wie gezeigt die absolute Minderheit sein.</p>



<p>Aber wie sieht das bei Vermietungsimmobilien aus? Sind die eigentlich ein gutes Investment und wie verhält es sich da mit dem Fremdkapitalhebel? Darum geht es in unserem Artikel <a href="https://lazyinvestors.de/immobilien-vermieten-oder-etf/">ETFs vs. Vermieten – Was lohnt sich mehr?</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p><em>Dieser Artikel basiert auf einer Folge unseres Podcasts. Da wir den gesprochenen Inhalt für Dich verschriftlicht haben, kann es an manchen Stellen etwas umgangssprachlicher zugehen als in einem klassischen Blogartikel.</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Neues Altersvorsorgedepot &#8211; Wer DAS nicht weiß zahlt drauf</title>
		<link>https://lazyinvestors.de/altersvorsorgedepot/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Anna Terschüren]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2026 12:48:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt endlich ein neues Altersvorsorgedepot der Bundesregierung, das Deinen ETF-Sparplan staatlich fördern soll. Für viele ist das die Traumvorstellung! Also zum Beispiel 500 Euro anlegen, aber davon 200 Euro vom Staat geschenkt bekommen. Darauf haben viele Jahrzehnte lang gewartet und jetzt gibt es erste, konkrete Infos. Und die Realität zeigt: Wer hier nicht richtig [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Es gibt endlich ein neues Altersvorsorgedepot der Bundesregierung, das Deinen <a href="https://lazyinvestors.de/etf-sparplan-oder-einmalanlage/" type="post" id="21584">ETF-Sparplan</a> staatlich fördern soll. Für viele ist das <em>die </em>Traumvorstellung! Also zum Beispiel 500 Euro anlegen, aber davon 200 Euro vom Staat geschenkt bekommen. Darauf haben viele Jahrzehnte lang gewartet und jetzt gibt es erste, konkrete Infos.</p>



<p>Und die Realität zeigt: Wer hier nicht richtig hinguckt, kriegt nicht nur weniger Geld als gedacht…</p>



<p>… sondern zahlt sogar kräftig drauf.</p>



<p><em>Keine Lust zu lesen? Schau Dir unser Video oder hör Dir unsere Podcastfolge zum Thema an! ABER: Das Video und der Podcast beruhen noch auf dem Gesetzesentwurf. Die Änderungen betreffen vor allem die Zulagenstruktur für kleine Beiträge. Für die meisten Sparer mit 150 €/Monat ändert sich am Ergebnis kaum etwas. Der Artikel hier wurde aktualisiert und beruht auf dem am 8. Mai 2026</em> <em>verabschiedeten Gesetz.</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Was ist das Altersvorsorgedepot?</h2>



<p>Erstmal kurz zu den Basics: Das Altersvorsorgedepot ist ein spezielles Depot, in das Du monatlich einzahlen kannst – zum Beispiel in einen Welt-ETF auf den MSCI ACWI oder FTSE All-World. Der Staat legt was dazu, Du kannst die Einzahlungen von der Steuer absetzen und während der gesamten Ansparphase fallen keine Steuern an. Los geht das Ganze am 1. Januar 2027.</p>



<p>Es wird verschiedene Varianten geben: <a href="https://lazyinvestors.de/etf-versicherung/" type="post" id="10395">Garantieprodukte</a>, bei denen wie bei <a href="https://lazyinvestors.de/riester-rente-sinnvoll/" type="post" id="4792">Riester</a> eine Beitragsgarantie gilt, ein Standardprodukt für Einsteiger und eben das Altersvorsorgedepot, in dem Du selbst in ETFs und Fonds investieren kannst.</p>



<p>Letzteres ist das einzige, was aus unserer Sicht Sinn macht. Denn die Geschichte hat immer wieder gezeigt: Garantien sind nicht nur komplett unnötig, wenn man lang genug anlegt, sondern kosten massiv Rendite. Bei Riester hat die Beitragsgarantie dazu geführt, dass das Geld großteils in „sichere“ Anlagen statt in Aktien floss – mit dem Ergebnis, dass viele Riester-Sparer nach 20 Jahren real weniger hatten, als sie eingezahlt haben!</p>



<p>Und beim Standardprodukt hat der Anbieter einen großen Teil der Anlageentscheidung in der Hand. Du hast viel weniger Kontrolle darüber, was da eigentlich in Deinem Depot landet.</p>



<p>Also bleibt nur das Altersvorsorgedepot ohne Garantie als sinnvolle Variante, da Du selbst entscheidest, was reinkommt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Förderung</h2>



<p>Jetzt zur Förderung, denn die ist der Hauptgrund, warum das Altersvorsorgedepot überhaupt interessant ist: Du kannst bis zu 1.800 Euro im Jahr gefördert einzahlen, also 150 Euro pro Monat. Gefördert heißt: Darauf bekommst Du Zulagen vom Staat. Und zwar bekommst Du auf die ersten 360 Euro 50% dazu, das sind maximal 180 Euro. Auf die nächsten 1.440 Euro gibt es noch 25%, also nochmal 360 Euro. Macht zusammen 540 Euro Grundzulage pro Jahr.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/03-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1.png" alt="" class="wp-image-22032" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/03-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/03-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1-300x169.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/03-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1-768x432.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/03-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1-1536x864.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p>Du zahlst also 150 Euro im Monat ein und der Staat schiebt Dir 45 Euro pro Monat dazu. Insgesamt landen 195 Euro pro Monat in Deinem Depot. Hast Du Kinder, kommt obendrauf noch eine Kinderzulage: 100% auf Deine Einzahlung, maximal 300 Euro pro Kind und Jahr. Das heißt: Schon ab 25 Euro Eigenbeitrag pro Monat bekommst Du die volle Kinderzulage.</p>



<p>Und dann gibt es während der Ansparzeit einen Steuervorteil: Du kannst Deine Einzahlung plus Zulage als Sonderausgaben in der Steuererklärung angeben. Bei einem Bruttoeinkommen von 55.000 Euro beispielsweise bekommst Du rund 215 Euro pro Jahr als Steuererstattung zusätzlich zu den 540 Euro Zulage.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/05-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1.png" alt="" class="wp-image-22034" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/05-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/05-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1-300x169.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/05-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1-768x432.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/05-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1-1536x864.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p>Und weil Dein Gehalt und damit Dein Steuersatz im Laufe der Karriere steigt, kann die Erstattung zusammen mit der Zulage auf fast 1.000 Euro staatliche Förderung pro Jahr steigen! Schonmal nicht schlecht.</p>



<p>Jetzt lautet aber die große Frage: Wie viel Rente wird das künftig bringen?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Rechnung</h2>



<p>Wir haben das mal für ein Szenario durchgerechnet, das ziemlich typisch ist für unsere Community.</p>



<p>Unsere Beispielperson ist 35 Jahre alt und verdient heute 55.000 Euro brutto. Wir gehen davon aus, dass das Gehalt im Laufe der Karriere real steigt – anfangs stärker, später weniger, ab Mitte 50 stagniert es – ein typischer Verlauf laut Arbeitsmarktforschung.</p>



<p>Nun zum Investment: Die Person legt ab heute 32 Jahre lang bis zur Rente mit 67 in ETFs an. Danach wird das Kapital über 18 Jahre ausgezahlt – denn beim Auszahlplan im Altersvorsorgedepot muss das Geld bis 85 reichen.</p>



<p>Wir unterstellen 6% Rendite nach Inflation, weil wir eben alles auf heutige Kaufkraft berechnen, damit Du mit den Zahlen auch was anfangen kannst.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schauen wir erstmal, wie das normale ETF-Depot funktioniert:</h3>



<p>Du zahlst 150 Euro pro Monat ein, über 32 Jahre. Während der Haltedauer musst Du die Vorabpauschale zahlen – das ist eine kleine Steuer, die im Regelfall <em>auch </em>anfällt, wenn Du nichts verkaufst. Am Ende zahlst Du Abgeltungssteuer auf Deine Gewinne, allerdings mit einer 30% Teilfreistellung, das ist so vorgesehen für Aktien-ETFs.</p>



<p>Für das normale ETF-Depot rechnen wir außerdem mit 0,07% Kosten pro Jahr – dafür bekommst Du heute einen soliden Welt-ETF.</p>



<p>Im Ergebnis bekommst Du netto rund&nbsp;<strong>780 Euro pro Monat</strong>.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/06-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf.png" alt="" class="wp-image-21934" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/06-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/06-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-300x169.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/06-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-768x432.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/06-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1536x864.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Und jetzt das Altersvorsorgedepot im Vergleich:</h3>



<p>Dafür schauen wir auf verschiedene Kostenszenarien – denn Kosten sind der entscheidende Faktor. Während der Ansparphase fallen keine Steuern an. Und ganz wichtig: In den folgenden Zahlen ist die Steuererstattung mit drin! Wir gehen also davon aus, dass Du diese jedes Jahr in Dein normales ETF-Depot reinvestierst, statt sie auszugeben.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Bei&nbsp;<strong>0,3% Kosten</strong>&nbsp;im Altersvorsorgedepot kommen wir auf rund&nbsp;<strong>990 Euro netto</strong>&nbsp;pro Monat. Das sind rund 210 Euro bzw. 27% mehr als beim normalen Depot. Richtig gut.</li>



<li>Bei&nbsp;<strong>0,5% Kosten</strong>&nbsp;sind es&nbsp;<strong>950 Euro netto</strong>. Immer noch 170 Euro oder 21% mehr pro Monat.</li>



<li>Bei&nbsp;<strong>1% Kosten</strong>&nbsp;sind es rund&nbsp;<strong>840 Euro netto</strong>. Das sind immerhin noch 60 Euro mehr pro Monat, aber der Vorteil ist schon deutlich geschrumpft.</li>



<li>Und bei&nbsp;<strong>1,5% Kosten</strong>&nbsp;sind es rund&nbsp;<strong>750 Euro netto</strong>. Weniger als im normalen ETF-Depot. Die gesamte staatliche Förderung wird also von den Kosten aufgefressen!</li>
</ul>



<p>Ok, der Kipppunkt in unserem ersten Beispiel liegt bei rund 1,5% Kosten. Darunter lohnt sich das Altersvorsorgedepot, darüber nicht.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/08-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1.png" alt="" class="wp-image-22037" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/08-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/08-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1-300x169.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/08-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1-768x432.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/08-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1-1536x864.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p><strong>Aber jetzt kommt der Haken:</strong>&nbsp;Diese Zahlen gelten nur, wenn Du die Steuererstattung jedes Jahr konsequent reinvestierst. Und jetzt mal Hand aufs Herz – wer bekommt im Sommer seinen Steuerbescheid <em>und </em>schiebt die 400 Euro oder was auch immer sofort in den ETF? Die meisten Leute werden das Geld ausgeben. Und ohne reinvestierte Erstattung sieht die Rechnung <em>ganz </em>anders aus:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Bei&nbsp;<strong>0,3% Kosten</strong>&nbsp;kommen wir auf nur noch rund&nbsp;<strong>840 Euro netto</strong>&nbsp;pro Monat statt 990. Der Vorteil schrumpft von 210 Euro auf gerade mal 60 Euro gegenüber dem eigenen ETF-Depot.</li>



<li>Bei&nbsp;<strong>0,5% Kosten</strong>&nbsp;sind es rund&nbsp;<strong>800 Euro netto</strong>&nbsp;– nur 20 Euro mehr als im normalen ETF-Depot!</li>



<li>Und bei&nbsp;<strong>1% Kosten</strong>&nbsp;haben wir nur noch&nbsp;<strong>690 Euro netto</strong>. Das sind fast 100 Euro <em>weniger </em>als Dein normales ETF-Depot.</li>
</ul>



<p>Ohne reinvestierte Erstattung kippt der Vorteil also schon bei 0,5% Kosten. Das ist ein komplett anderes Bild.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/09-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1.png" alt="" class="wp-image-22039" srcset="https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/09-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1.png 1920w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/09-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1-300x169.png 300w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/09-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1-768x432.png 768w, https://lazyinvestors.de/wp-content/uploads/2026/03/09-Neues-Altersvorsorge-Depot-Wer-DAS-nicht-weisst-zahlt-drauf-1-1536x864.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p><strong>Vielleicht fragst Du Dich jetzt: Warum ist der Vorteil trotz der ganzen Förderung SO überschaubar?</strong>&nbsp;Dafür muss man verstehen, was bei der Auszahlung passiert:</p>



<p>Beim normalen ETF-Depot zahlst Du nur auf die <em>Gewinne </em>Steuern: rund 18,5% effektiv, dank Teilfreistellung. Beim Altersvorsorgedepot hingegen zahlst Du auf die <em>gesamte </em>Auszahlung Deinen persönlichen Einkommenssteuersatz. Also auf Einzahlungen, Zulagen <em>und</em> Gewinne. Und eine Teilfreistellung gibt es auch nicht.</p>



<p>In unserem Beispiel liegt der Grenzsteuersatz im Alter bei knapp 30%. Die Abgeltungssteuer von 26,4% fällt eben nur auf 70% der Gewinne an, während der persönliche Steuersatz auf <em>alles </em>fällt. Das frisst einen erheblichen Teil der Förderung wieder auf.</p>



<p>Übrigens, falls Du selbst mal rechnen willst, ob sich das Altersvorsorgedepot nach aktuellem Stand für Dich lohnt, dann nutze unseren <a href="https://lazyinvestors.de/altersvorsorgedepot-rechner/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Altersvorsorgedepot-Rechner</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weitere Bedingungen und Einschränkungen</h2>



<p>Neben Kosten und Steuererstattung gibt es noch zwei weitere Haken, über die kaum jemand spricht:</p>



<p><strong>Erstens, die Flexibilität:</strong>&nbsp;Dein Geld im Altersvorsorgedepot ist bis 65 quasi gesperrt. Keine vorzeitige Entnahme, kein Zugriff in Notfällen – es sei denn, Du kaufst oder baust eine selbstgenutzte Immobilie. Wenn Du aus anderen Gründen vorher ranmusst, wird die Kündigung förderschädlich. Das bedeutet, Du zahlst alle Zulagen und Steuererstattungen zurück. In Deinem normalen ETF-Depot kannst Du hingegen jederzeit an Dein Geld, ohne Strafen und ohne Rückzahlungen.</p>



<p><strong>Und zweitens, die Auszahlung:</strong>&nbsp;Das Altersvorsorgedepot schreibt Dir vor, wie Du Dein Geld bekommst, also als Auszahlplan bis mindestens 85 oder als lebenslange Rente über eine Versicherung. Du kannst Dir zu Beginn maximal 30% auf einen Schlag auszahlen lassen, aber auch diese 30% kommen auf Dein Renteneinkommen oben drauf und werden mit Deinem persönlichen Steuersatz besteuert. Je nach Höhe kann das also <em>richtig </em>teuer werden.</p>



<p>Den Rest bekommst Du als monatliche Auszahlung – da hast Du keine Wahl. Im normalen ETF-Depot entscheidest <em>Du</em>, wann Du wie viel entnimmst und die Steuer ist immer gleich: Abgeltungssteuer auf die Gewinne, fertig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über 100 Seiten für einen ETF-Sparplan</h2>



<p>Tja. Über 100 Seiten Gesetz. Drei Produktvarianten mit unterschiedlichen Regeln. Zwei Zulagen plus Kinderzulage plus Günstigerprüfung. Mindestens vier verschiedene Besteuerungen je nachdem, ob Du gefördert oder ungefördert eingezahlt hast und ob Du Dir das Geld monatlich oder auf einen Schlag auszahlen lässt. Dazu eine Entnahmesperre bis 65 mit Ausnahme für Immobilien. Und ein Kostendeckel, der nur für <em>das </em>Produkt gilt, das wir nicht empfehlen würden. Und das alles für einen ETF-Sparplan mit staatlicher Förderung. Willkommen in Deutschland.</p>



<p>Ob sich dieser Deal lohnt, hängt, wie wir gesehen haben, von Kosten, Auszahlmodus und Deiner Disziplin bei der Steuererstattung ab. Und davon, ob Du mit der fehlenden Flexibilität leben kannst.</p>



<p>Es ist wie bei allen staatlich geförderten Produkten hierzulande: Es wird <em>so </em>kompliziert gemacht, dass Du nur schwer erkennen kannst, was für Nachteile beispielsweise entstehen. Und genau diese Intransparenz hat schon Riester, Rürup und die betriebliche Altersvorsorge zu Goldeseln für die Finanzindustrie gemacht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was das Altersvorsorgedepot NICHT löst</h2>



<p>Was dabei aber am meisten untergeht: Selbst wenn Du das Altersvorsorgedepot nutzt und die maximale Förderung mitnimmst, investierst Du dann 195 Euro pro Monat inklusive der Zulagen für Deine Altersvorsorge.</p>



<p>Unsere Rechnung hat ja gezeigt: Das ergibt in heutiger Kaufkraft bestenfalls 1.000 Euro pro Monat. Das ist schön, aber es wird für die meisten nicht ausreichen, um die Rentenlücke zu stopfen.</p>



<p>Und das Altersvorsorgedepot beantwortet Dir auch nicht die viel wichtigeren Fragen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>In welche ETFs solltest Du eigentlich investieren?</li>



<li>Solltest Du neben Aktien-ETFs auch in risikoarme Anlageklassen investieren – und wenn ja, wie gewichtet?</li>



<li>Wie steht es um Deine Risikotragfähigkeit, also emotional und real?</li>



<li>Hast Du genug Hintergrundwissen, um die nächste Krise auszuhalten, ohne panisch Dein Depot förderschädlich aufzulösen?</li>



<li>Wie passt Du Dein Portfolio an, wenn die Rente naht?</li>



<li>Und, das hatten wir ja gerade schon, wie viel musst Du <em>insgesamt </em>investieren, damit es später reicht?</li>
</ul>



<p>Diese Fragen sind <em>viel </em>wichtiger als die Frage, ob Du 45 Euro Zulage im Monat mitnimmst oder nicht. Und die Antworten darauf findest Du in keinem Gesetz.</p>



<p>Genau für diese Fragen haben wir unser <a href="https://lazyinvestors.de/webinar" type="link" id="https://lazyinvestors.de/webinar-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kostenloses Webinar</a> gemacht. Danach hast Du ein umfassendes Verständnis davon, worauf es bei der Altersvorsorge wirklich ankommt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unsere Einordnung</h2>



<p>Also, wie solltest Du vorgehen, sobald das Altersvorsorgedepot kommt?</p>



<p><strong>Erstens:</strong>&nbsp;Ob sich das Ganze lohnt, hängt vor allem von zwei Dingen ab – den Kosten und davon, ob Du die Steuererstattung reinvestierst. Wenn Du beides im Griff hast, sind in unserem Beispiel bei 0,5% Kosten oder weniger rund 170 bis 210 Euro mehr pro Monat im Alter drin. Ohne reinvestierte Erstattung lohnt es sich nur noch bei Kosten unter 0,5%. Und ob die Anbieter so günstig sein werden, ist leider alles andere als sicher.</p>



<p><strong>Zweitens:</strong>&nbsp;Ob Du über die geförderten 1.800 Euro hinaus noch mehr ins Altersvorsorgedepot einzahlen solltest, hängt auch von den Kosten ab. Bei sehr günstigen Anbietern kann sich das steuerlich zwar lohnen – aber Du gibst dafür Deine Flexibilität auf. Im Zweifel bist Du mit dem eigenen ETF-Depot für Beträge ÜBER den geförderten Teil hinaus besser bedient.</p>



<p><strong>Drittens, und das ist der wichtigste Rat von allen:</strong>&nbsp;Warte nicht auf den Staat. Egal ob das Altersvorsorgedepot kommt, wie es kommt oder was sich noch ändert – fang <em>jetzt </em>an, selbst zu investieren. Jedes Jahr, das Du wartest, kostet Dich bares Geld. Und ob Du dann ab nächstem Jahr 150 Euro in ein gefördertes Depot steckst, kannst Du dann immer noch entscheiden. Aber Dein eigenes ETF-Portfolio ist und bleibt die Basis – denn da bestimmst <em>Du</em>, was mit Deinem Geld passiert.</p>



<p>Die Grundidee des Altersvorsorgedepots ist wirklich besser als das, was wir bisher hatten. Aber wie so oft wird es so verkompliziert, dass am Ende kaum jemand durchblickt. Und genau das ist gefährlich, denn wer nicht durchblickt, kann auch nicht beurteilen, ob sich etwas lohnt oder die Kosten zum Beispiel zu hoch sind.</p>



<p>Apropos Kosten: Rund um das Altersvorsorgedepot werden sich garantiert wieder Versicherer und „Berater“ positionieren, die Dir übrigens auch heute schon ihre teuren Produkte als „staatlich geförderten ETF-Sparplan“ verkaufen wollen. Warum das fast immer ein schlechter Deal ist und wie Du solche Angebote erkennst, zeigen wir in <a href="https://lazyinvestors.de/staatliche-forderung-etf/" type="post" id="21594">diesem Artikel hier</a>.</p>



<p>Vor einer neuen Verkaufswelle warnt auch die <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/altersvorsorge/neues-altersvorsorgedepot-rentenchance-oder-teure-verkaufsfalle-118178" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verbraucherzentrale</a> eindringlich:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Die Verbraucherzentralen gehen davon aus, dass eine nie da gewesene neue Verkaufswelle anrollen wird. Verbraucher:innen sollten Verkaufsgespräche auf Provisionsbasis am besten meiden.“</p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Du hast schon einen Riester-Vertrag? Das sind Deine Optionen</h2>



<p>Vielleicht hast Du ja schon einen Riester-Vertrag und fragst Dich: Was passiert damit, wenn das Altersvorsorgedepot kommt? Die kurze Antwort: Erstmal gar nichts. Dein bestehender Vertrag läuft ganz normal weiter. Die Zulagen und Steuervorteile, die Du bisher bekommen hast, bleiben Dir erhalten. Du musst also nicht in Panik verfallen und nichts überstürzt kündigen.</p>



<p>Wenn das neue System dann da ist, hast Du im Wesentlichen drei Möglichkeiten:</p>



<p><strong>Möglichkeit 1: Einfach alles lassen, wie es ist.</strong> Dein Riester-Vertrag bleibt im alten Fördersystem. Das kann dann <a href="https://lazyinvestors.de/riester-rente-sinnvoll/" type="link" id="https://lazyinvestors.de/riester-rente-sinnvoll/">Sinn machen</a>, wenn Du eher wenig verdienst und Kinderzulagen bekommst. Denn im alten System ist die Förderung für genau diese Konstellation oft deutlich großzügiger. Ein Beispiel: Wer 20.000 Euro brutto verdient und zwei Kinder hat, konnte bisher mit einem Eigenbeitrag von nur 60 Euro im Jahr rund 775 Euro an Zulagen einstreichen. Im neuen System gibt es für denselben Eigenbeitrag deutlich weniger. Heißt: Nicht für jeden ist das neue System automatisch besser.</p>



<p><strong>Möglichkeit 2: Mit Deinem alten Vertrag ins neue Fördersystem wechseln.</strong> Du kannst Deinem Anbieter mitteilen, dass Du künftig nach den neuen Regeln gefördert werden möchtest. Aber Vorsicht: Das ist unwiderruflich, also eine Einbahnstraße. Und es gilt dann automatisch für alle Deine Riester-Verträge gleichzeitig – Du kannst Dir nicht aussuchen, welchen Vertrag Du umstellst und welchen nicht. Wichtig dabei: Die Vertragsbedingungen Deines alten Riester-Vertrags ändern sich dadurch nicht. Der Vertrag wird also nicht plötzlich zu einem Altersvorsorgedepot und die Kosten bleiben dieselben. Es ändern sich nur die steuerlichen Spielregeln.</p>



<p><strong>Möglichkeit 3: Das Guthaben komplett auf ein neues Altersvorsorgedepot umziehen.</strong> Das ist der sauberste Schnitt, wenn Du Deinen alten Riester-Vertrag sowieso loswerden willst. Besteht Dein Vertrag schon länger als fünf Jahre, ist der Umzug kostenfrei. Ist er jünger, darf Dein bisheriger Anbieter maximal 150 Euro verlangen. Und der neue Anbieter? Der darf auf das Geld, das Du mitbringst, keine neuen Abschlusskosten oder Provisionen draufschlagen. Er darf nur eine einmalige Pauschale von höchstens 150 Euro berechnen. Das ist ein großer Fortschritt, denn bisher konnten Anbieter beim Wechsel nochmal kräftig an Deinem bereits geförderten Guthaben mitverdienen!</p>



<p>Übrigens, sobald Du nach dem 31. Dezember 2026 irgendeinen neuen Altersvorsorgevertrag abschließt – also zum Beispiel ein Altersvorsorgedepot eröffnest – gilt automatisch das neue Förderrecht für <em>alle</em> Deine Verträge. Auch für Deinen alten Riester. Du rutschst also allein durch den Neuabschluss ins neue System, ohne dass Du Dich aktiv dafür entscheiden musst.</p>



<p><strong>Und wenn Du kurz vor der Rente stehst?</strong> Bist Du bereits in der Auszahlphase, also bekommst Du schon Geld aus Deinem Riester, dann kannst Du nicht mehr wechseln. Steht die Auszahlung aber erst noch an und Du bist finanziell nicht darauf angewiesen, kann es sich lohnen, damit <strong>bis nach dem Start des neuen Systems zu warten</strong>. Der Grund: Nach der Reform wird die Auszahlung flexibler und günstiger. Heute muss Dein Anbieter mit einem Teil Deines Guthabens eine Rentenversicherung kaufen, die ab 85 greift. Das verursacht nochmal Extra-Kosten. Nach der Reform reicht ein Auszahlplan bis 85, ohne teure Zusatzversicherung. Das spart bares Geld.</p>



<p>Ganz wichtig zum Schluss: Ab 2027 können Gottseidank keine neuen Riester-Verträge mehr abgeschlossen werden. <strong>Für die meisten Leute mit bestehenden Verträgen wird Möglichkeit 3 der beste Weg sein: Guthaben raus aus dem alten Riester, rein ins Altersvorsorgedepot.</strong> Denn mal ehrlich: Die meisten Riester-Verträge sind teure Versicherungsprodukte, die durch die Beitragsgarantie kaum Rendite erwirtschaftet haben. Da bringt es wenig, nur die Steuerregeln umzustellen und den alten Vertrag weiterlaufen zu lassen. Dann lieber einen sauberen Schnitt und das Geld dort anlegen, wo es günstiger und transparenter für Dich arbeitet.</p>



<p>Die Ausnahme sind Geringverdiener mit mehreren Kindern. Für die kann sich das Bleiben im alten System tatsächlich noch rechnen, weil die Kinderzulagen dort großzügiger sind. Wenn Du Dir unsicher bist, rechne es durch, bevor Du irgendetwas unterschreibst.</p>
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